Zitronen und Olivenöl

Der Geschmack meiner griechischen Heimat – Ein griechischer Foodblog


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Griechischer Joghurtkuchen

 

Joghurtkuchen oder Jaourtopita ist ein schlichter Kuchen, der durch den Joghurt und etwas Zitronenschale frisch und leicht schmeckt. Der Kuchen ist schnell gebacken,  die benötigten Zutaten habe ich fast immer Im Haus: ein paar Eier (es geht auch ohne), Butter oder Olivenöl, Zitrone, Mehl und natürlich griechischer Joghurt. Den habe ich sowieso immer im Haus. Statt Zitronenschale kann man auch Orangenschale verwenden, lecker ist auch Limettenschale.

Pita werdet ihr als herzhaftes Gericht mit Filoteig und verschiedenen Füllungen wie Spinat oder Feta kennen. Auch flache süße Kuchen mit oder ohne Filo werden Pita genannt. Jaourtopita gibt es in verschiedenen Varianten ganz pur wie mein Rezept oder mit Sirup getränkt, also siropiasti Jaourtopita. Ich bevorzuge die Version ohne Sirup, da der Kuchen dadurch noch frischer schmeckt (und auch weniger Zucker hat).

 

Zutaten für eine Springform

  • 180 g weiche Butter
  • 180 g Zucker
  • 1 EL selbst gemachter Vanillezucker, oder etwas Vanille-Extrakt
  • 3 Eier
  • 350 g griechischer Joghurt (ich verwende Joghurt mit 10% oder 5% Fett)
  • geriebene Schale einer halben Bio-Zitrone
  • 300 g Mehl
  • 3 TL Backpulver
  • Butter, Mehl und Backpapier für die Springform

 

1
Den Ofen auf 180° vorheizen und den Boden einer Springform mit Backpapier auslegen. Springform mit Butter fetten und mit Mehl ausstreuen.

2
Die Butter mit dem Zucker und dem Vanillezucker schaumig rühren. Anschließend die Eier einzeln unterrühren. Den Joghurt mit der Zitronenschale ebenfalls unterrühren. Mehl mit Backpulver mischen und unter den Teig rühren.

3
Den Kuchenteig in die vorbereitete Springform füllen und in der Mitte des Ofens für 35-40 Minuten backen. Nach 30 Minuten mit einem Zahnstocher prüfen, ob der Kuchen bereits gebacken ist. Klebt kein Teigkrümelchen dran, dann ist der Kuchen fertig. Den Kuchen ein paar Minuten in der Form abkühlen lassen und dann aus der Form lösen. Vollständig abkühlen lassen und je nach Geschmack mit Puderzucker bestäuben.

 

Noch mehr süße Pitas


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Kidonopasto – Quittenbrot

Kidonopasto - Quittenbrot

Wenn mich Quitten auf dem Markt so leuchtend gelb anlachen, dann nehme ich meistens ein paar mit. Auf dem Heimweg frage ich mich dann, „was mache ich jetzt bloß damit“ und „hast Du auch Pflaster im Haus“?. Denn Quitten brauchen meist etwas Zeit und scharfe Messer. Die drei Quitten, die ich nach Hause trug, teilte ich also gedanklich ein: Kidonato – Kalbfleisch mit Quitte für den Besuch, neues Rezept 1 für den Blog, neues Rezept 2 für den Blog. Das war der Plan. Dann hatte ich keine Zeit für neues Rezept 1 oder 2, denn ich musste für ein paar Tage weg und irgendjemand hätte die Ergebnisse ja auch essen müssen. Also stellte ich mich letzten Sonntag Abend an den Topf und kochte die beiden Quitten zu Kidonopasto. Wollte ich sowieso mal machen.

Kidonopasto ist hier als Quittenbrot bekannt. Ein uraltes etwas aus der Zeit gefallenes süßes Rezept. Es passt gut zu Käse – wie finde ich. Und ein kleines Stückchen davon stillt spontanen Hunger nach Süßem. Wer Quitten und Süßes mag, der sollte das mal ausprobieren.

