Zitronen und Olivenöl

Der Geschmack meiner griechischen Heimat – Ein griechischer Foodblog


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Gekochter Zucchini-Salat

Gekochter Zucchini-Salat aus Griechenland

Vor ein paar Tagen bin ich von einem Griechenlandaufenthalt zurück. Die Erkenntnis: sieben Tage sind viel zu kurz, aber besser als gar nicht hinfliegen. Natürlich habe ich wieder den Koffer vollgepackt, das stelle ich euch in einem anderen Posting vor.

Gekocht habe ich nicht viel. Ich wurde schließlich bekocht 🙂 Manchmal war ich auch froh, wenn nicht so viel gekocht wurde, denn fast jeden Tag hat mir die Verwandtschaft frisch gepflückte Feigen vorbei gebracht. Die kennen die besten Bäume der Umgebung. Ich hätte mich eigentlich nur von Feigen und Wassermelonen ernähren können. Ja und auch von gebratenen Paprika und Zucchini und Wildkräutersalat und, und, und…

Zucchini mag ich am liebsten gebraten, diesmal haben wir keine gemacht. Meine Mutter weiß, dass ich die kleinen, zarten Mini-Zucchini ganz besonders mag und hat ein paar für mich gekauft – so etwa 2 Kilo! Ich esse sie am liebsten roh, was bei meinen Verwandten Kopfschütteln auslöst. Man kann daraus auch einen Salat aus gekochten Zucchini machen. Das ist leckerer Meze. Die Zucchini werden im ganzen gekocht und mit einer Zitronensaft-Olivenöl-Marinade serviert. Statt Zitronensaft kann man auch Weinessig nehmen. Diese edle Vorspeise kann man warm oder kalt essen. In Griechenland werden die Zucchini gerne weich gekocht. Bei mir haben sie noch etwas Biss.

Zutaten

  • 500 g Zucchini
  • 1 Zitrone
  • 4 EL Olivenöl
  • 1 TL Senf
  • Salz
  • frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
  • etwas Petersilie, Minze oder Dill

1.
Die Zucchini waschen, dabei den Stiel- und den Blütenansatz nicht entfernen. Die Zucchini würde sich sonst beim Kochen zu sehr mit Wasser vollsaugen. Das Wasser mit Meersalz in einem Topf zum Kochen bringen und die Zucchini ca. 8 Minuten köcheln lassen. In Griechenland würde man die Zucchini ziemlich weich kochen. Ich mag sie noch mit genügend Biss. Aus dem Wasser nehmen und den Blüten- und Stielansatz entfernen und in eine Schüssel geben. Wer möchte, kann die Zucchini in Scheiben schneiden oder ganz lassen.

Kleine helle Zucchini

2. 
Die Zitrone auspressen. Den Saft mit Olivenöl, Senf, Salz und Pfeffer zu einer Marinade verrühren. Über die Zucchini geben und etwas ziehen lassen. Vor dem Servieren mit den Kräutern bestreuen.

Weitere gekochte Salat

Und hier ist das Rezept für die Marinade Ladolemono


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Ladenia – die Schlichte aus Kimolos

Ladenia - griechischer Hefefladen mit Tomaten, Zwiebeln und Oregano

Heute nehme ich euch mit auf eine kulinarische Reise zu den Kykladen nach Kimolos. Diese Insel ist für seine Ladenia bekannt. Ladenia st ein Hefefladen, der mit Zwiebeln, Tomaten und Oregano belegt wird. Was für ein Duft, wenn diese Köstlichkeit aus dem Ofen kommt.

Der Name Ladenia leitet sich von Ladi, dem griechischem Wort für Öl. Gemeint ist mit Ladi hauptsächlich Olivenöl – was sonst. Und sowohl im Teig als auch auf dem Belag wird reichlich davon verwendet. Olivenöl wird im Winter hergestellt, wenn die Oliven die richtige Reife dafür haben. Den großen Auftritt hat für mich Olivenöl jedoch im Sommer, wenn es sehr verschwenderisch in Salaten oder Gemüsegerichten, den Ladera, verwendet wird. Auch bei dieser Pita wird nicht daran gespart, die Aromen des Olivenöls mischen sich mit den fruchtigen Tomaten und dem würzigen Oregano und katapultieren einen direkt in den Süden. Das Olivenöl sorgt für einen lockeren Teig, der schön saftig bleibt, und… für fettige Finger, wenn man das erste heiße und saftige Stück gleich aus dem Blech probiert.

Ganz klassisch wird die Ladenia oder auch Ladopita nur mit Zwiebeln, Tomaten und Oregano belegt. Wer möchte, kann auch Kapern verwenden, die ebenfalls zur griechischen Inselküche gehören, oder Oliven und Paprika.

