Zitronen und Olivenöl

Der Geschmack meiner griechischen Heimat – Ein griechischer Foodblog


Ein Kommentar

Bougiourdi – Feta aus dem Ofen

Bougiourdi, Boujourndi, Feta im Ofen

©zitronenundolivenoel.com

Wann immer ich in einer größeren Runde beim Griechen bin, bestellt jemand Saganaki oder Bougiourdi, sofern es auf der Karte ist. Saganaki ist meist beim Griechen zu finden, Bougiourdi leider nicht ganz so häufig. Obwohl dieses simple Gericht superlecker und schnell zubereitet ist. Bis das leckere Fetagericht beim Letzten in der Runde angekommen ist, ist mit viel Glück noch ein kleiner Würfel Feta übrig und schon wird die zweite Runde bestellt.

Feta, Tomaten, Olivenöl und ein paar Gewürze im Ofen und schon hat man in nur 20 Minuten eine leckere Vorspeise oder ein schnelles sommerliches Hauptgericht. Am besten wird Bougiourdi warm aus dem Ofen gegessen. Für einen oder zwei ergibt es mit Brot ein schnelles und leckeres Abendessen.

Wandlungsfähig ist dieser Feta aus dem Ofen ebenfalls, z.B.: mit Paprika, Zwiebeln, verschiedenen Kräutern wie Thymian. Aber eine Sache gehört für mich immer ins Bougiourdi: etwas Schärfe. Das Gericht kommt aus dem Norden Griechenlands und hier verwendet man gerne Boukovo, zerstoßene Chilischoten. Wer kein Boukovo zur Hand hat, wie ich, der nimmt getrocknete oder auch frische Chilis.

Zutaten

  • 200 g Feta (1 dicke Scheibe)
  • 1 reife Tomate
  • etwas Olivenöl
  • Oregano
  • frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
  • etwas Boukovo oder eine kleine getrocknete Chilischote

1.
Den Ofen auf 200 °C vorheizen. Den Feta längs halbieren und in eine Auflaufform legen, die bestenfalls nur etwas größer als der Feta ist. Meine ist etwas größer gewesen. Die Tomate waschen und in Scheiben schneiden. Die Chilischote klein schneiden oder im Mörser zerstoßen.

2.
Die Tomatenscheiben auf den Schafskäse legen. Mit Olivenöl beträufeln. Mit Oregano, Pfeffer und Boukovo oder Chilischote würzen. Im heißen Ofen ca. 15 – 20 Min. backen.

Mit Brot servieren und gleich genießen.

 


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Tirokafteri – scharfe Fetacreme

Tirokafteri - scharfe Fetacreme aus Griechenland

Tirokafteri ist eine pikante bis scharfe Creme aus Feta. In manchen Regionen wird sie auch Chtipiti (geschlagene Creme) oder Tirosalata (Fetasalat) genannt. Tirokafteri finde ich passender, kaftero heißt nämlich scharf. Wer beim Griechen einen kalten Vorspeisenteller bestellt, der wird diesen Dip dort mit ziemlich großer Wahrscheinlichkeit finden, mal weiß, mal grünlich, oder wie hier bei mir gelblich-orange. Die Farbe kommt durch die Paprika oder Chili, die verwendet wurde.

Die Basis – Feta und…
Guter Feta ist die wichtigste Zutat für Tirkokafteri. Es gibt in Griechenland ziemlich viele Fetasorten wie z.B. milden Feta oder Feta mit einem ausgeprägterem Geschmack, außerdem gibt es harten und weichen Feta. Probiert euch mal durch die Sorten, wenn ihr in Griechenland seid. Für die Tirokafteri könnt ihr aber auch den Feta mit weiteren weiße Käsesorten wie Manouri, Anthotiro oder Mizithra mischen. Letztere erinnern etwas an Ricotta. Ein Frischkäse, den man hier leider nicht bekommt ist auch Katiki Domokou. Sehr lecker. Ich verwende gerne eine Mischung aus Feta und griechischen Joghurt, da ich hier schlecht an Anthotiro oder Katiki Domokou komme. Der Joghurt macht den Dip etwas cremiger, genauso wie das Olivenöl.

Die Scharfmacher – scharfe Gemüsepaprika, Peperoni oder Chili
Letztendlich ist es egal, womit man den Feta scharf bekommt. Es gibt unzählige Varianten: frische Peperoni oder Chili, die roh untergemischt werden oder scharfe Gemüsepaprika, die im Ofen oder über Feuer gegrillt wird. Ersteres geht schneller, letzteres gibt noch ein schönes Raucharoma in den Dip. Scharfe Gemüsepaprika findet ihr in griechischen, türkischen oder arabischen Lebensmittelgeschäften.

Ich bevorzuge die Variante, die auch am weitesten verbreitet ist: Ich röste die Paprika im Ofen. Meistens nehme ich grüne für die Schärfe und lege noch eine rote Spitzpaprika dazu. Diese sorgt für eine schöne Farbe und ein dezentes süßliches Aroma. Für meinen Dip habe ich eine rote Spitzpaprika und nur einen Teil einer scharfen grünen Peperoni verwendet. Da solltet ihr nach und nach die scharfe Paprika hinzugeben, bis euch die Creme scharf genug ist. Und nicht vergessen, Tirokafteri wird durch das Durchziehen noch etwas schärfer.

