Zitronen und Olivenöl

Der Geschmack meiner griechischen Heimat – Ein griechischer Foodblog


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Gefüllte Paprika oder gemistes Piperies oder hallo Sommer

Auf die griechische Art: Gefüllte Paprika und Tomaten mit Reis und Hackfleisch

Gemistes Piperies – als ich mit meinem Blog vor drei Jahren online ging stand dieses Gericht ganz oben auf meiner Liste. Ein typisches Sommergericht, denn wirklich kein Sommer vergeht ohne Gemistes. Und obwohl ich in den letzten drei Sommern immer wieder Paprika gefüllt und in den Ofen geschoben habe, habe ich das Rezept trotzdem nicht verbloggt. Entweder hatte ich vergessen zu fotografieren (oder die Fotos fand ich einfach schlecht) oder ich habe erst beim Verputzen der letzten Paprika daran gedacht, oder, oder, oder. Außerdem koche ich dieses Rezept, ohne groß auf die Mengen zu achten.  Im Nachhinein fällt es mir schwer, mich an die Mengenverhältnisse zu erinnern. Mal sind es mehr mal weniger Paprika, mal nur zwei Tomaten mal vier, mal gar keine. Je nachdem, was ich auf dem Markt gefunden habe …  Das könnt ihr auch auf den Bildern erkennen …

Gefüllte Paprika und Tomaten auf griechisch

Als Kinder haben mein Bruder und ich die Paprika verschmäht und nur die Füllung und die Kartoffeln gegessen. Meine Mutter füllt das Gemüse immer mit einer Reis-Hackfleisch-Füllung. Und genau dieses Rezept wollte ich hier auf dem Blog vorstellen. Es gibt jedoch eine vegane Variante ohne Fleisch in der Füllung, in Griechenland wird diese vegane Variante „orfana“ genannt, was verwaist heißt. Für beide Varianten ist viel frische und getrocknete Minze (Diosmos) unerlässlich. Der griechische kleimblättrige Diosmos gehört einfach dazu. Deshalb verwende ich neben frischer Minze immer auch getrockneten Diosmos. Den könnt ihr natürlich durch Minze ersetzen.

Ideal zum Füllen sind die hellgrünen dünnwandigen Paprika, die man beim griechischen oder türkischen Gemüsehändler bekommt. Man kann natürlich auch andere Paprika verwenden, zum Beispiel grüne oder rote Spitzpaprika und zur Not (meinetwegen) auch die normalen Paprika… Das mache ich aber nie. Gemistes Piperies gibt es bei mir nur, wenn ich die richtigen Paprika gefunden habe.

Zutaten für 4 Personen

  • 500 g grüne Paprika, 10 – 12 Stück (z.B.: Dolma aus dem türkischen Laden)
  • 4 größere Fleischtomaten
  • 1 Zwiebel
  • 1 Knoblauchzehe
  • 2 EL Olivenöl
  • 300 g gemischtes Hackfleisch
  • ca. 180 g Rundkornreis (1 EL Rundkornreis je zu füllendes Gemüse)
  • 2 Frühlingszwiebeln
  • 1 Bund Petersilie
  • halbes Bund Minze
  • 2 TL getrocknete Minze (Diosmos)
  • Salz
  • Pfeffer
  • 1 TL Zucker
  • 3 – 4 Kartoffeln
  • noch etwas mehr Olivenöl (3-4 EL)

1.
Die Paprika waschen und einen Deckel schneiden. Ich verwende den Deckel später nicht immer. Meist schneide ich den Stielansatz ganz knapp rundherum aus. Das macht mehr Mühe beim Entfernen der Samen und beim späteren Füllen, aber so kenne ich es nun Mal seit Jahrzehnten. In jedem Fall die Samen der Paprika entfernen. Mit einem Messer im unteren Bereich die Paprika einritzen. Auf dem Bild könnt ihr das erkennen. So kann der Reis besser im Ofen garen. Die Paprika mit den oder ohne Deckelchen beiseitelegen.

Paprika einschieben

2. 
Drei der Tomaten werden zum Füllen verwendet. Die gewaschenen Tomaten mit dem Stielansatz nach unten auf die Arbeitsfläche legen und auf der runden Seite einen Deckel schneiden. Mit einem Löffel nun die Tomaten aushöhlen und Fruchtfleisch und Tomatensaft in eine Schüssel geben. Die Tomaten mit den Deckel ebenfalls zur Seite stellen. Die letzte Tomate leicht einritzen und mit kochendem Wasser überbrühen. So lässt sich die Schale besser entfernen. Das Fruchtfleisch zusammen mit dem ausgehöhltem Tomatenstücken pürieren. Bei mir waren es ca. 400 ml Tomatensaft, der auf diese Weise entstanden ist.

Paprika und Tomaten zum Füllen

3.
Die Zwiebel und den Knoblauch fein würfeln. Das Olivenöl in einem Topf erhitzen und die Zwiebeln darin glasig dünsten. Den Knoblauch und das Hackfleisch hinzufügen und dieses krümelig anbraten. Den Reis waschen, abtropfen lassen und zum Hackfleisch geben. Den Tomatensaft hinzufügen und noch etwa 150 ml Wasser hinzufügen. Mit Salz, Pfeffer und der getrockneten Minze würzen. Die Hitze zurückschalten und den Reis sanft köcheln lassen bis nur noch ein kleiner Rest Flüssigkeit im Topf ist. Der Reis ist noch nicht ganz gar.