Zutaten

Für den Teig:

  • 300 g Mehl
  • 150 g lauwarmes Wasser
  • ein halber Würfel frische Hefe
  • 1 TL Salz
  • 30 ml Olivenöl

Für den Belag:

  • 1 große rote (oder weiße) Zwiebel
  • 4 reife und feste Fleischtomaten
  • frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
  • 1 TL getrockneter Oregano
  • optional: etwas wilder Thymian
  • 1 TL grobes Meersalz
  • 30 ml Olivenöl

1.

Teig für Ladenia
Das Mehl in eine Schüssel geben. Das Salz hinzufügen, am besten am Rand. Die Hefe in 150 ml lauwarmem Wasser auflösen. Zum Mehl geben und 30 ml Olivenöl dazugeben. Zu einem weichen und elastischem Teig verkneten. Wenn der Teig zu fest ist, etwas Wasser hinzufügen. Klebt er zu sehr an den Händen, dann etwas mehr Mehl hinzufügen. Der Teig sollte nicht mehr an den Händen kleben. Den Teig zu einer Kugel formen, zudecken und ca 40 Minuten gehen lassen, bis er sich verdoppelt hat.

Aufgegangener Teig für Ladenia

2.
In der Zwischenzeit die Zwiebel halbieren und in dünne Scheiben schneiden. Die Stückchen mit den Händen voneinander lösen. Die Tomaten waschen und in Scheiben schneiden. Ein rundes Blech oder eine Springform von 28 cm Durchmesser mit Öl bestreichen, auch die Ränder. Den Ofen auf 180 ° vorheizen

3.
Tomaten, Ziwiebeln, Oregano - die Zutaten für Ladenia

Den aufgegangenen Teig mit den Händen in die Form drücken und dabei auch einen kleinen Rand formen. Die Oberfläche mit etwas Olivenöl bepinseln. Die Zwiebeln auf den Teig geben und mit etwas Meersalz würzen, dann die Tomatenscheiben fächerförmig darauflegen. Mit dem restlichen Salz, sowie dem Pfeffer dem Oregano und ggf. dem Thymian würzen und das restliche Olivenöl darüberträufeln. Die Ladenia ca. 40 bis 45 Minuten auf der mittleren Schiene backen.

Die Ladenia schmeckt sehr gut mit einem trockenen Weißwein, zum Beispiel einem Assyrtiko aus Santorin. Besonders gut schmeckt sie warm aus dem Ofen, aber auch kalt.

Griechische Inselküche - Ladenia aus Kimonos


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Tiganopsoma – Pitabrote aus der Pfanne

Pitabrote aus der Pfanne - Tiganopsoma

Tiganopsoma verbinde ich mit schnellem Essen. Immer wenn vom Pitateig etwas übrig war, hat meine Mutter die Reste mit Feta verknetet und entweder im Ofen gebacken oder kleine Fladen geformt und diese schnell in der Pfanne für uns gebacken. Dazu noch etwas Oregano darüber und die Brote wurden von uns im Stehen verputzt, sobald sie aus der Pfanne kamen.

Heute mache ich diese Tiganopsoma tatsächlich dann, wenn ich eigentlich gar keine Lust zum Kochen habe. Während der Teig geht, bereite ich einen Salat zu, meist aus ein paar Tomaten oder einen Blattsalat. Ich hole Oliven aus dem Schrank und vielleicht ein paar Peperoni. Dann lege ich etwas Feta auf einen Teller, beträufele ihn mit Olivenöl, gebe Oregano und getrocknete griechische Minze darüber. Zu guter Letzt müssen nur noch die Tiganopsoma gebraten werden und schon können wir essen. Das fühlt sich dann wie in einer winzig-kleinen griechischen Taverne an.

Diese Tiganopsoma kann zum Beispiel mit Feta füllen oder Kräuter in den Teig geben. Mir persönlich sind kleine Brote ohne Fetafüllung lieber, da ich den Schafskäse separat dazu reiche. Ich fülle oft nur die Hälfte des Teiges mit Feta, wenn überhaupt. Gerne mische ich getrocknete Kräuter wie Oregano oder Thymian in den Teig. Für eine süße Variante lasse ich die Kräuter weg und gebe anschließend Honig und Zimt über die noch warmen Brote.

Zutaten
für ca. 12 kleine oder 6 große Fladen

  • 1/4 Würfel frische Hefe
  • 150 ml lauwarmes Wasser
  • 300 g Mehl
  • 1 knapper TL Salz
  • 1 TL getrockneter Oregano oder Thymian (optional)
  • 100 g Feta (optional, um etwas die Hälfte der Brote damit zu füllen)
  • Mehl zum Ausrollen
  • Olivenöl oder ein anderes Öl zum Braten

1.
Die Hefe im lauwarmen Wasser auflösen und mit einem Esslöffel von dem Mehl verrühren. Zugedeckt etwa 15 Minuten stehen lassen. Die Hefe sollte Blasen gebildet haben.

