Zitronen und Olivenöl

Der Geschmack meiner griechischen Heimat – Ein griechischer Foodblog

Olivenblättertee – warum habe ich den erst jetzt entdeckt?

24 Kommentare

Ολιωενβλ'ττερτεε

Ich wollte euch schon lange meinen Lieblingstee vorstellen: Griechischen Bergtee. Der muss aber noch warten, denn mir ist vor kurzem ein Tee aus Olivenblättern „über dem Weg gelaufen“. Auf der Website eines Olivenölproduzenten habe ich ihn entdeckt und musste ihn sofort bestellen. Im gleichen Online-Shop entdeckte ich auch die Salzpyramiden von denen ich hier schon berichtet habe. Gehört hatte ich von diesem Tee noch nie.  „Kenne ich nicht, schmeckt das denn?“ hörte ich, als ich eine kurze Umfrage in meinen (griechischen) Bekanntenkreis machte. Eine kleine Recherche im Netz ergab, dass der Extrakt aus Olivenblättern wahnsinnig gesund ist.  Dem Tee werden sogar Heilkräfte zugeschrieben. Ja…, und dann schmeckt das auch noch!

Notio Olivenblättertee

Aus der hübschen Teedose duftes es „grün“, grasig, frisch,  schwach nach grünem Tee und irgendwie auch nach Sommer in Griechenlands Bergen. Vielleicht bilde ich mir letzteres auch nur ein. Ich war überrascht ganze Olivenblätter in der Dose zu sehen. Früher hatte ich kleine Olivenbäume auf dem Balkon, wenn ich gewusst hätte, dass man daraus auch Tee machen kann… Aber das wäre nicht ganz das gleiche gewesen. Die Blätter für diesen Tee stammen zum Großteil von wilden Olivenbäumen, die einen extrem hohen Gehalt an sekundären Pflanzenstoffen und Antioxidantien haben. Deshalb sind sie auch etwas bitter. „Je bitterer, desto gesünder“ meinte die Oma des Teeproduzenten. Sie ist stolze 104 Jahre alt geworden. Die jungen Blätter werden zwischen Februar und Anfang Juni gesammelt und dann luftgetrocknet.

Wie schmeckt das jetzt? Den Geschmack empfinde ich als angenehm herb, frisch und viel milder als z.B. grünem Tee. Ihm fehlen nämlich die Tannine. Im Mund fühlt sich das richtig weich an. Ich mag ihn sehr und werde künftig neben griechischem Bergteee und Lindenblütentee auch noch Olivenblättertee im Koffer importieren.

So wird Olivenblättertee gemacht

Für 1 Tasse: 1 EL (oder 1 großzügiger TL)  Olivenblätter mit nicht mehr kochendem Wasser übergießen und ca. 10 Minuten oder auch länger ziehen lassen. Die Blätter entfernen und fertig. Er schmeckt übrigens auch kalt. An dem heißen Pfingstwochenende habe ich daraus Eistee gemacht.  In diesem Video vom Notio seht ihr übrigens die empfohlene Zubereitung, an die ich mich „pi mal Daumen“ gehalten habe: Ich habe etwas mehr Tee pro Glas genommen und mein Wasser war bestimmt heißer als 80 Grad.

Olivenblättertee pur, Olivenblättertee mit frischer Minze und Zitronenschale, Olivenblättertee mit Kardamom

Von links nach rechts: Olivenblättertee pur, mit MInze und Zitronenschale, mit Kardamom

Am liebsten mag ich den Tee pur. Aber ich habe noch zwei Experimente gemacht, die auch nicht schlecht waren:

  • Mit frischer Minze und Zitronenschale:
    Das war sehr erfrischend, vor allem gekühlt.
  • Mit grünen Kardamomkapseln, die ich leicht zerdrückt habe:
    Schmeckt leicht würzig, kann ich mir gut im Winter vorstellen.

 

Autor: Zitronen und Olivenöl

Greek Foodblogger based in Germany

24 Kommentare zu “Olivenblättertee – warum habe ich den erst jetzt entdeckt?

  1. Den kenne ich nun auch noch nicht. Den griechischen Bergtee habe ich seit letztem Jahr, 2 Pflanzen, sie gedeihen gut und ich habe ihn auch schon einige male geplündert, um Tee zu kochen, wir finden ihn sehr lecker. lg MArleis

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  2. Kalimera,
    sag mal, kann ich nicht auch die Blätter meines eigenen Olivenbaumes dafür benutzen? Naja… „Bäumchen“, nicht Baum, lachh 🙂

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  3. Hallo und guten Morgen, ich möchte den Olivenblättertee unbedingt testen. Hast Du mir eine Internet-Adresse, wo ich den Tee bestellen kann? Danke im voraus!