4.
Solange die Füllung köchelt, die Kräuter waschen und hacken und die Frühlingszwiebel putzen und in Ringe schneiden. Alles zur Füllung geben und nochmal abschmecken. Den Ofen vorheizen auf 180 °.

Füllung für Paprika

5. 
Die Paprika und die Tomaten füllen, nicht ganz bis zum Rand, da der Reis noch weiter quellen wird. Mit dem jeweils passenden Deckel verschließen (oder auch nicht). Alles nebeneinander in eine ofenfeste Form geben. Wenn noch Füllung übrig bleibt, dann kann man diese mit in die Form geben. Ich mache das aber nicht und gare sie einfach im Topf fertig.

6. 
Die Kartoffeln schälen und in Achtel scheiden und zwischen das Gemüse geben. Den Topf mit etwa 150 ml Wasser ausspülen und über das gefüllte Gemüse geben. Darüber kommt ein großzügiger Schwung Olivenöl.

Gemistes Piperies

7.
Die Gemistes ca. 50 Minuten bei 180 ° backen. Dabei die Paprika zwei Mal seitlich wenden, damit auch die  Seiten gebacken werden.

gefuellte-paprika-griechisch

Gemista kann man übrigen auch mit Zucchini, Auberginen, Kartoffeln und Zwiebeln machen. Es gibt wahrscheinlich so viele Varianten wie es griechische Haushalte gibt. Viele bevorzugen die vegane Variante ohne Fleisch. Manche ergänzen die Füllung mit anderem Gemüse. Meine Patentante zum Beispiel mischt Auberginenstücke und Zucchini in die Füllung. Was der Sommer und der Garten an Gemüse hergibt wird zu Gemista verarbeitet.


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Vegetarisches Giouvetsi mit wildem Thymian und Kefalotiri

Vegetarisches Giouvetsi mit Kefalotiri

 

Γιουβέτσι με λαχανικά – Juvetsi me lachanika

Das am häufigsten aufgerufene Rezept auf meinem Blog ist das Giouvetsi mit Fleisch und immer wieder werde ich nach einer vegetarischen Variante gefragt. Nun, hier ist es. Und wer den Käse weglässt, der hat sogar ein veganes Giouvetsi.

Giouvetsi ist die Bezeichnung für einen Tontopf, in dem das Gericht gart, beim mir ist es eine normale Auflaufform. Typisch für Giouvetsi sind die kleinen Nudeln, die wie Reiskörner aussehen, Kritharaki. Wer diese nicht findet, kann sie durch kleine Makkaroni ersetzen. Die trockenen Nudeln kommen mit der würzigen Sauce in den Backofen und saugen sich beim Backen mit der Sauce voll.

Für das vegetarische Giouvetsi kann man alles nehmen, was das Gemüsefach und der Kühlschrank so hergibt. Im Sommer nehme ich gerne Auberginen, die richtig viel Sonne getankt haben, Zucchini, Paprika und für die Sauce natürlich frische vollreife Tomaten statt passierten. Und auch bei den Kräutern variere ich immer wieder: Oregano, Rosmarin, Salbei, Petersilie, etc. Diesmal habe ich wilden Thymian vom Peloponnes genommen. Er würzt sehr intensiv und hat ein tolles Aroma.

Wer mag, kann das Giouvetsi kurz bevor es fertig ist, überbacken. Ich bevorzuge den Käse jedoch separat und streue in am Tisch über das Gericht. Verwendet habe ich einen ganz tollen griechischen Käse, Kefalotiri. Den habe ich vor zwei Monaten vergeblich in München gesucht und kurz vor Weihnachten finde ich ihn zufällig in einem portugiesischen Geschäft…

Kefalotiri wird meist aus Schafs- und Ziegenmilch hergestellt und hat dadurch eine hellgelbe Farbe. Im Geschmack ist er würzig, leicht salzig aber nicht aufdringlich. Perfekt für ein Giouvetsi oder einfach zu Nudeln mit Öl. Da er beim Grillen seine Form behält wird er gerne auch für Saganaki verwendet. Müsst ihr das nächste Mal unbedingt beim Griechen probieren.

Zutaten für 4-5 Personen

  • 250 g Kritharaki
  • 1 rote Zwiebel
  • 1 Knoblauchzehe
  • 1 großer Zucchino
  • 2 Karotten
  • 2 Spitzpaprika
  • 2 Frühlingszwiebeln
  • 200 g Chamipignons
  • 2 EL Olivenöl plus 1 TL
  • 2 TL wilder Thymian (bzw. normaler Thymian oder Oregano)
  • 2 EL Tomatenmark
  • 300 ml passierte Tomaten
  • Salz
  • frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
  • mildes Paprikapulver, z.B. geräuchertes
  • etwas Petersilie
  • Kefalotiri zum Darüberreiben oder ein anderer Hartkäse wie z.B. Parmesan oder Kefalograviera

1.
Etwas Olivenöl, ca. 1 TL, in einer Pfanne heiß werden lassen und das Kritharaki darin ca. 1 Minute rösten. Das verhindert später, dass die Nudeln aneinander kleben. Das Kritharaki in eine Auflaufform geben.