2.
Das Salz und wer mag auch den Oregano zum Mehl geben die Flüssigkeit hinzufügen und alles gut verkneten. Ich mache das zuerst mit einem Löffel und dann mit den Händen. Wer eine Küchenmaschine hat, der kann natürlich dieser das Kneten überlassen. Ca. 5-8 Minuten kneten, bis ein weicher elastischer Teig entstanden ist, der nicht an den Händen klebt. Ist der Teig zu fest dann einfach etwas Wasser hinzufügen, ist der Teig zu feucht, dann noch etwas Mehl unterkneten.  Den Teig zudecken und ca. 30 Minuten oder länger gehen lassen.

3.
Nach der Gehzeit den Teig noch ein Mal durchkneten und in Portionen aufteilen. Für kleine Tigonapsoma von etwa 10 cm Durchmesser ca. 12 Portionen aufteilen. Für größere Brote entsprechend weniger. Jedes Bällchen auf etwas Mehl rund ausrollen. Für ungefüllte Tiganopsoma geht das ganz schnell.

4. 
Für gefüllte Tiganopsoma den Teig zu einem größeren Kreis ausrollen. Den Feta zerbröckeln und etwa eine großzügigen TL auf den Teig geben. Die Teigränder von allen Seiten nach innen klappen, so dass der Feta von Teig umhüllt ist. Mit dem Nudelholz platt drücken und mit etwas Mehl zu runden Fladen ausrollen.

5.
Das Öl in einer Pfanne erhitzen. Ich nehme tatsächlich gerade so viel Öl, dass der Boden knapp und vollständig bedeckt ist. Die Hitze leicht zurückschalten und die Pitabrote von beiden Seiten goldbraun ausbacken. Das dauert nur wenige Minuten. Damit die Oberfläche keine Blasen wirft, den Teig ein paar Mal mit einer Gabel einstechen, sobald ihr sie in die Pfanne gleiten lasst. Wenn man das nicht macht, dann bilden sich meist kleine Taschen und man kann die Pitabrote längs aufschneiden und füllen – auch lecker. Alternativ kann man diese leckeren Tiganopsoma auch auf den Grill werfen oder im Backofen backen.

Salzig
Dazu passt: Feta, Fetacreme, Keftedakia, Salat, Fleisch vom Grill oder aus der Pfanne, Melitzanosalata und marinierten Paprika.

Süß
Dazu passt: Honig und Zimt, Tahinomelo oder auch einfach nur etwas Tahini


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Spargel mit Zitronen-Olivenöl-Marinade

 

Spargel mit Zitronen-Olivenöl-Vinaigrette , griechischem Ladolemono

Es gibt wieder Spargel, endlich! Damit steht mehr oder weniger fest, was ich in den kommenden Wochen fast jeden zweiten Tag essen werde. Am liebsten esse ich den Spargel ganz einfach mit Ladolemono, der griechischen Zitronen-Olivenöl-Vinaigrette. Sie wird über Fisch und Fleisch geträufelt, über knackige Salate und eben gekochtem Gemüse wie Spargel. Zitronen und Olivenöl werden in der griechischen Küche dermaßen verschwenderisch verwendet – deshalb auch der Name für diesen Foodblog.

Salate aus gekochtem Gemüse sind in Griechenland oft Teil einer Mezeplatte oder kommen zu einer Hauptmahlzeit mit auf den Tisch. Für mich sind das oft mit etwas Brot schnelle Hauptgerichte, gerade wenn ich abends kaum Zeit zum Kochen habe. Sehr fein sind kleine Zucchini mit einer ganz hellen Schale, Broccoli, Wildkräuter, die mit dieser zitronigen Marinade angemacht sind. Das Ladolemono passt auch zu gebratenem oder gegrilltem Gemüse wie Zucchini.

Zutaten

  • 500 g Spargel (grünen oder weißen, der weiße sollte dünn sein)
  • 2 EL frisch gepresster Zitronensaft
  • 5 EL Olivenöl
  • Salz
  • frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
  • 1 Zweig frischer Oregano (oder andere Kräuter z.B.: Petersilie)

1.
Den Spargel schälen, die holzigen Enden abschneiden und in kochendem und gesalzenem Wasser in ca. 8 bis 10  Minuten bissfest garen.

2.
In der Zwischenzeit die Zitrone auspressen. Rollt man die Zitrone mit leichtem Druck ein paar mal über die Arbeitsfläche, geben sie mehr Saft ab. Den Oregano (oder andere Kräuter) waschen und fein hacken.

Zitronensaft-Olivenöl-Marinade

3. 
Für das Ladolemono den Zitronensaft mit dem Olivenöl in ein Schraubglas geben, verschließen und kräftig schütteln bis eine grüngelbe dickflüssige Marinade entstanden ist. Mit Salz und Pfeffer würzen und die Kräuter unterrühren.

Ladolemono - die griechische Olivenöl-Zitronen-Sauce

4. 
Den Spargel auf einen Teller anrichten und mit dem Ladolemono übergießen. Ein bisschen zielen lassen. Die Zitronen-Olivenöl-Mischung kann man übrigens ein paar Tage im Kühlschrank aufbewahren.