Schneller geht es übrigens indem man alles in den Mixer gibt und stückchenweise die scharfe rohe Paprika oder Chili untermischt, bis man mit dem Schärfegrad zufrieden ist. (Zur Not gehen auch Chiliflocken oder Chilipulver, aber nur wenn es Sonntag ist, man keine Paprika im Haus hat und große Lust auf diesen Dip hat 😉 )

Rote Spitzpaprika und scharfe Peperoni

Die Konsistenz
Ich mag es gerne cremig, deshalb verwende ich immer Joghurt. Olvenöl sorgt ebenfalls für Cremigkeit, hier könnt ihr auch ruhig mehr verwenden. Wer es jedoch stückiger mag und kleine Fetabröckchen noch auf der Zunge spüren möchte, der sollte nicht zulange pürieren oder den Mixer am besten stehen lassen und Paprika wie Feta mit der Gabel zerdrücken, bis die gewünschte Konsistenz erreicht ist. Das dauert etwas länger, sorgt aber für ein rustikaleres Ergebnis.

 

Zutaten

  • 1 scharfe grüne Paprika oder Peperoni (in der Tirokafteri habe ich etwa 2/3 verwendet)
  • 1 milde rote Spitzpaprika
  • etwas Olivenöl für die Paprika
  • 500 g Feta
  • 100 g griechischer Joghurt (optional, macht den Dip cremiger)
  • 2 EL Weinessig
  • 5 EL Olivenöl

 

1.
Ein Backblech mit Backpapier auslegen. Den Ofen auf 200° Umluft vorheizen. Die Paprika waschen mit Olivenöl beträufeln. Im heißen Ofen insgesamt etwa 20-30 Minuten backen bis die Haut an mehreren Stellen fast schwarz ist. Dabei ein Mal wenden. Nach Sicht backen, denn die Backzeit hängt von der Größe der Paprika ab. Ich musste die rote Paprika ca. 8 Min. länger backen. Die Paprika aus dem Ofen nehmen und mit Folie bedecken oder einfach das Backpapier umschlagen. Ein paar Minuten stehen lassen, dann lässt sich die Haut besser abziehen. Stiel und Kerngehäuse entfernen und die Paprika schälen. Das Fruchtfleisch beiseite stellen.

2.
Den Feta zerbröckeln. In den Mixer geben und etwas vom Joghurt, sowie den Essig und einen Teil des Olivenöls hinzufügen. Die rote Paprika und einen Teil der grünen Paprika zum Feta geben. Wenn ihr die scharfe Paprika portionsweise unterrührt, könnt ihr die Schärfe besser kontrollieren und abschmecken. Alles pürieren und Konsistenz sowie Schärfe prüfen. Cremiger wird Tirokafteri mit noch mehr Joghurt und Olivenöl. Je nach Geschmack den restlichen Joghurt, das Olivenöl und mehr scharfe Paprika unterrühren. Da meine Paprika ziemlich scharf war, habe ich nur zwei Drittel verwendet. Das war für mich perfekt. Außerdem zieht der Dip ja noch und wird schärfer.

3.
Kühl stellen und zum Servieren mit Olivenöl beträufeln und je nach Geschmack mit roter Paprika dekorieren.

Tirokafteri passt zu griechischen Vorspeisen, zu Gemüse, aufs Brot, zum Grillen, mit Keftedakia, zu Tiganopsoma, Gigantes, oder Tigania. Und wenn zuviel Tirokafteri übrig bleibt, dann gebe ich sie mit einem Schuss Nudelwasser über Spaghetti…

Tirokafteri hält sich 3-4 Tage im Kühlschrank.

Tirokafteri mit roter Paprika


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Tiganopsoma – Pitabrote aus der Pfanne

Pitabrote aus der Pfanne - Tiganopsoma

Tiganopsoma verbinde ich mit schnellem Essen. Immer wenn vom Pitateig etwas übrig war, hat meine Mutter die Reste mit Feta verknetet und entweder im Ofen gebacken oder kleine Fladen geformt und diese schnell in der Pfanne für uns gebacken. Dazu noch etwas Oregano darüber und die Brote wurden von uns im Stehen verputzt, sobald sie aus der Pfanne kamen.

Heute mache ich diese Tiganopsoma tatsächlich dann, wenn ich eigentlich gar keine Lust zum Kochen habe. Während der Teig geht, bereite ich einen Salat zu, meist aus ein paar Tomaten oder einen Blattsalat. Ich hole Oliven aus dem Schrank und vielleicht ein paar Peperoni. Dann lege ich etwas Feta auf einen Teller, beträufele ihn mit Olivenöl, gebe Oregano und getrocknete griechische Minze darüber. Zu guter Letzt müssen nur noch die Tiganopsoma gebraten werden und schon können wir essen. Das fühlt sich dann wie in einer winzig-kleinen griechischen Taverne an.

Diese Tiganopsoma kann zum Beispiel mit Feta füllen oder Kräuter in den Teig geben. Mir persönlich sind kleine Brote ohne Fetafüllung lieber, da ich den Schafskäse separat dazu reiche. Ich fülle oft nur die Hälfte des Teiges mit Feta, wenn überhaupt. Gerne mische ich getrocknete Kräuter wie Oregano oder Thymian in den Teig. Für eine süße Variante lasse ich die Kräuter weg und gebe anschließend Honig und Zimt über die noch warmen Brote.