2.
Die Zwiebel und die Knoblauchzehe würfeln. Die Paprika putzen und in Streifen schneiden. Die Champignons putzen und vierteln. Die Zucchini und die Karotten in Scheiben schneiden. Das Olivenöl in einer Pfanne geben und zunächst die Zucchini von beiden Seiten kurz abraten, die Champignons dazu geben und ebenfalls kurz anbraten. Zucchini und Champignons zu dem Kritharaki geben.  Den Ofen schon mal vorheizen auf 200 °.

3.
Im restlichen Olivenöl (zur Not auffüllen) die Zwiebeln, die Paprika und die Karotten ein paar Minuten anbraten, dann die Knoblauchzehe hinzugeben und kurz mitbraten. Zwei Esslöffel Tomatenmark und den Thymian zum Gemüse geben und mitrösten, mit den passierten Tomaten ablöschen. Noch knapp 200 ml Wasser dazugießen mit Salz, Pfeffer und Paprikapulver kräftig würzen und abschmecken. Etwa 10 Minuten köcheln lassen und die Sauce zu den Reisnudeln geben und umrühren. Gegebenenfalls noch etwas Wasser hinzufügen, damit alles gut mit Flüssigkeit bedeckt ist. Ich habe noch gut 200 ml Wasser ergänzt.

4.
Das Giouvetsi auf der mittleren Schiene ca. 20-25 Minuten backen. Wer möchte kann nach 20 Minuten geriebenen Käse drüberstreuen und noch 5 Minuten weiterbacken. Es ist fertig, wenn die Flüssigkeit komplett von den Nudeln aufgenommen wurde und richtig schön saftig ist. Da unter meinen Gästen Veganer dabei waren, gab es den Käse separat zum Giouvetsi dazu mit frischer Petersilie und selbst gebackenem Brot.

 


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Agourida – die mild-aromatische Säure von unreifen Trauben

Agourida - unreife Trauben

„Wenn ich doch nur etwas Agourida für die Paprika hätte“, meinte meine Patentante, als sie mich letztens in unserem Bergdorf zum Essen eingeladen hatte. Mit diesem Satz hat sie mich in den Garten meiner bereits früh verstorbenen Oma katapultiert. Als Agourida (in unserem Bergdorf „Agrida“) werden unreife Trauben bezeichnet. Der säuerlich-aromatische Saft wird statt Zitronen oder Essig verwendet und würzt schlichte Gemüsegerichte und mehr. In unserer Region werden bis Mitte August gebratene Paprika gerne mit dem Saft unreifer Trauben gesäuert. Wer vor dem 15. August (ein großer Feiertag in Griechenland) fastet, verzichtet sogar auf Olivenöl, Agourida bringt daher den Geschmack ins Sommergemüse.

Dieses Essen hatte damals immer meine Oma für uns gemacht, selbstverständlich mit eigenen Paprika, die sie im Steinofen im Garten direkt im Feuer geröstet hat. Um an unreife Trauben zu kommen, musste sie lediglich aus dem Haus und am Feigenbaum vorbei. Auf meinem Streifzug durchs Dorf bin ich am mittlerweile fast verfallenen Haus meiner Oma vorbei und habe tatsächlich Agourida gefunden und mitgenommen.

Mit meiner mageren Ausbeute an Agourida bin ich also zurück und wurde schon auf der Straße angesprochen und darauf hingewiesen, dass ich mit diesen paar Trauben keine einzige Paprika würzen könnte. Nach ein paar Tagen hat meine Mutter einen ganz Sack voll in Empfang genommen. So sind die Verwandten in Griechenland 🙂 Der Saft dieser Trauben hat für mehrere Bleche Paprika ausgereicht, für Salat und für Fleisch. Er passt auch gut zu Okraschoten.

Gebratene Paprika mit Agourida - dem Saft unreifer Trauben

Ihr braucht 

  • 1 kg unreife Trauben
  • 1 kg Paprika
  • Salz
  • Olvenöl

 

Gebratene Paprika

Die Paprika waschen, abtrocknen und im Ofen bei 200 ° backen, bis die Haut Blasen wirft. Dabei ein Mal wenden, damit sie von allen Seiten Farbe bekommen. Aus dem Ofen nehmen und in einem Plastikbeutel umfüllen und verschließen. Ca. 10 Minuten im Beutel lasen bis sie etwas abgekühlt sind. So lassen sie sich auch leichter schälen. Falls ihr einen Grill habt, dann lasst den Ofen aus. Vom Grill schmecken sie viel besser.

In der Zwischenzeit geht es den unreifen Trauben an den Saft. Meine Oma hatte dazu einfach die Trauben über die Paprika ausgepresst. Das habe ich versucht und mich dann in der Küche meiner Mutter nach einem Mixer umgeschaut. Die Agourida wird normalerweise samt Stiel im Mörser zerstoßen. Ich finde jedoch, der Mixer leistet ganz gute Dienste. Die verlesenen und gewaschenen Trauben habe ich von den Stielen befreit und im Mixer zu Brei püriert. Danach habe ich den Saft durch ein Sieb gegossen.