Aufgelesen – Neue Rubrik hier
Ich habe eine neue Rubrik auf dem Blog: In „Aufgelesen“ möchte ich über Spannendes aus Griechenland berichten das nur indirekt oder vielleicht auch gar nicht mit Rezepten und Essen zu tun hat. Den Anfang habe ich schon mit Lesetipp gemacht und ich freue mich auf eine Foodbox mit Spezialitäten von kleinen griechischen Erzeugern, die ich demnächst vorstellen werde.


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Arakas laderos – griechisches Erbsengemüse in Tomatensauce

Arakas Laderos - griechisches Erbsengemüse

Erbsen in Tomatensauce, klingt unspektakulär, oder? In Griechenland ist das ein komplettes Gericht, das mit viel Brot und Schafskäse gegessen wird. Es gehört zu den sogenannten „Ladera„. Die habe ich euch an vielen Stellen dieses Blogs schon vorgestellt. Ladera bedeutet „in Öl gekocht“ – in der griechischen Küche meinen wir mit Öl selbstverständlich Olivenöl. Was sonst. Ladero heißt aber auch „ohne Fleisch“. Bei diesen – meist veganen – Gerichten steht das Gemüse im Vordergrund. Gekocht wird mit reichlich gutem Olivenöl. Meist spielt eine Gemüsesorte die Hauptrolle, wie hier die Erbse. Auf die erstklassige Qualität aller Zutaten wird dabei großen Wert gelegt.

So stand ich am Münchner Viktualienmarkt vor meinem Lieblings-Gemüsehändler, ein grantig aussehender Bayer, der aber total nett ist. Ich versuchte gemeinsam mit ihm herauszufinden, wie viele Erbsenschoten ca. 500 g Erbsen ergeben. Gar nicht so einfach. Ich bin mit einer riesigen Tüte Erbsenschoten nach Hause gegangen, etwa 1 Kilo. Ich hatte Glück, die Erbsen waren erstklassig, trotz Naschen beim Palen habe ich ca. 500 g Erbsen erhalten. Es lohnt sich übrigens frische Erbsen für dieses Rezept zu verwenden. Mit tiefgekühlten Erbsen geht das natürlich schneller.

Araras - Erbsen palen

Diesen Araka gibt es auch in einer nicht-vegetarischen Variante. Dabei wird das Fleisch zuerst im Topf fast gar geschmort, bevor das Gemüse hinzukommt und das Gericht fertig gart. In den meisten griechischen Rezepten werdet ihr übrigens viel Dill dazu als Zutat finden. Wer Dill gerne mag, der sollte auch diesen anstatt Minze oder Petersilie verwenden. Ich bin jedoch kein großer Dillfan und bevorzuge Minze und Petersilie dazu. Und im Sommer könnt ihr natürlich frische Tomaten nehmen und selbst pürieren statt die passierten aus der Dose zu verwenden.

Beim Olivenöl spare ich immer etwas. Wer möchte verdoppelt die Menge. Schaden tut das nicht. Allerdings sollte es ein erstklassiges extra-natives Olivenöl sein. Davon gebe ich am Tisch gerne ein Schuss über alle Ladera.

Zutaten für 4 Portionen

  • 1 – 1,2 kg frische Erbsen in der Schote (ergibt ca. 500 g gepalte Erbsen). Ersatzweise TK-Erbsen.
  • 4 EL Olivenöl
  • 3 Karotten
  • 3 Kartoffeln
  • 1 Zwiebel
  • 1 Knoblauchzehe
  • 1 EL Tomatenmark
  • 250 ml passierte Tomaten
  • Salz
  • schwarzer Pfeffer
  • Paprikapulver
  • 1 TL Thrymba oder Thymian
  • 1 TL getrocknete (griechische Minze)
  • 3 Frühlingszwiebeln
  • ein paar Stängel Petersilie
  • 2 Stängel frische Minze

1.
Die Erbsen aus den Schoten befreien und möglichst wenig dabei naschen. Die Zwiebel in Würfel schneiden, Die Karotten schälen und in Scheiben schneiden. Die geschälten Kartoffeln in nicht zu kleine Würfel schneiden. Den Knoblauch ebenfalls würfeln. Die Erbsen waschen und abtropfen lassen.

2. 
Das Olivenöl in einem Topf erhitzen und die Zwiebelwürfel mit den Karotten ein paar Minuten bei milder Hitze anbraten. Die Kartoffeln, die Erbsen und den Knoblauch hinzufügen. Das Tomatenmark dazugeben, unterrühren und kurz mit anbraten. Die passierten Tomaten zusammen mit ca. 250 -300 ml Wasser hinzufügen. Das Gemüse sollte gut mit Wasser bedeckt sein. Mit Salz, frisch gemahlenem schwarzen Pfeffer, Paprikapulver und den trockenen Kräutern würzen.