Zutaten
für ca. 12 kleine oder 6 große Fladen

  • 1/4 Würfel frische Hefe
  • 150 ml lauwarmes Wasser
  • 300 g Mehl
  • 1 knapper TL Salz
  • 1 TL getrockneter Oregano oder Thymian (optional)
  • 100 g Feta (optional, um etwas die Hälfte der Brote damit zu füllen)
  • Mehl zum Ausrollen
  • Olivenöl oder ein anderes Öl zum Braten

1.
Die Hefe im lauwarmen Wasser auflösen und mit einem Esslöffel von dem Mehl verrühren. Zugedeckt etwa 15 Minuten stehen lassen. Die Hefe sollte Blasen gebildet haben.

2.
Das Salz und wer mag auch den Oregano zum Mehl geben die Flüssigkeit hinzufügen und alles gut verkneten. Ich mache das zuerst mit einem Löffel und dann mit den Händen. Wer eine Küchenmaschine hat, der kann natürlich dieser das Kneten überlassen. Ca. 5-8 Minuten kneten, bis ein weicher elastischer Teig entstanden ist, der nicht an den Händen klebt. Ist der Teig zu fest dann einfach etwas Wasser hinzufügen, ist der Teig zu feucht, dann noch etwas Mehl unterkneten.  Den Teig zudecken und ca. 30 Minuten oder länger gehen lassen.

3.
Nach der Gehzeit den Teig noch ein Mal durchkneten und in Portionen aufteilen. Für kleine Tigonapsoma von etwa 10 cm Durchmesser ca. 12 Portionen aufteilen. Für größere Brote entsprechend weniger. Jedes Bällchen auf etwas Mehl rund ausrollen. Für ungefüllte Tiganopsoma geht das ganz schnell.

4. 
Für gefüllte Tiganopsoma den Teig zu einem größeren Kreis ausrollen. Den Feta zerbröckeln und etwa eine großzügigen TL auf den Teig geben. Die Teigränder von allen Seiten nach innen klappen, so dass der Feta von Teig umhüllt ist. Mit dem Nudelholz platt drücken und mit etwas Mehl zu runden Fladen ausrollen.

5.
Das Öl in einer Pfanne erhitzen. Ich nehme tatsächlich gerade so viel Öl, dass der Boden knapp und vollständig bedeckt ist. Die Hitze leicht zurückschalten und die Pitabrote von beiden Seiten goldbraun ausbacken. Das dauert nur wenige Minuten. Damit die Oberfläche keine Blasen wirft, den Teig ein paar Mal mit einer Gabel einstechen, sobald ihr sie in die Pfanne gleiten lasst. Wenn man das nicht macht, dann bilden sich meist kleine Taschen und man kann die Pitabrote längs aufschneiden und füllen – auch lecker. Alternativ kann man diese leckeren Tiganopsoma auch auf den Grill werfen oder im Backofen backen.

Salzig
Dazu passt: Feta, Fetacreme, Keftedakia, Salat, Fleisch vom Grill oder aus der Pfanne, Melitzanosalata und marinierten Paprika.

Süß
Dazu passt: Honig und Zimt, Tahinomelo oder auch einfach nur etwas Tahini


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Feine Fetacreme

Fetacreme Krema Fetas

Schafskäse kommt bei uns Griechen zu fast jeder Mahlzeit auf den Tisch. Meist wird dazu einfach ein großes Stück Feta mitten auf den Tisch gestellt, gerne mit Olivenöl und Oregano garniert. Und auch bei mir ist immer Feta im Kühlschrank zu finden. Aus Feta werden außerdem verschiedene Pasten und Cremes hergestellt. Sehr bekannt ist die Tirokafteri (hier muss ich wirklich mal bald mein Rezept veröffentlichen). Das ist eine Fetacreme, die mit einer gerösteten und scharfen Paprika püriert wird. Etwas milder schmeckt eine Fetacreme aus Joghurt und Feta mit etwas Olivenöl.

Diese Fetacreme hier wird mit Milch zubereitet und schmeckt sehr fein. Sie hat eine locker cremige Konsistenz und kann mit Kräutern und Gewürzen immer wieder variiert werden. Sie passt gut zu getoastetem Brot, zu gebratenem oder gegrilltem Fleisch, zu Keftedes, BriamZitronenkartoffeln oder Revithada.  Besonders gerne mache ich sie zu selbst gemachten Pitabroten aus der Pfanne, Tiganopsoma. Reste dienen dann als Brotaufstrich zum Frühstück.

Zutaten 

  • 200 ml (fettarme) Milch
  • 440 g griechischer Feta (aus Schaf- und/oder Ziegenmilch)
  • Kräuter wie Oregano
  • frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
  • wer möchte: geräuchertes Paprikapulver

1.
Den Feta zerbröckeln und in eine Schüssel geben. Die Milch erhitzen. Sobald die Milch anfängt zu kochen vom Herd nehmen und über den Feta geben. Je nach Geschmack mit etwas Paprikapulver würzen. Mit einem Stabmixer (oder im Mixer) fein pürieren. Salz verwende ich bei diesem Rezept nicht, denn meist ist mir persönlich der Feta bereits salzig genug.