Agourida entsaften - unreife Trauben

Hier ist sie, die frisch gewonnene Agourida. Der Saft hat eine relativ milde Säure, das lag bestimmt auch daran, dass einige der Trauben schon etwas reifer waren. Die von der Haut befreiten Paprika werden mit dem Saft beträufelt und mit Salz gewürzt. Da ich nicht gefastet habe, habe ich auch noch einen guten Schuss Olivenöl dazugegeben: Ein richtiges Festessen!

Agourida - Saft von unreifen Trauben

 

Und da ich ziemlich viel Agourida gewonnen habe, habe ich auch gleich den gekochten Wildkräutersalat aus Amaranth mit Agourida statt Zitronensaft angemacht. Das war auch sehr fein, meine Mutter war zunächst ziemlich skeptisch.


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Briam, Tourlou oder einfach Gemüse aus dem Ofen

Griechisches Briam, Tourlou

Μπριάμ, τουρλού

Eigentlich ist Briam ein typisches Sommeressen und jetzt ist März, aber darauf kann ich jetzt keine Rücksicht nehmen. Ich hatte heute so große Lust darauf. Briam oder Tourlou  ist ein Gericht mit Sommergemüse, das mit Tomaten und Gewürzen im Ofen gegart wird. Nicht fehlen dürfen in Briam Kartoffeln, Zucchini, Auberginen und Tomaten.  Und selbstverständlich alles, was noch so im Haus ist und was man noch mag. Das gibt ein richtig schönes und buntes Durcheinander: Tourlou eben. Ähnliche Gerichte gibt es im ganzen Mittelmeerraum wie in der Türkei oder auch in Frankreich.

Bei den Mengen müsst ihr einfach selbst ausprobieren. Heute habe ich für meine Verhältnisse etwas mehr Olivenöl als sonst genommen, was ihr auf dem Foto gut erkennen könnt. Sobald es kalt wird, ist die Sauce fast komplett aufgesogen. Die meisten Griechen würden hier trotzdem viel mehr nehmen. Schmeckt heiß, lauwarm und kalt mit einem Weißbrot und wer mag, Schafskäse.

Für eine Auflaufform

  • 2 Kartoffeln
  • 1 rote Zwiebel
  • 1-2 Knoblauchzehen
  • 1 rote und 1 grüne Paprika
  • 1 Zucchino
  • 1 Aubergine
  • eine Handvoll grüne Bohnen
  • ein paar Cocktailtomaten oder normale Tomaten
  • 100 ml passierte Tomaten
  • Oregano
  • Majoran
  • Salz
  • schwarzer Pfeffer
  • Paprika edelsüß
  • reichlich Olivenöl (8-10 EL je nach Geschmack)
  • evtl. frische Kräuter wie Petersilie

Den Backofen auf 200 ° vorheizen.

Das Gemüse putzen und waschen und alles (also Kartoffleln, Zucchino, Paprika, Aubergine, Zwiebel, Bohnen) in grobe Stücke schneiden. Den Knoblauch schälen und fein würfeln. Die Cocktailtomaten waschen. Falls ihr normale Tomaten verwendet (ca. 2), dann schneidet ihr diese in Scheiben.

Alles in eine Auflaufform geben. Die passierten Tomaten und ein halbes Glas Wasser hinzufügen. Alle Gewürze sowie das Olivenöl dazugeben und ordentlich vermischen. Die Cocktailtomaten daraufgeben oder die Tomatenscheiben und ab in den Ofen auf die mittlere Schiene.

Die Backzeit kann unterschiedlich sein, ca. 1 Stunden. Rührt alle 20 Minuten um und prüft, ob Wasser hinzugefügt werden muss. Gerade so viel, damit alles schön garen kann. Falls ihr merkt, dass die Oberfläche zu schnell Farbe bekommt, dann schaltet die Hitze zurück.

Wer möchte, kann das Briam vor dem Essen noch mit frischen Kräutern wie Petersilie bestreuen. Ich hatte heute nur Minze, passt aber auch gut dazu.

Briam, Tourlou vor dem  Backen


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Riesenbohnen aus dem Ofen – Gígantes

Gigantes plaki - Riesenbohnen aus dem Ofen

Γίγαντες

Das habt ihr bestimmt schon mal beim Griechen auf einer gemischten Vorspeisenplatte entdeckt: Riesenbohnen in einer würzigen Tomatensauce. Hülsenfrüchte sind in Griechenland ziemlich beliebt besonders als Suppe oder Eintopf, wie die Fasolada (Bohnensuppe) oder Fakes (Linsensuppe). Sie gelten als sehr gesund, preiswert und nahrhaft. Gigantes plaki (oder Gigantes sto fourno), werden dagegen häufig als Teil einer Mezzeplatte serviert. Ich koche sie nicht so häufig, da ich meist von jetzt auf gleich entscheide, was ich kochen möchte. Eine stundenlange Einweichzeit passt meistens nicht in meinen Zeitplan. Deswegen bestelle ich mir beim Griechen oft diese Vorspeise dazu und denke mir jedes Mal, das kann ich doch viel besser.