3.
Das Erbsengemüse bei geschlossenem Deckel sanft köcheln lassen. In der Zwischenzeit die Frühlingszwiebeln putzen und in Ringe scheiden. Und die frischen Kräuter waschen und klein scheiden.
Die Frühlingszwiebeln nach ca. 15 Minuten zum Gericht geben und weitere 5-10 Minuten bei offenem Deckel weiterköcheln lassen. So verkochen sie nicht. Die frischen Kräuter untermischen. Das Gemüse sollte jetzt gar sein und die Tomatensauce sämig eingekocht sein. Zum Servieren noch einen Schuss Olivenöl über den Araka geben. Dazu passt frisches Brot und Schafskäse.


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Spanakorizo – Zitroniger griechischer Spinatreis

Spanakorizo - griechischer Spinatreis

Spanakorizo ist ein schlichtes und doch elegantes griechisches Reisgericht. Für mich ist es ein perfektes Frühlingsgericht, wenn es wieder frischen Spinat gibt. Dann fülle ich eine riesige Tüte mit Gartenspinat bei meinem Gemüsehändler. Und wenn ich beim Anblick der Menge denke, „viel zu viel“, dann packe ich noch eine großzügige Handvoll dazu. Zu wenig Spinat sollte es nämlich nicht sein.

Für diesen Spinatreis braucht es außerdem nur noch Reis, Zitrone und Kräuter wie zum Beispiel Dill, Minze und Petersilie passen aber auch sehr gut dazu. Beim Reis ist die Sorte eigentlich egal. Ich verwende besonders gerne Risotto-Reis, den ich vorher gründlich unter fließendem Wasser spüle. Das Ergebnis ist nämlich kein sämiges Risotto, sondern ein lockerer Reis. Deshalb passt auch Langkornreis ganz gut dazu. In machen Regionen Griechenlands wird das Spanakorizo mit passierten Tomaten gekocht. Ebenfalls eine leckere Variante.

Wenn ich Babyspinat finde oder der Gartenspinat besonders zart ist, dann koche ich den Reis fast gar und gebe den Spinat erst ein paar Minuten vor Ende der Garzeit dazu. So verkocht er nicht zu sehr. Ein Muss bei diesem Klassiker ist viel Zitronensaft und ein gutes Olivenöl, das großzügig über das fertige Gericht kommt.

Für ca. 3 Personen

  • ca. 500 g frischer Spinat (geputzt ca. 400 g)
  • 1 große rote Zwiebel
  • 2 Knoblauchzehen
  • 3 EL Olivenöl (wer mag auch etwas mehr)
  • 150 g Risottoreis (alternativ Langkornreis)
  • 3 Frühlingszwiebeln
  • 1 Bio-Zitrone
  • Salz
  • frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
  • 5 Zweige frischer Dill
  • Noch mehr Olivenöl und Zitronensaft zum Servieren

1.
Beim Spinat die dicken Stängel abscheiden, sorgfältig waschen und abtropfen lassen. Die Zwiebel und den Knoblauch schälen und in feine Würfel schneiden. Die Frühlingszwiebel in feine Ringe schneiden. Den Reis unter fließendem Wasser waschen bis das Wasser klar wird. Beim Langkornreis verzichte ich auf das Waschen.

2.
Das Olivenöl in einem großen Topf erhitzen und die Zwiebelwürfel bei mittlerer Hitze langsam glasig dünsten. Den Knoblauch hinzufügen und ebenfalls kurz dünsten. Nun den Reis zu den Zwiebeln geben und ein paar Minuten im Olivenöl dünsten.

3. 
Den Spinat portionsweise zum Reis geben und zusammenfallen lassen. Der Spinat gibt dabei Flüssigkeit ab. Die Frühlingszwiebel hinzufügen, salzen und pfeffern. So viel Wasser hinzufügen, bis das Gericht knapp bedeckt ist. Die Zitrone heiß waschen und ca ein Viertel der Schale fein reiben. Zum Spinatreis geben und vorsichtig umrühren. Bei mittlerer Hitze zugedeckt sanft köcheln lassen bis der Reis die komplette Flüssigkeit aufgenommen hat und gar ist. Dabei nur wenn unbedingt nötig umrühren, noch besser kurz am Topf rütteln.

4.
Die Zitrone auspressen und den Saft kurz vor Ende der Garzeit zum Reis geben. Den Dill waschen fein hacken und unter den Reis mischen.

5.
Mit Zitronensaft und frischem Dill servieren. Und unbedingt noch einen guten Schuss Olivenöl über das Spanakorizo geben. Schmeckt warm, lauwarm und kalt. Ich esse es gerne solo als Hauptgericht es passt natürlich auch wunderbar zu Fisch und Fleisch.

