Zitronen und Olivenöl

Der Geschmack meiner griechischen Heimat – Ein griechischer Foodblog

Koulourakia – (Oster)kekse

19 Kommentare

 

Koulourakia - Griechische Osterkekse

κουλουράκια

Diese Kekse  schmecken nicht nur an Ostern. Wenn ich in Griechenland bin, sind Koulourakia mein Frühstück. Meine Mutter macht sie nie selbst, sondern kauft sie kiloweise bei einer kleinen Konditorei in der Nachbarschaft. Meine ersten eigenen Backversuche gingen schief. Koulourakia sind eher trocken, meine waren immer staubtrocken. Das ist kein Wunder, wenn ich mir die Rezepte anschaue, an denen ich mich damals abgearbeitet hatte. Beim Mehl blieb das Rezept sehr vage: „so viel wie der Teig braucht, um weich und elastisch zu werden“. Tja, unter weich und elastisch versteht jeder etwas anderes. Der Groschen fiel, als mir jemand die Konsistenz des Teiges zeigte. Seitdem schütte ich nicht mehr das komplette Mehl in den Teig, sondern mische es nach und nach unter und stoppe, sobald ich merke das der Teig nicht mehr an den Händen klebt..

Mittlerweile bin ich mit meinen Backergebnissen ganz zufrieden. Typisch für Koulourakia ist Orangensaft, am besten frisch gepresst. Ich habe mich heute für ein Rezept mit Butter entschieden. Lecker sind Koulourakia auch mit Olivenöl statt Butter. Das Mahlep könnt ihr auch weglassen, ich verbinde den Geschmack mit dem griechischen Osterfest und mag ihn sehr gerne. Heute war ich ziemlich experimentierfreudig und habe noch Tahini zum Teig gegeben. Vielleicht wurde er dadurch noch saftiger.

Koulourakia gibt es in unterschiedlichen Formen. Ich bevorzuge eine gedrehte Form, die ihr hier seht. Gerne wird auch ein S geformt oder ganz einfach kleine Ringe.

Koulourakia formen - kinderleicht

 

Zutaten 

  • 550 g Mehl
  • ein halber TL Natron
  • ein halber TL Backpulver
  • ein halber TL gemahlenen Mahlep (kann auch weggelassen werden)
  • Salz
  • 80 g Zucker
  • 2 EL selbst gemachten Vanillezucker (oder 100 g Zucker und 1 Päckchen Vanillezucker)
  • 150 g weiche Butter
  • 1 große Bio-Orange (davon die Schale und 60 ml Saft)
  • 30 ml Milch
  • 1 Ei
  • 1 EL Tahini (kann auch weggelassen werden
  • 1 Ei
  • Sesam

Einen Teil des Mehls mit dem Natron, dem Backpulver, dem Mahlep und dem Salz mischen. Die Schale der Orange abreiben und die Orange auspressen. Benötigt werden 60 ml Saft, so viel sollte aus einer großen Orange auszupressen sein. Ich kaufe zur Sicherheit meist zwei Orangen.

Den Zucker, den Vanillezucker und die weiche Butter ziemlich lange mit dem Handmixer rühren. So lange bis die Masse richtig weich und fluffig ist. Den Orangensaft, die Milch und das Ei hinzufügen und gut umrühren. Das Tahini ebenfalls untermixen.

Nun kommt die Mehlmischung portionsweise zur Buttermischung. Der Teig, der entstehen soll, soll ziemlich weich und elastisch sein und nicht an den Händen kleben. Er soll sich gut formen lassen. Deshalb kann es sein, dass nicht das komplette Mehl in den Teig muss. Also lieber das Mehl nach und nach unterkneten. Bei mir waren 550 g nötig.

Wenn der Teig fertig ist, kann der Ofen vorgeheizt werden auf 200 °. Ein Backblech mit Backpapier auslegen. Ein Ei mit etwas Wasser verquirlen und den Sesam bereitstellen.