2. 
Die Fetacreme mindestens zwei bis drei Stunden kühl stellen. Mit Kräutern, z.B. getrocknetem Oregano und frisch gemahlenem schwarzen Pfeffer bestreuen. Ein Schuss Olivenöl schadet auch nicht. Die Creme hält sich ca. drei Tage im Kühlschrank.


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Für ganz Faule… Patsavouropita mit Feta und Kaseri

Patsavouropita Feta Kaseri

Patsavoúra ist nicht gerade das schönste griechische Wort. Wird etwas oder gar eine Person damit geschmückt, dann ist das alles andere als schmeichelhaft. Denn mit Patsavoura ist ein (alter, zerknitterter) Lumpen gemeint. Was hat das jetzt mit leckerer Pita zu tun? Ganz einfach: Der fertige Filo, der für diese Pita verwendet wird, wird nicht besonders sorgfältig behandelt. Filo reißt leicht ein und trocknet schnell aus, wenn man ein paar Minuten länger unbedeckt stehen lässt. Und genau das ist für diese Art Pita völlig egal. Der Filo wird irgendwie in die Form gebracht, entweder in dem man ihn einfach locker zerknüllt reinlegt oder wie ich in die Fetamasse schneidet.

Tempelopita ist eine weitere Bezeichnung für diese Art Pitas und kommt von Tempelis= der Faule oder Tempela= die Faule. Ganz großartige Rezepte wie ich finde. Denn auch wenn ich inzwischen ganz gut mit dem typischen Ausrollstab, dem Plasti, selbst Filoteig ausrollen kann… es dauert ganz schön lange. Und mit dieser Methode und fertigem Filo geht es eben ratzfatz. Es braucht nur richtig guten Fetakäse, Milch, Eier und Filo. Und das Ergebnis ist eine richtig fluffige, saftige Pita.

Für dieses Rezept habe ich auch noch Kaseri verwendet. Kaseri ist ein hellgelber, nicht ganz so fester Käse aus Schafsmilch, mild im Geschmack und mit einer ganz leichten pikanten Note. Ihr könnt ihn durch einen anderen Käse ersetzen oder einfach die Menge vom Feta erhöhen.

Kaseri aus Lesbos

So sieht Kaseri aus.

Zutaten für eine Auflaufform (8 Stück)

  • eine Packung Filo-Teig (450 g)
  • 4 Eier
  • 350 g Feta
  • 100 g Kaseri
  • 400 ml Milch
  • 1 Messerspitze Backpulver
  • 50 ml Olivenöl + etwas mehr zum Fetten der Form
  • schwarzer Pfeffer
  • Oregano, wer mag
  • Sesam zum Bestreuen

1.
Den Filo am besten schon am Vortag bei Zimmertemperatur komplett auftauen lassen. Das ist wichig, denn ansonsten kleben die Filoblätter zusammen nehmen die Flüssigkeit nicht auf und backen später nicht gut durch.

2.
Die Eier mit der Milch, dem Backpulver und dem Olivenöl verquirlen. Mit Pfeffer und Oregano würzen. Paprika und Chili passt ebenfalls. Und statt Oregano kann man auch getrocknete Minze nehmen oder ganz weglassen. Von dieser Eier-Milch-Mischung etwa 3-4 EL abnehmen und zur Seite stellen. Den Feta grob zerbröckeln und zur Eier-Milch-Mischung geben. Den Kaseri reiben und dazugeben. Alles gut vermischen.

3.
Den Backofen auf 200° vorheizen. Eine Backform mit etwas Olivenöl fetten. Den Filo aus der Packung nehmen. Zwei Filo-Blätter in der Mitte falten (also, so wie sie in der Packung sind) und übereinander in die Form legen. Ein Filoblatt beiseite legen und mit der Folie der Packung bedecken.

4.
Die restlichen Filoblätter zu einer Rolle formen und in schmale Streifen schneiden. In einer Schüssel gründlich mit den Händen auflockern und dabei die Filoblätter voneinander lösen. Portionsweise zur Eier-Feta-Mischung geben und mehrmals darin wenden, bis alle Filoteig-Streifen gut durchfeuchtet sind. Alles gut vermischen.

Filmteig in Streifen geschnittenn

5.
Diese Mischung in die Auflaufform füllen. Mit dem übriggebliebenen Filoblatt bedecken. Auch dieses sollte in der Mitte gefaltet sein, ergibt also zwei Schichten. Mit der restlichen Eier-Milch-Mischung bestreichen. Mit einem Messer die Pita in die gewünschten Stücke schneiden.

Patsavouropita fertig-für den Ofen

Mit Sesam bestreuen und im heißen Ofen bei Ober- und Unterhitze ca. 35-40 MInuten goldbraun backen.

Patsavouropita

Dieses Basisrezept kann gut variiert werden mit und z.B.: mit Paprikastücken, getrockneten Tomaten, frische Kräuter, etc.