Noch mehr griechische Rezepte mit Reis und Gemüse


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Krasokouloura – Koulourakia mit Rotwein

Krasokouloura - griechische Wein-Koulourakia

 

Wenn ich in Griechenland bin dann gibt es fast nie griechischen Kaffee ohne Koulourakia für mich. Selbst bei 40 Grad im Schatten suche ich im Schrank meiner Mutter nach meinen Lieblingssorten. Nur Willensstärke (wozu?) und leere Küchenschränke zwingen mich meinen Kaffee „trocken“ zu trinken. Letzteres wird mir jedoch bei meiner Mutter niemals passieren. Sie hat meist mehrere Sorten von ihren Lieblingskonditoreien vorrätig, für Gäste natürlich. Und da meine Mutter alle Fastentage der griechisch-orthodoxen Kirche sehr streng einhält, hat sie auch immer eine Auswahl an „nistisima Koulourakia“ im Haus.

Diese Krasokouloura sind für die Fastenzeit geeignet, denn sie werden ohne Butter und ohne Eier gebacken. Dafür kommt Rotwein in den Teig, der für viel Aroma und eine dunkle Farbe sorgt. Schnell gebacken sind sie auch, deshalb mache ich sie relativ häufig. In diesem Rezept verwende ich nicht so viel Zucker, daher ist dieses Gebäck nicht besonders süß. Wer sie süßer haben möchte, der muss etwas mehr Zucker nehmen. Wer auf Alkohol verzichten möchte, der nimmt frisch gepressten Orangensaft.

 

Für ca. 24 Stück

  • 80 ml Olivenöl
  • 130 ml Rotwein (Weißwein geht auch)
  • 100 g Zucker
  • 2 TL Vanillezucker (selbstgemacht oder Bourbon-Vanillezucker)
  • 1 TL Zimt
  • 1 großzügige Prise frisch gemahlener Muskat
  • Schale von einer halben Bio-Orange
  • 1 Prise Salz
  • 350 g – 400 g Mehl
  • 1 TL Backpulver
  • 100 g ungeschälter Sesam (geschälter geht auch)

1.
Das Olivenöl mit der Zucker, dem Vanillezucker und dem Wein gut verrühren. Zimt, Muskat, geriebene Orangenschale und Salz hinzufügen. Etwa zwei Drittel des Mehls mit dem Backpulver mischen und portionsweise zu den flüssigen Zutaten geben. Nur so viel Mehl hinzufügen bis ein glatter, sehr weicher und formbarer Teig entstanden ist. Er darf noch ganz leicht an den Händen kleben. Aus diesem Grund gebe ich das Backpulver nicht zur kompletten Mehlmenge. Kurz ruhen lassen.

2.
Den Backofen auf 200 ° vorheizen. Ein Backblech mit Backpapier auslegen. Den Sesam in eine flache Schüssel oder einen Teller geben. Die Arbeitsfläche leicht mit Öl bepinseln, so lässt sich der Teig besser formen und der Sesam haftet besser am Gebäck.

3.
Nun geht es ans Formen der Koulourakia. Dazu eine kleine Portion, so groß wie eine Walnuss, vom Teig nehmen und kleine Stangen formen. Im Sesam wälzen.

4.
Mit etwas Abstand auf das Backblech legen und ca. 25 – 30 Minuten backen. Passt perfekt zum Kaffee oder Cappuccino, vor allem zum Tunken in griechischen Kaffee.

Noch mehr Koulourakia-Rezepte:

Frohe Ostern wünsche ich euch!


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Revithada – Zitroniger Kichererbseneintopf

Revithada mit Zitrone Orange und frischem Oregano

Kichererbsen habe ich erst sehr spät in der griechischen Küche kennengelernt. Lange Zeit hatte ich sie nur mit der indischen oder arabischen Küche in Verbindung gebracht. Als Kind kann ich mich nicht daran erinnern, jemals eine Kichererbsensuppe bekommen zu haben. Kichererbsen kannte ich nur als „Stragalia“, die meine Eltern oft aus Griechenland als Knabberzeug mitgebracht haben.

Dabei sind Kichererbsen – wie eigentlich alle Hülsenfrüchte – in Griechenland sehr beliebt und alltäglich. Besonders auf den kargen Inseln der Ägäis findet man viele Gerichte mit Kichererbsen, z.B.: Salate, Bratlinge wie Revithokeftedes und eben diese Revithada. Hier wurden schon immer genügsame Hülsenfrüchte angebaut, die den klimatischen Bedingungen trotzen und bis heute sehr regelmäßig auf den Tisch kommen.

Diese vegane Suppe, na ja eigentlich eher Eintopf, passt auch gut in die Fastenzeit. Für die ganz schlichte Version wie diese hier braucht es nur sehr gutes Olivenöl, Zitrone und Kräuter. Und ein bisschen Zeit, denn am besten schmeckt Revithada mit Kichererbsen, die über Nacht eingeweicht wurden und mit genügend Zeit im Ofen gebacken wurden. Traditionell kommen dafür Tontöpfe zum Einsatz, die in den heißen Stein- oder Holzöfen kommen.