Gestern habe ich diese italienischen Riesenbohnen auf dem Viktualienmarkt in München entdeckt. Für den Gegenwert meines halben Gemüse-Wocheneinkaufs landeten sie in meiner Küche, ich muss total verrückt sein. Das mit dem preiswert stimmt in meinem Fall nicht. Heute gab es also Gigantes – als Hauptgericht mit Brot und Salat.

Gigantes vor dem EinweichenIhr braucht

  • 300 g Riesenbohnen
  • Olivenöl
  • 1 (rote )Zwiebel
  • 1 Karotte
  • 1 Paprika
  • 1 Knoblauchzehe
  • 150 g passierte Tomaten
  • Salz
  • Pfeffer
  • Paprika edelsüß
  • Cayennepfeffer
  • etwas Honig
  • 1 EL Tomatenmark
  • Majoran
  • Oregano
  • 1 Lorbeerblatt

Zunächst die Riesenbohnen ca. 12 Stunden oder über Nacht in Wasser einweichen. Am nächsten Tag das Wasser abgießen und die Bohnen mit frischem Wasser zum Kochen bringen und fast gar kochen. Im normalen Topf dauert das ca. 1,5 Stunden. Ich habe sie im Schnellkochtopf in ca. 10 Minuten gegart. Das Wasser darf dabei nicht gesalzen sein. Wir wollen ja nicht riskieren, dass die Bohnen erst gar nicht weich werden.

Vorgekochte Riesenbohnen

In der Zwischenzeit wird die Sauce vorbereitet: Dazu die Zwiebel, die Karotte, die Paprika und die Knoblauchzehe fein würfen.  Etwas Olivenöl in einer Pfanne erhitzen und das Gemüse darin andünsten. Den Honig hinzufügen und noch kurz weiterbraten. Die passierten Tomaten hinzufügen, sowie das Tomatenmark und ca. 150 ml Wasser. Salzen, pfeffern und kurz aufkochen lassen. Beim Salz könnt ihr sehr großzügig sein, denn die Riesenbohnen sind ja noch komplett ungesalzen.

Den Ofen schon ein Mal auf 180 Grad vorheizen

Die gegarten Riesenbohnen abgießen und in eine Auflaufform geben. Das Innere sollte schon ziemlich weich sein. Nun kommt die Sauce dazu, sowie der Oregano, das Majoran und das Lorbeerblatt. Gut umrühren und noch etwas Wasser hinzufügen, bei mir waren es ca. 200 ml. Mit Olivenöl beträufeln. Die Sparsamen nehmen wie ich zwei Esslöffel, alle anderen nehmen so viel sie möchten.

Die Riesenbohnen bei 180 Grad 1 – 1,5 Stunden backen. Wenn notwendig, noch etwas Wasser hinzufügen. Das Gericht ist sind fertig, wenn die Bohnen butterweich sind und kaum noch Flüssigkeit in der Form übrig ist. Bei mir hat es 1 Stunde und 15 Minuten gedauert. Ich musste kein Wasser hinzugeben.

gigantes-vor-dem-backen


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Okraschoten in Tomatensauce – Bámies laderes

Okraschoten Bamies

Μπάμιες λαδερές

Okraschoten – entweder die große Liebe oder tiefste Abneigung. Ich mag sie… seit ein paar Jahren. Schon den ganzen Sommer habe ich geeignete Okraschoten gesucht. Für dieses vegetarische Gericht müssen sie klein sein, so klein wie mein kleiner Finger. Die größeren Ladyfingers sind nicht so gut geeignet.(( ***Nachtrag: Vielleicht sind auch die längeren geeignet. Ich habe noch mal recherchiert, gekocht habe ich es jedoch nur mit den kurzen.***)) Schließlich bin ich in der Tiefkühlabteilung eines arabischen Supermarktes fündig geworden. Dadurch habe ich mir das etwas aufwändige Putzen der frischen Okraschoten gespart. Gekocht habe ich daraus Bamies – ein Okraschoteneintopf mit Tomate. Ein hübscher grün-roter Farbtupfer im deutschen Winter. Und ich hatte riesengroße Lust auf viel Gemüse. In Olivenöl geschmorte Gemüsegerichte heißen in Griechenland übrigens „laderá“, von ládi = (Oliven) Öl.

Okraschoten  in Tomatensauce - Bamies laderes

Zutaten für 3 als Hauptgericht und für 6 als Beilage

  • 400 g OkraschotenTK Okraschoten Bamies in klein, Kleine Sorte
  • Salz
  • ein paar EL Essig
  • 1 Zwiebel
  • 1 Knoblauchzehe
  • 1 rote Paprika
  • 3 EL Olivenöl
  • 1 EL Tomatenmark
  • 250 ml passierte Tomaten
  • Salz, Pfeffer
  • Majoran
  • falls im Haus: frische Petersilie zum Garnieren

Die aufgetauten Okraschoten  mit Essig beträufeln, salzen und ca 45 Minuten stehen gelassen (siehe unten). Danach abwaschen und abtropfen lassen. In der Zwischenzeit die Zwiebel, die Paprika und die Knoblauchzehe fein würfeln.

Zunächst die Zwiebel mit der Paprika ein paar Minuten im heißen Öl dünsten und dann den Knoblauch hinzufügen und kurz mitbraten.