Um die Wahrheit zu sagen… Pitas mit selbstgemachtem Filo kann man mit dieser hier nicht vergleichen. Aber für alle, die keinen Filo machen können, keinen Ausrollstab besitzen, keine Lust und überhaupt weit weg von Omas, Tanten und pitamachenden Müttern entfernt wohnen, darüberhinaus keine Zeit haben … ist es eine großartige Option 😉

 

Ebenfalls schnell gebacken: Pita ohne Filo


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Endlich Sommer mit Wassermelone, Feta und frischer Minze

Wassermelonen-Feta Salat mit frischer Minze

Καρπούζι με φέτα και δυόσμο

Es ist Sommer und im Sommer esse ich am liebsten Wassermelone. Wenn ich in Griechenland bin, vergeht fast kein Abend, an dem ich es mir mit einer großen Schüssel auf dem Balkon gemütlich mache. Meine Mutter kauft dann nahezu jeden Tag eine schöne Wassermelone. Am späten Nachmittag hört man den Melonenverkäufer schon von weitem, wenn er durch die Nachbarschaft fährt und lautstark mit Hilfe des Lautsprechers seine Melonen anpreist. Im letzten Jahr hatte er seinen Sohn dabei, der den Job des Marktschreiers übernahm und selbstbewusst die Reife und Süße der Wassermelonen lobte. Meine Mutter wohnt im ersten Stock, sie muss zum Kauf nicht mal das Haus verlassen und bekommt die Wassermelone über die Balkongeländer gereicht. Die kommt dann sofort in den Kühlschrank.

Am liebsten esse ich Wassermelone pur aber zusammen mit etwas Feta und frischer Minze ersetzt dieser Salat an heißen Tagen das Abendessen. Ihr kennt diesen Salat bestimmt, wenn nicht, dann unbedingt ausprobieren. Das schmeckt nicht nur sehr gut, diese Kombination ist gerade im Sommer perfekt, denn das Kalium der Wassermelone und das Natrium im Feta helfen, den Flüssigkeitshaushalt im Körper zu regulieren.

Für eine Portion

  • 1 Achtel Melone (je nach Hunger)
  • 60 g Feta
  • 4-5 frische Minzeblätter
  • frisch gemahlener schwarzer Pfeffer, wer mag

Die gut gekühlte Melone von der Schale befreien und in mundgerechte Würfel schneiden. Den Schafskäse ebenfalls in Würfel schneiden. Die Minzeblätter waschen und klein schneiden.

Alle Zutaten in einer Schüssel mischen. Eventuell noch etwas frisch gemahlenen schwarzen Pfeffer darüber geben.

Ich mag diesen tollen Sommersnack ohne ein Dressing und esse ihn am liebsten so.

Übrigens sagt mir WordPress, dass ich schon seit zwei Jahren online bin, wie schnell doch die Zeit vergeht.


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Tiropitakia – Schafskäsecreme umhüllt von mürben Teig

Tiropitakia

Τυροπιτάκια

Am Sonntag hatte ich riesengroße Lust auf Tiropitakia. Und ich wollte sie sofort! Geduld ist nun mal nicht meine Stärke und Zeitmangel ein Dauerzustand. Deshalb musste es extra schnell gehen – mit einem Teig, der weder gehen muss noch lange durchgeknetet sein will und kein Nudelholz zum Ausrollen verlangt.

Es gibt wahrscheinlich genauso viele Tiropitakia-Rezepte wie Tiropitakia-Bäcker. Die Grundbestandteile: eine Füllung aus hauptsächlich Feta umhüllt von irgendeinem Teig. Und das war es auch schon. Damit kann man jetzt in der Küche „spielen“ gehen.

Teig für Tiropitakia
Ich habe einen Joghurt-Öl-Teig gemacht, der besonders mürbe wird und ratzfatz geknetet ist. In Griechenland wird dieser Teig „Kourou“ genannt. Er lässt sich prima ersetzen durch: fertigen Filoteig. selbst gemachten Filoteig, Hefeteig, Hefeteig mit gekochten Kartoffeln (und zur Not bestimmt auch mit Strudelteig).

Füllung für Tiropitakia
Feta natürlich. Entweder Feta pur oder kombiniert mit einem Käse, der das Salzige des Schafskäses etwas abmildert. Das kann wie bei mir ein milder Manouri sein, der zum Großteil aus Molke hergestellt wird. Manouri kann gut durch Ricotta ersetzt werden, falls ihr den nicht bekommt. Oder einen milden festen Schnittkäse wie Kaseri oder Gouda. Oder einfach Frischkäse und was der Kühlschrank sonst noch an Käse hergibt oder verbraucht werden muss. Achtet darauf, dass die Masse relativ trocken ist, damit der Käse beim Backen im Teig bleibt.

Der Extrakick in der Füllung
Frische oder getrocknete Kräuter wie Oregano, Thymian, Minze, etc. Gewürze wie Pfeffer, Chili, Paprika. Was gerade da ist und worauf man Lust hat.

Und die Form?
Entweder Halbmonde wie bei mir, oder Dreiecke,was besonders gut mit Filoteig geht oder kleine Stangen, oder kleine Hörnchen. Erlaubt ist was gefällt, bzw. was der Teig mitmacht.

