Zitronen und Olivenöl

Der Geschmack meiner griechischen Heimat – Ein griechischer Foodblog

Skordalia – Kartoffel-Knoblauch-Creme

6 Kommentare

Skordalia mit Kartoffeln und Knoblauch

Skordalia, der Name sagt schon alles, denn Skórdo heißt Knoblauch. Am 25. März wird Skordalia fast überall in Griechenland zubereitet. Am griechischen Nationalfeiertag, der zeitgleich mit Maria Verkündigung (griechisch Evangelismos Theotokou) gefeiert wird, unterbrechen die Gläubigen und Essen Bakaliaro mit Skordalia. Bakaliaro ist Fischgericht aus Stockfisch (gesalzener und getrockneter Kabeljau). Skordalia passt perfekt dazu, aber auch zu gebratenem Gemüse oder einfach Salat.

Klassisch wird Skordalia mit Kartoffeln zubereitet und auch mein Rezept ist simpel mit nur wenig Zutaten. Es gibt auch Regionen, in denen, Nüsse wie Walnüsse einen Teil der Kartoffeln ersetzen oder zusätzlich untergerührt werden. Auch sehr fein. Und sehr viele schwören darauf, beim Zubereiten der Skordalia etwas Fischsud zu verwenden. Ich finde in München eher selten Bakaliaro und bin auch nicht sonderlich verrückt danach. Zu einem feinen Wildlachs schmeckt Skordalia nämlich auch wunderbar.

Zum Knoblauch: Meine Quellen für so manche Zutat aus dem Süden sind über die ganze Stadt verstreut. Und ich wollte zur Skordalia unbedingt Knoblauchgrün. Manchmal gibt es das bei arabischen Lebensmittelhändlern. Leider hatte ich diesmal kein Glück. Auch nicht auf dem berühmten Viktualienmarkt. Und dort finde ich ja normalerweise alles. Dafür habe ich Portulak gefunden, der auch sehr schön dazu passt.
Mein Tipp: Unbedingt frischen Knoblauch verwenden. Und wer ganz jungen Knoblauch findet, der wie Frühlingswiebeln aussieht, der kann gerne das Grün in fein hacken und zur Skordalia geben. Das gibt einen feinen und weniger aufdringlichen Knoblauchgeschmack Und die Knoblauchmenge? Das kommt auf den Geschmack an. Ich mag es sehr dezent.

 

Zutaten für 4 Personen

  • 700 g Kartoffeln (ergibt ca. 500 g geschälte Kartoffeln)
  • 2-3 frische Knoblauchzehen (Menge je nach Geschmack)
  • 3 EL Weißweinessig
  • 120 ml Olivenöl
  • Salz
  • frisch gemahlener schwarzer Pfeffer

 

1
Die Kartoffeln in Salzwasser weich kochen, abgießen und ausdampfen lassen. Noch heiß pellen. Nicht abkühlen lassen.

2
Den Knoblauch mit etwa 40 ml Olivenöl im Mixer pürieren. Alternativ den Knoblauch mit etwas Salz im Mörser zu einer sehr feinen Paste zerstampfen.

3
Die Kartoffeln noch heiß nach und nach mit dem Kartoffelstampfer oder einfach mit einer Gabel zerdrücken, bis keine Stückchen mehr zu sehen sind. Salz und Essig hinzufügen und unterheben. Den Knoblauch, bzw das Olivenöl-Knoblauch-Gemsich untermischen. Das restliche Olivenöl nach und nach mit dem Kartoffelstampfer oder mit der Gabel einarbeiten bis die Skordalia eine cremige Konsistenz hat. Mit Salz und Pfeffer und ggf. Essig abschmecken.

Als Dekoration habe ich Portulak verwendet.

 

Skordalia mit Kartoffeln und Knoblauch

 

Dazu passt Fisch, gebratenes Gemüse, Salat und natürlich zu allen Meze.

 

 

 

Autor: Zitronen und Olivenöl

Greek Foodblogger based in Germany

6 Kommentare zu “Skordalia – Kartoffel-Knoblauch-Creme

  1. Danke für diese Einführung in das, was mich morgen erwartet… lieben Gruß gerade aus Andros

    Gefällt 1 Person

  2. Dann werde ich die restlichen, im Keller ordentlich austreibenden Winterkartoffeln zu Skordalia verarbeiten und das spriessende Knoblauchgrün auf dem Balkon ein bisschen räubern. Wenn man nämlich im Herbst Knoblauchzehen in die Erde steckt, hat man mit ziemlich großer Wahrscheinlichkeit im Frühling das Grün🌱☺…
    Kann man statt Essig vielleicht auch Zitonensaft nehmen?
    Evcharisto poly für das schöne Rezept!

    Beatriki

    Gefällt 1 Person

  3. Fastenessen mit Schutz gegen Vampire…

    Gefällt mir

  4. Ich bin auf Diät gesetzt und darf nicht mehr so viel Fleisch essen und muss viel Blutgefäße „putzende“ Dinge (also unter Anderem Knoblauch) futtern. Daher hab ich mir gestern Rezepte mit Knoblauch raus gesucht und bin auch auf dieses hier gestoßen. Ich finde es gut, weil es ich bestimmt vorkochen und dann zum Mittag auf der Arbeit essen kann (auch wenn meine Kollegen sich vielleicht nicht so sehr darüber freuen). So kann ich am Vorabend für mein Mittag sorgen und es ist dann trotzdem noch lecker.

    Gefällt 1 Person

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