Die abgetropften Okraschoten hinzufügen sowie das Tomatenmark, die passierten Tomaten und ca. 250 ml Wasser. Würzen und vorsichtig umrühren. Zum Kochen bringen und bei mittlerer Hitze ca. 20 Minuten garen. Falls notwendig noch Wasser zugießen. Die Okraschoten sollten weich sein, aber noch etwas Biss haben. Wichtig: Auf gar keinen Fall umrühren, einfach den Topf leicht anheben und sanft hin und her rütteln, wenn nötig. Durch das Umrühren könnten die Okraschoten platzen und dann sieht das Gericht nicht mehr ganz so schön aus.

Schmeckt mit Brot, Schafskäse und Oliven.

Frische Okraschoten vorbereiten
Damit frische Okraschoten in dem Eintopf Ihre Form behalten und nicht „schleimig“ werden, muss man ein paar wenige Dinge beachten:

Okraschoten Bamies

Die obere und die Okraschote in der Mitte sind perfekt geputzt: Rundrum am Stiel und keine Löcher zu sehen. Die Schote rechts wurde zu großzügig geschält, seht ihr die 3 kleinen Löcher? Genau das wollen wir nicht. Die Okraschote links außen wurde komplett vom Stiel befreit, nicht ganz mein Geschmack, aber immerhin sind keine Löcher zu sehen.

Putzen:
Mit einem kleinen Messer wird rundherum am Stiel geschält. Es ist wichtig, die Membran rund um den Stiel nicht zu verletzen. Ist das passiert, sieht man kleine Löcher. Hat man zu viele Okraschoten so zugerichtet ist die Gefahr, dass die Okraschoten zu viel Sekret beim Kochen absondern groß.

Beim ersten Mal, als ich in Griechenland „mitgeholfen“ habe, habe ich ordentlich viel Ausschuss produziert. Das wurde mit „den peirazei..“ kommentiert. „Macht nichts, (das lernst Du doch hoffentlich irdgendwann!“.

Vor dem Kochen:
Die geputzen und gewaschenen Schoten salzen und großzügig mit Essig beträufeln. 3o – 60 Minuten stehen lassen. Am besten in der Sonne, wenn sie denn scheint.
Danach abwaschen und kochen.

 


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Gebratene grüne Paprika in Tomatensauce

Abschied vom Sommer – Tiganités Piperiés me Ntomáta

Gebratene Grüne Paprika in Tomatensauce

Τηγανιτές πιπεριές με ντομάτα

Dieses unspektakuläre Gericht aus gerade mal 2-3 Zutaten und ein paar Gewürzen ist eines meiner liebsten Gerichte im Sommer. Wenn ich meine Mutter besuche, steht es meist schon bei meiner Ankunft auf dem Tisch. Mit etwas Brot ist es eine komplette Mahlzeit. Wenn meine Mutter Besuch bekommt und sich der Tisch unter den vielen Vorspeisen (Mezze) fast biegt, ist der Teller mit den Paprika meist zuerst leer. Und wenn ein ganz bestimmter Cousin von mir dabei ist, findet zwischen uns ein richtiger „Gabelkampf“ um die letzte Paprika statt.

Hier in Deutschland mache ich es mir nicht oft, es sei denn ich finde die hellgrünen etwas kleineren Paprikas. Die gibt es beim Türken (Dolma) oder beim Griechen, geeignet sind übrigens auch die hellgrünen Spitzpaprika. Beim Braten in der Pfanne muss man ziemlich aufpassen, da das Öl ziemlich spritzt. Und die Küche verträgt danach auch eine ordentliche Reinigung Aber der Geschmack ist es allemal wert.

Grüne Paprika Piperies DolmaIhr braucht

  • grüne kleine Paprika (Dolma) oder Spitzpaprika (500 g)
  • viel Olivenöl
  • 1 Knoblauchzehe
  • eine halbe Dose Tomaten
  • Paprika edelsüß und Cayennepfeffer
  • Oregano oder Majoran
  • Salz und Pfeffer

Die Paprika waschen vom Stiel und den Kernen befreien und gut abtropfen lassen. Mit einem Küchentuch abtrocknen.

Grüne Paprika bratenDen Boden einer Pfanne mit reichlich Olivenöl bedecken und nicht damit sparen. Das Öl erhitzen. Ich lege bereits jetzt in das kalte Öl die Paprika rein. Bei mittlerer Hitze von allen Seiten braten, bis sie schön weich sind und leicht Farbe bekommen. Dabei gut aufpassen, es spritzt ziemlich. Ich verwende einen Deckel oder mindestens einen Spritzschutz.

Die gegarten Paprika in eine Platte oder Form legen salzen und warmhalten. Das überschüssige Olivenöl abgießen und nur ca. 1 EL in der Pfanne zurückbehalten. Ich werfe das Öl nicht weg, da es das Aroma der Paprika aufgenommen hat und verwende es einfach beim nächsten Braten wieder.

Eine Knoblauchzehe kleinwürfeln und langsam im Öl dünsten. Die zerdrückten Tomaten dazugeben und mit Paprika, dem Cayennepfeffer, dem Oregano (oder Majoran) sowie Salz und Pfeffer würzen. Etwas Wasser dazugießen. Die Sauce ca. 8-10 Minuten bei mittlerer Hitze köcheln lassen. Warm über die Paprika gießen.