Das schöne an solchen Rezepten ist, dass man sie immer ein bisschen variieren kann. Lasst uns also spielen gehen…

Ihr braucht für ca. 60 Stück

Für den Teig

  • 400 g griechischen Joghurt
  • 100 ml Olivenöl (oder ein neutraleres Öl)
  • 1 TL Salz
  • 500 g Mehl (Typ 550 oder ein anderes)
  • 2 gestrichene TL Backpulver

Für die Füllung

  • 300 g Feta
  • 100 g Manouri (oder Ricotta oder siehe oben)
  • 1 TL getrocknete Minze (oder etwas mehr frische Minze)
  • 1 TL getrockneter Oregano
  • frisch gemahlener schwarzer Pfeffer

Zum Bestreichen

  • 1 Ei
  • 1-2 EL Milch
  • Sesam und/oder schwarzer Sesam

1.
Alle Zutaten für den Teig in eine Schüssel geben. Erst mit einem Löffel vermengen und dann mit den Händen zu einem glatten Teig kneten. Der Teig ist sehr weich, lässt sich gut formen und klebt nicht an den Händen. Am besten etwa 1 Stunde kühl stellen. Man kann ihn aber auch gleich verwenden.

2.
Für die Füllung die beiden Käsesorten in einer Schüssel zerbröckeln. Mit einer Gabel so bearbeiten, dass die Käsebrocken immer feiner werden. Es muss aber keine glatte Creme werden. Die Kräuter und den Pfeffer dazugeben und abschmecken.

3.
Den Ofen vorheizen auf 180 Grad und ein Backblech oder zwei mit Backpapier auslegen.

4.
Einen Teil des Teiges auf einer bemehlten Arbeitsfläche ausrollen, ca. 5mm dick. Mit einem Glas runde Teigstücke ausstechen von etwa 5cm Durchmesser ausstechen. Man kann den Teig auch mit den Händen plattdrücken und möglichst rund formen.

Griechische Teigtaschen mit Käse

5.
Gefüllt wird das Teigstück mit einem halben Teelöffel von der Fettcreme. Nun den Teig zu einem Halbmond klappen die Ränder andrücken. Wenn ihr möchtet, könnt ihr den Rand auch mit einer Gabel rundherum verschließen und so ein Muster formen.

6.
Auf das Backblech legen und so lange weitermachen bis Teig und Füllung verbraucht sind. Das Ei mit der Milch glatt rühren und die Teigtaschen damit bestreichen. Nach Geschmack mit Sesam bestreuen. Bei 180 ° C ca. 20 bis 25 Minuten backen bis sie goldbraun sind.

Tiropitakia mit Sesam

Sie schmecken warm und kalt. Zum Frühstück, Mittag- und Abendessen und auch zwischendurch.

 


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Auberginen mit Kartoffeln im Ofen

Auberginen mit Kartoffeln- und Feta

Was mich an griechischen Alltagsgerichten fasziniert ist die Schlichtheit. Ich kenne tatsächlich keine andere Küche, in der so konsequent Gerichte mit 2-3 vegetarischen (oder veganen) Zutaten der Saison den Mittelpunkt einer Mahlzeit bilden. Zum Beispiel Erbsen in Tomatensauce, Grüne Bohnen in Tomatensauce (Fasolakia) oder Okraschoten (Bamies) aber auch der Tomatenreis…, die Liste könnte hier ewig lang sein. In Griechenland werden diese Gerichte „Ladera“ genannt, was so viel heißt wie „in Olivenöl (gekocht)“ – meist ohne Fleisch oder Fisch.  Reichlich gutes Olivenöl und eine lange Kochzeit bei milder Hitze sind dabei ausschlaggebend für den Geschmack. Am Tisch werden Ladera meist mit viel Schafskäse, reichlich Brot und mit Blattsalaten oder gekochten Salaten sowie Oliven begleitet. Ich kenne Griechen, die sich dann nicht mehr so laut über das fehlende Fleisch aber umso lauter über den fehlenden Schafskäse beschweren.

Dabei muss ich zugeben, dass ich oft etwas am Olivenöl spare, denn auch wenn es sehr gesund ist, es ist trotzdem sehr gehaltvoll. Das Olivenöl ist dennoch das Geheimnis, nehmt also ruhig etwas mehr. Ich suche immer den Zwischenweg zwischen ein paar Esslöffeln und den ganzen Tassen Olivenöl, die meine Tanten ins Essen schütten.

Die Auberginen mit Kartoffeln könnte man auch im Topf machen. Ich bevorzuge sie jedoch aus dem Ofen. Auf das vorherige Anbraten der Auberginen verzichte ich, ich finde dadurch wird es zu fettig (auch wenn es dadurch besonders lecker wird).

Zutaten für 2

  • 1 große Aubergine oder 2 kleine
  • 6 mittelgroße Kartoffeln
  • 6 EL Olivenöl
  • 1 Zwiebel
  • 1 Knoblauchzehe
  • 1 Chilischote (oder später scharf mit Paprika würzen)
  • 250 ml passierte Tomaten
  • 1 TL Thymian
  • Salz
  • schwarzer Pfeffer
  • 1 TL Zucker
  • 1 Lorbeerblatt
  • Paprika edelsüß
  • Piment (gemahlen oder 2-3 Körnchen)
  • 100 g Schafskäse (je nach Geschmack)

Die Zwiebel und die Knoblauchzehe fein hacken. Genauso die Chilischote, dabei die Kerne entfernen. Das Olivenöl erhitzen und die Zwiebel darin bei milder Hitze andünsten. Sobald die Zwiebel glasig ist, den Knoblauch und die Chili hinzufügen und kurz mitbraten. Die passierten Tomaten hinzufügen und mit Thymian, Salz, Pfeffer, Zucker, Paprika edelsüß, dem Piment und dem Lorbeerblatt würzen. Bei sanfter Hitze ca. 15 Minuten köcheln lassen.