Eine kleine Extravaganz ist in dieser Version die Orangenschale, die diesem einfachen Gericht ein tolles Aroma gibt. Wer gerne Dill mag, kann ihn hier übrigens auch sehr verschwenderisch verwenden.

Zutaten für 2-3 Portionen

Zum Einweichen der Kichererbsen:

  • 250 g trockene Kichererbsen
  • 2 TL grobes Meersalz
  • 1 TL Natron

Zum Kochen

  • 1 große rote Zwiebel
    Zugegeben, die Farbe verschwindet beim Backen, sie schmecken jedoch gut. Nehmt, was ihr habt
  • 1 Knoblauchzehe
  • 1-2 Zweige Rosmarin
  • 2 Lorbeerblätter
  • 1 TL getrockneter Oregano
  • 1 Bio-Zitrone
  • 1 Bio-Orange
  • 50 ml Olivenöl
  • grobes Meersalz
  • frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
  • 2-3 Frühlingszwiebeln
  • frischer Oregano zum Servieren und noch mehr Zitronensaft

1.
Die Kichererbsen am besten über Nacht in kaltem Wasser einweichen. Ins Wasser kommt etwas Salz und Natron und darin sollten die Hülsenfrüchte mindestens 6 bis 8 Stunden bleiben. Das verkürzt später die Garzeit. Danach die Kichererbsen in ein Sieb geben und gründlich unter fließendem Wasser abspülen.

Eingeweichte Kichererbsen

2.
Den Ofen auf 200 ° vorheizen. Die Kichererbsen in eine Auflaufform geben. Wenn die Auflaufform einen Deckel hat ist das prima ansonsten könnt ihr gleich ein Stück Alufolie zum Bedecken vorbereiten.

3.
Die Zwiebel schälen und in Ringe schneiden, Knoblauch in Scheiben schneiden. Beides zu den Kichererbsen geben. Alle Gewürze, also Rosmarin, Oregano, Lorbeerblätter, Salz und Pfeffer ebenfalls dazu geben.

4.
Von der Zitrone und der Orange etwa die Hälfte der Schale abschneiden und dazugeben. Den Saft von beiden Früchten auspressen und ebenfalls zu den Kichererbsen gießen. Das Olivenöl dazugeben und das Gericht mit Wasser bedecken. Bei mir waren es ca. 300 ml Wasser.

Griechischer Kichererbseneintopf

5.
Deckel drauf, bzw. die Alufolie und für ca. 1 Stunde im Ofen backen.  Zwischendurch immer mal wieder prüfen. ob noch Flüssigkeit fehlt. Nach etwas einer Stunde sollten die Kichererbsen schon fast gar sein und noch ein kleiner Rest von der Flüssigkeit vorhanden sein.  Die Frühlingszwiebel putzen und in Ringe schneiden und mit den Kichererbsen vermischen. Für weitere 30 – 40 Minuten ohne Deckel backen, bis die Kichererbsen weich sind und die Flüssigkeit fast komplett aufgenommen haben. Es kann natürlich sein, dass die Kichererbsen länger brauchen, bis sie gar sind. Dann solltet ihr immer wieder prüfen, ob genug Flüssigkeit vorhanden ist.

6.
Zum Servieren passen frische Kräuter wie Oregano, den ich am liebsten dazu mag oder auch Petersilie, Dill, etc. Ein Schuss gutes Olivenöl rundet das Ganze ab… und nicht vergessen noch etwas Zitrone auf den Tisch zu stellen, für alle Zitronenliebhaber wie mich.

Und dazu passt auch eine einfache Fetacreme aus Schafskäse und griechischem Joghurt, einfach den Käse zerbröckeln und mit der gleichen Menge Joghurt zu einer Creme rühren.

Hier gibt es noch mehr griechische Rezepte mit Hülsenfrüchten.


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Rezepte für die griechische Fastenzeit

Rezepte für die griechische Fastenzeit

Kommenden Montag ist in diesem Jahr „Kathara Deftera“, der saubere Montag oder der griechische Rosenmontag. Er läutet die große Fastenzeit vor dem griechischen Osterfest ein, die auch Megali Sarakosti genannt wird. Die Vorbereitungen für die längste Fastenzeit der griechisch-orthodoxen Kirche haben jedoch schon vor zwei Wochen begonnen: Tsiknopempti wird der Donnerstag genannt, an dem in Griechenland der Abschied vom Fleischgenuss für die kommenden sieben Wochen regelrecht gefeiert wird – es wird gegrillt und gebraten was das Zeug hält. Grillrauch überall, was auch den Namen dieses Tages erklärt, Tsiknos ist die Bezeichnung für Rauch. Darauf folgt die Woche der Tirinis, jetzt stehen Milch, Käse und Eier im Vordergrund bevor die Fastenden auch darauf bis Ostern verzichten.