Ich brauche dazu keine frischen Kräuter. Das einzige was ich dazu vermisse ist das Grün eines ganz jungen Knoblauchs. Den hatten wir früher im Garten und haben ihn roh vor dem Servieren in die Sauce geschnitten.

Schmeckt solo mit Brot und ggf. etwas Schafskäse und  auch kalt am nächsten Tag. Ganz besonders fein ist es als Mezze (Vorspeise).


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Giouvetsi – das griechische Sonntagsessen

Giouvetsi - mit Reisnudeln

Γιουβέτσι

Dieses griechische Schmorgericht ist eigentlich ganz einfach zubereitet, es braucht nur etwas Zeit, so ca. 2 – 2,5 Stunden. Das Fleisch wird zunächst in einer würzigen Tomatensauce geschmort und anschließend mit Kritharaki, kleinen Reisnudeln, im Ofen fertig gegart. Traditionell passiert das in einem Tontopf, dem Giouvetsi – oder wie bei mir in einer ofenfesten Form mit Deckel.  Das Fleisch (Rind, Kalb oder Lamm) wird superzart und die Nudeln saugen sich mit der leckeren Sauce voll. Damit sie beim Abkühlen nicht verklumpen verrate ich euch in den Zubereitungsschritten noch einen Trick von einem Koch. Übrigens heißt alles Giouvetsi, was in diesem Tontopf gegart wird. Es gibt auch Giouvetsi mit Garnelen oder Oktopus und auch vegetarisch.

Ihr braucht für zwei Personen:

  • 300 g Fleisch (ich habe mageres Rind genommen)
  • Olivenöl zum Braten
  • 1 Zwiebel
  • 1 Knoblauchzehe
  • 1 rote Paprika
  • 1 Karotte
  • 1- 2 Frühlingszwiebeln
  • 1 EL Tomatenmark
  • 100 ml Rotwein (wer möchte)
  • 200 g passierte Tomaten
  • 1 Lorbeerblatt
  • je einen halben TL Nelkenpulver und Zimt
  • etwas Oregano
  • Paprika edelsüß nach Geschmack
  • Salz und Pfeffer
  • etwas Zucker
  • ca. 150 g Kritharaki
  • ggf. geriebener Hartkäse wie Kefalotiri, Kefalograviera oder Parmesan

Die Zwiebel und den Knoblauch fein würfeln sowie die Paprika und die Karotte in nicht zu kleine Stücke schneiden. Die Frühlingszwiebel in Ringe schneiden. Das Fleisch in grobe Stücke teilen. In einem Topf das Ölivenöl erhitzen und das Fleisch rundrum anbraten. Wenn es eine schöne Farbe bekommen hat, das vorbereitete Gemüse bis auf die Frühlingszwiebeln und den Knoblauch hinzufügen und ebenfalls anbraten. Nach ein paar Minuten Knoblauch und Frühlingszwiebeln hinzufügen und kurz mitdünsten. Das Tomatenmark hinzufügen und ebenfalls anbraten, damit es eine schöne Sauce gibt.

Mit Rotwein ablöschen und einkochen lassen und danach die passierten Tomaten mit ca. 200 ml Wasser zugießen.  Nun alle Gewürze hinzufügen, umrühren und bei geschlossenem Decke und mittlerer bis kleiner Hitze ca. 45 – 50 Minuten schmoren lassen. Dabei immer wieder prüfen, ob Wasser ergänzt werden muss.

Giouvetsi kochen10 Minuten vor Ende der Garzeit schon mal den Ofen auf 200 °vorheizen. Das Fleisch sollte jetzt bereits ziemlich weich sein.  Jetzt kommt der Trick mit dem Kritharaki: Normalerweise würde man es jetzt einfach mit dem Fleisch in den Ofen geben. Damit es aber nicht unschön verklumpt, brate ich es in einem separaten Topf in wenig Olivenöl an.  Ein paar Minuten reichen.

Sobald das erledigt ist, nehmt ihr einen Bräter oder eine ofenfeste Form und legt die Fleischstücke rein. Nun verstreut ihr das Kritharaki darüber und gießt anschließend die Sauce mit dem Gemüse dazu. Umrühren, damit sich alles gut verteilt und eventuell noch abschmecken, ggf. nachsalzen für die Nudeln. Über den Kritharaki muss noch mindestens ein Fingerbreit Flüssigkeit im Bräter sein. Ist zu wenig drin, solltet ihr entsprechend Wasser dazugießen.

Deckel drauf und in den Ofen damit. Spätestens nach 30 Minuten die Konsistenz der Nudeln prüfen und auch ob noch Wasser ergänzt werden muss. Das Gericht ohne Deckel für weitere 10-15 Minuten im Ofen schmoren lassen. Die Temperatur ggf. zurückschalten. Die Flüssigkeit sollte komplett aufgesogen und das Giouvetsi dennoch nicht trocken sein. Perfekt ist es, wenn ihr das Fleisch ganz einfach mit der Gabel zerteilen könnt.

Wer möchte kann das Ganze jetzt noch mit geriebenem Käse bestreuen. Ich nehme – wenn überhaupt – nur sehr wenig Parmesan.