Den Ofen auf 180 Grad vorheizen.

Die Auberginen waschen und in grobe Stücke schneiden. Die Auberginenstücke salzen und ca. 15 Minuten beiseitestellen. Die Flüssigkeit, die sich dabei bildet mit einem Küchentuch entfernen.

In der Zwischenzeit die Kartoffeln schälen und achteln. Die Auberginen mit den Kartoffeln in eine ofenfeste Form geben und mit der würzigen Tomatensauce übergießen. Gut vermengen und in die mittlere Schiene des Ofens schieben.

Ca. 50-60 Minuten bei 180 Grad backen, bis die Kartoffeln schön weich sind und die Sauce schön sämig ist. Den Schafskäse am Tisch über  das heiße Gericht zerbröckeln.


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Pasta mit Feta und würzigen Extras

Pasta mit Feta oder Makaronia me tiri

Μακαρόνια με φέτα oder μακαρόνια με τυρί… oder einfach Nudeln mit Schafskäse.

Letztes Jahr  – irgendwann gegen Ende Juli – bin ich mit diesem Blog online gegangen. Ich hatte nachmittags beim Spazieren die Idee dazu, den Namen und schon konkrete Vorstellungen für das erste Bild und den Post. Das Bild habe ich vor ein paar Tagen ausgetauscht, oben seht ihr das neues Foto. Am Abend habe ich mich gleich auf meinen Balkon gesetzt, mich auf WordPress angemeldet und losgelegt.

Und nun liegt dieser Start ganze 12 Monate zurück, mein Blog hat quasi Geburtstag. Und deshalb gibt es eines meiner absoluten Lieblingsessen: Nudeln mit Schafskäse! Ich könnte jeden Tag Nudeln essen, wirklich! Im Alltag (und meist nur für mich allein) koche ich mir etwas fixes. Viel Zeit bleibt mir nach dem Job einfach nicht, deshalb habe ich ein großes Repertoire an völlig unaufwändigen, unspektakulären Gerichten aus Griechenland, aus dem Orient, aus Asien, aus Italien und auch aus Deutschland. Experimentieren mit Gewürzen und Kräutern bringt jeden Tag Abwechslung in Nudeln, Couscous, Linsen, Gemüse & Co.

Makaronia mit Feta ist so ein 08/15 -Rezept, das es bei uns früher häufig gab. Meine Eltern arbeiteten ziemlich viel und das erste was mir mein Vater beibrachte war dieses schlichte Nudelgericht. Da ich kürzlich frischen wilden Salbei vom Peloponnes geschickt bekommen habe, gibt es heute die Luxus-Variante!

Ihr braucht

  • Nudeln – genug für eine große Portion bzw. für alle Esser, die am Tisch sitzen
  • Salz
  • Feta – (Menge: siehe Nudeln)
  • richtig gutes Olivenöl, ein paar Esslöffel (mehr oder weniger nach Geschmack)
  • edelsüßes Paprikapulver
  • Chilipulver
  • wilden Salbei (oder etwas anderes, oder nichts)
  • Pfeffer

Ihr kocht die Nudeln im Salzwasser nach Packungsanweisung und Gusto. Solange die Nudeln kochen, zerbröckelt ihr schon mal grob den Schafskäse. Dann gießt ihr die Nudeln ab und stellt den Topf gleich wieder auf die heiße Herdplatte und schaltet die Hitze etwas runter. (Wer will schon zu viele Töpfe putzen).

In den heißen Topf gießt ihr das Olivenöl hinein und gebt gleich das Paprikapulver mit dem Chili und dem Salbei dazu. Ein paar Sekunden im heißen Öl anschwitzen, bis es richtig schön duftet. Den Topf vom Herd ziehen, die Nudeln ins Würzöl geben und darin schwenken.

Einen großen Teller mit den Nudeln füllen und je nach Geschmack viel oder wenig Feta darüber streuen. Wer möchte (und wem das Ganze zu trocken erscheint) kann jetzt noch einen Schuss Olivenöl darüber träufeln. Zuletzt mit frisch gemahlenem Pfeffer garnieren.

Und wer zwei bis fünf Minuten mehr Zeit hat, kann noch kleingeschnittene Tomaten oder Zucchini mit ins Öl geben, oder mit ein paar Oliven dekorieren, oder kleingeschnittene Peperoni dazugeben, oder frische Kräuter, oder, oder, oder…

Wilder Salbei

Noch etwas zum Salbei, den ihr am Rand des Tellers und hier auf dem großen Bild seht…

Wilder Salbei vom Peloponnes

Dieser wilde Salbei vom Süden Peloponnes sieht ganz anders aus als der normale Gartensalbei, den es hier gibt. Die Blätter sind kleiner, und richtig fest und samtig. Sie schimmern leicht silbrig. Der Duft ist kaum zu beschreiben, richtig intensiv, wie ich es vom normalen Salbei hierzulande nicht kenne. Ich habe dieses Nudelgericht vor ein paar Tagen für Freundinnen in einer fremden Küche gekocht und dazu ein paar Zweige Salbei fest verschlossen in einem Plastikbeutel mitgenommen. Die ganze Handtasche riecht trotz meiner „professionellen“ Verpackung immer noch wunderbar nach Salbei! Soviel zur Intensität des Duftes. Er hat übrigens wunderbar mit den Nudeln harmoniert.