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  4. Liebe Karin,
    wenn Du möchtest, frage ich für Dich beim Produzenten in Griechenland mal nach, ob es eine Möglichkeit gibt, dass Du ihn direkt im Land bekommst :-)?!

    Sorry, dass ich mich hier „einschalte“, ich hoffe, das ist ok. Ich bin durch Zufall hier „gelandet“ und habe festgestellt, dass von Marina über den köstlichen Olivenblättertee aus unserem Shop geschrieben wurde :-).

    Freut mich unglaublich – am meisten natürlich, dass Dir der Tee auch so gut schmeckt, wir sind auch ganz begeistert! – Danke schön, liebe Marina!!!

    Liebe Grüsse, Simone

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    • Liebe Simone,
      das wäre wunderbar, wenn Du beim Produzenten nachfragen würdest, wie ich hier in GR an den Tee komme. Vorab schon mal vielen Dank!
      Sonnige Grüße, Karin

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  5. Liebe Karin,

    möchtest Du mir Deine mail-Adresse schicken (an: info@foodiva.de)? Dann können wir das organisieren. Sie würden Dir den Tee von Griechenland nach Griechenland schicken ;-).

    Liebe Grüsse, Simone

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  6. Das muss gut schmecken. Wieso kam ich nicht selbst auf die Idee? Hier gibt es Olivenbäume, aber sie sind nur Zierbäume, tragen nie Früchte, vermutlich weil es nicht kalt genug wird im „Winter“. Ich werde mal Tee zubereiten aus Blättern etwas entfernt der Strasse, muss ich erst finden, denn die meisten sind entlang der Strasse gepflanzt.

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  7. Noch nie gehört! Danke für die Inspiration!

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  8. Der Bergtee ist ausgesprochen lecker. Hab ich mal auf Kreta gekauft.
    Sag mal, kennst Du ein Gebäck mit Bergamotte? Es heisst so ähnlich wie „amithatolo“. Irgendwie so. Das „th“ wie im Englischen gesprochen. Ich suche ganz verzweifelt danach, vielleicht auch nach einem Rezept. Wir haben das auf Hydra entdeckt – einfach phantastisch.

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    • Liebe Karin, ich bin mir nicht ganz sicher… vermute aber, dass Du „Amygdaloto“ meinst, wahrscheinlich die gebackene Variante. Amygdalota sind besonders auf den Inseln weit verbreitet und es gibt viele Varianten. Sie bestehen aus gemahlenen Mandeln (Amygdala = MandelnI und Zucker, beides wird zu einer Paste gemixt. Aromatisiert wird mit Blütenwasser oder Rosenwasser manchmal auch mit Zitrusfrüchten wie Zitrone, Orange und in Deinem Fall wohl Bergamotte. Aus der Paste (das ja Marzipan ist) werden traditionell kleine birnenförmige Plätzchen geformt und dick mit Puderzucker bestäubt. Gebackene Amygdalota gibt es auch, dann wird oft Eiweiß in die Paste gemischt. Waren es möglicherweise diese Kekse oder war es ein Kuchen? Viele Grüße

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      • Genau das ist es . Es sind kleine Quadrate, so 3 x3 cm und dick mit Puderzucker bestäubt.
        Vielen, vielen Dank für deine Antwort. Jetzt kann ich gezielter nach diesen tollen Dingers suchen! 🙂

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  9. Super Blog – Gratulation! Ich werde ihn auf meiner facebook-Seite weiterempfehlen!
    https://www.facebook.com/arve.Bio.Olivenblaettertee?
    Den Olivenblättertee gibt es allerdings in Deutschland schon seit längerem, nämlich seit fast 15 Jahren. Vorgestellt wurde er unter den Namen „Olivenblättertee“ erstmals auf der Anuga 2001. Die Firma almasol präsentierte ihn damals ihren arve Bio Olivenblättertee. Es folgten weiter Präsentationen u.a. auf der Biofach in Nürnberg. Unter den vielen Interessierten waren übrigens auch einige griechische und italienische Aussteller von den Nachbarständen 🙂

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  10. Pingback: Mitgebracht aus Griechenland | Zitronen und Olivenöl

  11. Wenn auch ein Jahr später und ohne den tollen Kommentar von marliesgierls gelesen zu haben, bin ich in angegebener gärtnerei auch auf die Bergteepflanzen gestoßen. Sie stehen jetz auch in meinem Garten und ich bin gespannt. Da ich auch einen Olivenbaum seit knapp 10 Jahren ziehe, allerdings im Kübel, muß ich den hin und wieder etwas stutzen. Die Blätter als Tee zu verwenden, wußte ich nicht. Wenn ich im zeitigen Frühjahr schneide, werde ich die Blätter für den Tee ausprobieren.

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  12. Olivenbäume brauchen mediterranes Klima…Bäumchen auf’m Balkon ist nicht das selbe…

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