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Paprikasalat oder marinierte Spitzpaprika

Paprikasalat aus Spitzpaprika Florinis, mariniert

Vor ein paar Tagen habe ich euch die mit Schafskäse gefüllte Variante gezeigt, aber ich habe nicht alle Florinis gefüllt. Die meisten habe ich im Ofen gegrillt und nach dem Abziehen der Haut mariniert. Meine Oma hatte sie früher in ihrem Steinofen im Garten gegrillt und anschließend in Öl eingelegt. In den Sommerferien habe ich dann meist ihre Paprikavorräte geplündert. Selbst eingelegt habe ich die Paprika übrigens nie, da sie bei mir meist nach 1-2 Tagen restlos verputzt sind.

Ihr braucht:Rote Spitzpaprika - Piperies Florinis

  • 1 k oder weniger Spitzpaprika (z.B. die griechischen Florinis) oder andere Paprikasorten
  • Olivenöl
  • Weißweinessig
  • Salz
  • Pfeffer
  • eventuell Oregano

Die Paprika vom Stiel und den Kernen befreien, waschen und abtrocknen. Ein Backblech mit Öl einpinseln oder mit Alufolie auslegen. Die Paprika auf dem Blech verteilen und von allen Seiten mit etwas Olivenöl bestreichen. Im vorgeheiztem Ofen bei ca. 200 ° garen. Das dauert ca. 40 Minuten, mal mehr mal weniger. Die Haut sollte Blasen werfen, wenn sie an manchen Stellen dunkel wird, ist es ok. Nach ca. 20 Minuten wenden. Sobald sie gar sind, herausnehmen und mit Folie ein paar Minuten abdecken, damit sich die Haut später leichter entfernen lässt.

Gegrillte Spitzparika häutenDanach von der Haut befreien und entscheiden: in Stücke schneiden oder ganz lassen? Ich habe sie diesmal kleingeschnitten.  Eine Marinade aus 4-5 EL Öl, 2 EL Essig, Salz, Pfeffer und evtl. Oregano herstellen und über die Paprika geben. Vorsichtig darin wenden und durchziehen lassen.

Übrigens: Ebenfalls lecker sind ganz normale Paprika, vor allem wenn diese leckeren, leicht süßlichen, Spitzpaprika aus Florina nicht zu bekommen sind. Besonders hübsch sieht es auch mit bunten Paprika aus.


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Spitzpaprika mit Schafskäse – Piperies Florinis me Feta

Rote Spitzpaprika mit Feta - Piperies Florinis me Feta

Πιπεριές φλωρίνιης με φέτα

Undenkbar beim Griechen zu sitzen, und diese leckere Vorspeise nicht zu bestellen. Zumindest für mich. Diese Vorspeise ist schnell selbst gemacht: So einfach, so lecker! Es müssen übrigens nicht unbedingt Spitzpaprika sein, normale Paprika schmecken genauso gut. Die roten Spitzpaprika aus Florina (deswegen heißen sie Piperies Florinis) haben jedoch ein ganz besonders feines Aroma. Sie sind leicht süß und passen perfekt zu Schafskäse. Ich esse sie auch gerne mariniert, deswegen hatte ich heute ein paar mehr Paprika im Ofen. Das poste ich demnächst.

Zutaten für vier Paprika

  • 4 rote Spitzpaprika
  • ungefähr 30 g Schafskäse pro Paprika (je nach Größe mehr oder weniger)
  • 1-2 EL Olivenöl und etwas für das Backblech
  • frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
  • getrocknete  Minze (oder Oregano) wer mag

Den Ofen auf 200 ° vorheizen und eine Form mit Alufolie auslegen. Die Folie mit etwas Öl einpinseln. Die Paprika von den Stielen und den Kernen befreien. Wer möchte, kann die Paprika nach dem Füllen wieder mit dem Kappen verschließen. Ich mache das aber nicht. Die Paprika waschen und abtrocknen.

Den Schafkäse mit einer Gabel zerbröckeln und mit Pfeffer, Minze (oder Oregano) und Olivenöl vermischen. Salz braucht es nicht, da der Schafskäse schon salzig genug ist. Die Paprika füllen, jedoch nicht ganz bis zum Rand.  Im Backofen ca. 40 Min. backen. Dabei nach 20 Min. wenden. Immer mal wieder kontrollieren, ob sie schon so weit sind und die Backzeit ggf. anpassen. Die Haut darf ruhig Blasen werfen und dunkel werden.

Paprika Florinis mit Feta Rote Spitzparika mit Schafkäse, Haut abziehen

Wenn die Paprika gar sind, aus dem Ofen nehmen und mit Folie ein paar Minuten abdecken und abkühlen lassen. So lässt sich die Haut besser abziehen. Dabei etwas aufpassen und nicht die Finger verbrennen. Es ist zugegen eine kleine Fummelei,

Wer möchte kann vor dem Essen die Paprika noch mit Olivenöl beträufeln. Ich bevorzuge sie jedoch pur und heute gab es dazu einen Salat.

Mit Paprika aus dem Glas funktioniert das natürlich auch. Dann reichen ca. 10-15 Minuten im Backofen und die Haut muss man nicht abziehen.