1 Jahr Zitronen und Olivenöl

Zum Abschluss gibt es noch eine kleine Blogstatistik, da ich das auf anderen Blogs selbst sehr gerne lese:

  • die meisten Besucher kommen aus Deutschland, Österreich und Schweiz gefolgt von Griechenland
  • Aus Grönland, China und Kasachstan hatte ich noch keine Besucher (ich möchte bitte im nächsten Jahr einen Besucher aus Grönland. Mindestens einen, bitte!)
  • Ansonsten sind sogar ein paar Besucher aus Jamaica, Katar, Paraguay, Korea und Peru auf dem Blog. Während der WM sogar aus Brasilien…(?)
  • Die meisten, die über Suchmaschinen den Weg hierher finden haben nach Giouvetsi, Zitronenkartoffeln, oder Florinis gesucht.
  • Ich bin mir nicht sicher, ob ich die nach diesen Begriffen Suchenden glücklich gemacht habe: „bohnen griechisch schleimig“, „zitrone farbe fleisch“, „www.taverne.gr sindages“, „wie decken isch einen grichischen tisch richtig“
  • Diese Suchanfrage möchte ich hier gleich beantworten: „was heisst auf griechisch, ich habe einen kuchen für dich gebacken „Nun, das heißt „sou ékana glikó“ oder „σου έκανα γλυκό“!
  • Mittlerweile habe ich jeden Tag Aufrufe im niedrigen dreistelligen Bereich und insgesamt im fünfstelligen Bereich.

… und vielen Dank für eure vielen Likes und die netten, zahlreichen Kommentare! 

 

 


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Sommerliche Zitronenkartoffeln mit Feta und Rosmarin

Sommerliche Zitronenkartoffeln mit Feta und Rosmarin

Πατάτες με λεμόνι, τυρί και δεντρολίβανο

Vielleicht erinnert ihr euch an die Zitronenkartoffeln, die ich schon auf dem Blog vorgestellt habe. Abgesehen vom Geschmack liebe ich dieses Gericht, weil man damit gar keinen Aufwand hat. Vor allem dann nicht, wenn Besuch da ist. Einfach schnell die Kartoffeln schälen und ab in den Ofen. Eine Variante, die ich besonders mag ist die mit Rosmarin und Schafskäse.

In Griechenland bewundere ich immer das kleinblättrige Basilikum und den Rosmarin auf den Terassen. Gekocht wird damit jedoch nicht – zumindest nicht bei meinen Verwandten im Norden Griechenlands. Und so sind sie kurz irritiert, wenn ich die Terassendeko zweckentfremde und Blättchen und Zweige mit in die Küche nehme. Im restlichen Griechenland mag das anders sein 🙂

Zutaten

  • 500 g Kartoffeln
  • Salz
  • Paprika edelsüß
  • Pfeffer
  • ca. 1 TL getrockneten Oregano
  • 2-3 Zweige Rosmarin
  • 1 Zitrone
  • Olivenöl
  • 100-150 g Schafskäse

Die Kartoffeln schälen und in Stücke schneiden. Die Zitrone auspressen.Von einem Rosmarinzweig die Nadeln abstreifen und fein hacken. Alle Zutaten – außer dem Schafskäse – in eine Auflaufform geben und in den vorgeheizten Ofen schieben. Das Olivenöl habe ich nicht abgemessen, da ich gar nicht vorhatte dieses Rezept heute zu bloggen. Ich schätze es waren 8 Esslöffel. Bei 200 Grad ca. 50 Minuten backen. Nach ca. 30 Minuten die Kartoffeln wenden und prüfen, ob die Hitze zurückgeschaltet werden muss.

In der Zwischenzeit den Schafskäse in Würfel schneiden und nach 50 Minuten zu den Kartoffeln geben. Ca. 5-7 Minuten mitbacken. Der Schafskäse behält seine Form und wird warm und etwas weicher.

Wer möchte würzt noch mit frischgemahlenem schwarzen Pfeffer.

Und ganz zum Schluss kommt noch eine kleine Neuentdeckung von mir auf dieses Gericht: Fingersalz aus Zypern. Das habe ich letzte Woche beim Bestellen eines ganz besonderen griechischen Tees entdeckt. Vom Tee bin ich so begeistert, dass ich ihn euch bald hier vorstellen werde. Zurück zum Salz: In der Verpackung finden sich kleine Pyramiden, die tatsächlich durch das Zusammenspiel von starken Wellen, Wind und Sonne diese Form bekommen. Ich benutze es zur Zeit nahezu jeden Tag und brösel es am Tisch über fast jedes Gericht. Es ist etwas knuspriger als Fleur de Sel, das vorübergehend vom Tisch ins Gewürzregal wandern musste.

Fingersalz aus Zypern - Falksalt