Jetzt kommt der spaßige Teil: Die Koulourakia können geformt werden. Bei mir sind es 40 Stück geworden. Die Osterkekse vor dem Backen mit dem verquirlten Ei bepinseln und mit etwas Sesam bestreuen.

Bei 200 ° ca. 15-20 Minuten backen.

 

Koulourakia backen - griechische Osterkekse backen

Passt wunderbar zu Kaffee und Tee.

Koulourakia

Weitere Koulourakia-Rezepte:

Autor: Zitronen und Olivenöl

Greek Foodblogger based in Germany

19 Kommentare zu “Koulourakia – (Oster)kekse

  1. hachhhhhhhhhhh…. seufz…..
    Wenn ich bei dir lese, kann ich mein absolutes Traumland Hellas immer riechen, schmecken, hören, sehen und fühlen!
    Meine Sehnsucht ist unbändig und leider haben wir dieses Jahr noch nichts geplant. Das 1. Mal in 10 Jahren dass wir vielleicht nicht hinfliegen können.
    Aber ich folge dir hier dafür auf Schritt und Tritt und erfreue mich an deinen Rezepten. Vielen Dank dass du sie teilst, noch dazu in deutscher Sprache!

    Kalimera oli mera kai efxaristo poli 🙂

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    • Parakalo 🙂 Das freut mich. Wohin fährst Du denn immer?

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      • Kalimera! Stell dir vor, gestern haben wir doch noch eine Reise nach Griechenland optioniert!!!! Ich freu mich! Heute entscheidet sich, ob wir fliegen!
        Wir fliegen jedes Jahr nach Rhodos. Rhodos ist eine wunderschöne Insel! Wir waren aber auch schon einige Male auf Kreta und auch schon ein mal auf Kos. Ich will jede Insel sehen, lach, aber eine Hälfte meines Herzes ist auf Rhodos, die andere auf Kreta. Die Menschen dort sind einfach die freundlichsten und herzlichsten die wir kennen!
        Hast du mal meinen Blog über „Hommage an mein Griechenland“ gelesen? Dort liest du, wieso ich dein Heimatland so liebe!

        Filakia polla,
        Suse

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      • ich habe Deinen Beitrag gerade gelesen, Suse. Das klingt ja toll. Frohe Ostern, wünsche ich Dir.

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  2. Die schauen zum Anbeissen aus, ich kann den herrlich-süssen Duft förmlich durch den Bildschirm riechen 🙂 Besonders interessant finde ich die Verwendung von Tahini und Orangen im Rezept, das stelle ich mir äusserst lecker vor! Ich meine sogar, dass ich die Dinger vor zig Jahren im Griechenland-Urlaub sogar mal gegessen habe… kommen mir sehr bekannt vor, obwohl das auch nicht an Ostern war 😉

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  3. Da möchte ich bitte gerne eines oder zwei zum Probieren hier haben 🙂
    Tahini mit Orangensaft klingt interessant.

    lg Sina

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  4. Pingback: Koulourakia – Osterkekse | Zitronen und Olivenöl | lucullust

  5. Jepp, die dürfen wirklich nicht fehlen 😉
    Schöne Grüße aus Griechenland, wo wir gerade Ostern feiern ❤

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  6. hey hey,

    ich möchte dich gerne noch zu unserem Oster-Event auf unserer Foodblogger-Community Küchenplausch einladen.

    Das Event hat Thema „Ostern“ (http://www.kuechenplausch.de/events/cmviews/id/216) und du kannst gerne noch mit deinem österlichen Rezept teilnehmen.

    Ich würde mich freuen, wenn du dabei bist. Es gibt auch wie immer nette Preise zu gewinnen. 🙂

    Liebe Grüße
    Isabell

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  7. Oh, die mag ich auch sehr gern.

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  8. Pingback: “Zitronen und Olivenöl” – ein Koch- und Lese-Tipp » Kreta pur

  9. Hallo =) dein Rezept klingt super lecker und ich möchte es heute meiner griechischen schwiegerfamilie backen. Allerdings würde ich olivenöl benutzen und wollte fragen welche menge ich dazu brauche =)

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