An den sieben Fastenwochen bis Ostern wird also auf Fleisch, Milch und Eier komplett verzichtet. Mittwochs und Freitags verzichten streng Fastende auch auf das allgegenwärtige Olivenöl. Im Gegensatz zu einer veganen Ernährung ist die griechische Fastenzeit jedoch nicht komplett tierfrei. Honig ist erlaubt und Meeresfrüchte wie Muscheln und Krabben, die kein Blut aufweisen, genauso wie Schnecken.

An Kithara Deftera gehen die meisten in Griechenland raus und machen Picknick, lassen Drachen steigen und beginnen recht ausgelassen die lange Fastenzeit. Das typische Fladenbrot, die Lagana wird jetzt gegessen z.B. mit Taramas und Auberginencreme.

Was wird sonst gegessen?

Hier habe ich euch griechische Fastenrezepte zusammengestellt

Kali Orexi & Kali Sarakosti

KALT

WARM

 

SÜSS

Und… ein Herzenswunsch von mir:
Hilfe für die Menschen in Idomeni, zum Beispiel bei Ärzte ohne Grenzen


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Pasteli – Sesam-Honig-Riegel mit Orangenaroma

Pasteli, griechischer Sesam-Honig-Reigel

Παστέλι

Sesam mag ich sehr, deshalb finde ich das Pasteli klasse: so lässt sich Sesam doch am besten essen. Pasteli besteht aus Sesam mit Honig oder auch anderen Nüssen, wie Pistazien aus Ägina oder auch Erdnüssen. Sesam wurde übrigens in Griechenland bis in die 80 er Jahre noch in nennenswerten Größen angebaut. Mit dem EU-Beitritt und den fehlenden Agrarsubventionen für Sesam ist die Produktion sehr stark zurückgegangen. Sesam wird trotzdem ziemlich häufig verwendet in süßem und herzhaftem Gebäck oder auch in einer Sesampita.

Pasteli besteht aus wenigen Zutaten: Sesam oder Nüsse, Honig und eventuell auch Zucker. Auf den Zucker kann man jedoch verzichten, denn je höher der Zuckeranteil, desto härter wird das Pasteli. Und je stärker der Honig bzw. die Honig-Zucker-Mischung kocht, desto härter wird die Masse später.

Vor ein paar Jahren hätte ich nicht gedacht, dass ich mich an Pasteli wage – es geht schnell ist kinderleicht und man kann je nach Laune aromatisieren mit Zimt, Zitronenschale oder wie hier mit Orangenschale.

Zutaten für 25 recht große Stücke

  • 500 g ungeschälten Sesam
  • 400 g Honig (Blütenhonig oder auch ein aromatischer Thymianhonig)
  • geriebene Schale von 1 Bio-Orange
  • etwas Sesamöl (oder ein anderes Öl) zum Einfetten und Bestreichen
  • Backpapier

Ein Backpapier auf einem Backblech auslegen und mit etwas Sesamöl bestreichen.

Zunächst den Sesam rösten: Ich mache das in einem Topf ohne Fett bei mittlerer Hitze. Ist die Hitze zu hoch, dann springt der Sesam gerne. Deshalb nehme ich gerne einen beschichteten Topf statt einer Pfanne. Den Sesam so lange unter ständigem Rühren rösten, bis er leicht goldgelb ist und schön duftet. Sofort in eine Schüssel umfüllen, damit er nicht anbrennt. Alternativ kann man den Sesam auch im Backofen bei mittlerer Hitze ca. 10 Minuten rösten.

Den Honig in einen großen Topf füllen, die geriebene Orangenschale hinzufügen und erhitzen. Zum Köcheln bringen und unter ständigem Rühren bei mittlerer Hitze ca. 4 Minuten köcheln. Dann den Sesam hinzufügen und gut umrühren, damit sich alles schön verbindet. Nach ca. 1 Minute vom Herd nehmen.

Pastelimasse kühlt ab

Die Masse auf das mit Öl bepinselte Backpapier streichen. Da die Masse klebrig ist, hilft es, wenn der Löffel mit Öl bestrichen wird. Wenn es nicht mehr ganz heiß ist, die Hände mit Wasser anfeuchten und das Pasteli glattdrücken und zu einem Rechteck oder Quadrat formen. Die Pastelimasse mit etwas Sesamöl bestreichen und ein zweites Backpapier darüberlegen. Nun mit einem Nudelholz ca. 5 mm ausrollen und die Oberfläche glattstreichen. Ich habe es etwas zu dick ausgerollt. Das obere Backpapier entfernen und etwas auskühlen lassen.

Frisch geschnitten: Pasteli aus Sesam und Honig

Wenn es etwas abgekühlt ist, kann man es scheiden. Aber nicht zu lange damit warten, sonst wird Schneiden knifflig. Dazu das Messer mit Sesamöl einreiben. Einfach in die gewünschte Form schneiden, z.B. Quadrate, Rauten oder Dreiecke.

Honig-Sesam-Riegel aus Griechenland - Pasteli

Und wer keinen hinter sich stehen hat, der schon beim Scheiden anfängt Stücke zu stibitzen, der schafft es die Stücke auch gleich groß zu schneiden.