Quitten schälen läuft bei mir meisten so ab: Quitte vorsichtig schneiden, in den Finger schneiden, Pflaster suchen, Handschuhe suchen, Pause machen, vorsichtiger weiter schneiden… Deshalb habe ich diesmal das Kerngehäuse vor dem Kochen nicht entfernt. Das hat prima funktioniert. Schälen würde ich die Quitten dennoch.

Arbaroriza, bzw. Rosengeranie ist nicht zwingend notwendig. Aber zur Zeit habe ich eine Arbaroriza auf der Küchenbank. Ein paar Zweige haben die Reise aus Griechenland in einer Keksdose überlebt und seit August auch meine Pflege auf der Küchenbank. Die Blätter dieser Geranie (Pelargonium graveolens) duften nach Rosen und geben Glyko koutaliou (eingekochten Früchten) ein besonderes Aroma und eine schöne Farbe. Auch Kidonopasto wird häufig mit dieser Geranienart verfeinert.

Zutaten

  • 2 große Quitten (ca. 814 g / geschält 630 gekochte Quitten )
  • 500 g Zucker (ich nehme etwas weniger als das Quittenpürree)
  • optional 1 großer EL Thymianhonig oder anderer Honig
  • 1 Zimtstange
  • optional 3 Blätter von der Rosengeranie (Pelargonium graveolens)

Außerdem:
Backpapier, Sesam, gemahlene Mandeln oder andere Nüsse bzw. Zucker zum Dekorieren

1
Die Quitten waschen und den Flaum auf der Schale mit einem Küchentuch entfernen. Die Quitten schälen und Stiel- und Blütenansatz entfernen. Die Quitten halbieren und anschließend in Achtel schneiden. Das Kerngehäuse lässt sich nach dem Kochen ganz leicht entfernen.
(Ich habe die Schale nicht entfernt und nur harte Stellen nach dem Kochen entfernt und die Schale einfach püriert). Wer es ganz fein mag, entfernt die Schalen vor dem Kochen oder gibt das Fruchtmus nach dem Kochen durch ein Sieb.

2
Die Quitten mit einem Gernanienblatt und der Zimtstange und reichlich Wasser in einen Topf geben. Aufkochen und leicht köcheln lassen, bis die Quitten weich sind. Das dauert je nach Reifegrad der Quitten ca. 20 Minuten oder ein paar Minuten länger. Zimtstange und Geranienblatt aus dem Topf fischen. Die Zimtstange beiseitelegen. Die Quitten durch ein Sieb geben und den Saft dabei auffangen. Etwas abkühlen lassen, um das Kerngehäuse zu entfernen. (Aus dem Saft und dem Kerngehäuse lässt sich mit Gelierzucker Quittengelee zaubern).

Quitten kochen

3
Das Quittenmus abwiegen und entweder die gleiche Menge Zucker oder ca. 100 g abmessen. Quittenmus und Zucker zurück in den Topf geben, zusammen mit der Zimtstange und den zwei Geranienblättern. Zum Kochen bringen. Den Honig hinzufügen.

Quittenmus für Quittenbrot einkochen4
Bei mittlerer bis starker Hitze zu einer festen Masse einkochen. Dabei muss ständig gerührt werden, damit nichts anbrennt. Das geht am besten mit einem  Holzschaber, mit dem man über den Topfboden streichen kann. Das Einkochen kann unterschiedlich lange dauern, bei mir waren es ca. 40 Minuten. Die Masse soll nicht mehr vom Löffel fallen und wenn man mit dem Löffel über den Boden fährt, dann soll die Quittenmasse noch zusammenhalten.

5
Wenn das Kidonopasto fertig ist, die Zimtstange und die Geranienblätter entfernen. Ein Backblech oder eine Auflaufform mit Backpapier auslegen und die Maße darauf verstreichen. Möglichst gerade, möglichst gleich dick, ca. 1 cm. Ich bin da nicht ganz so perfektionistisch veranlagt…  Mehrmals die Form auf die Arbeitsplatte klopfen, um Luftbläschen zu entfernen. Eine Palette in das zurückbehaltene Kochwasser tauchen und die Oberfläche damit glatt streichen. Mit einem großen Schneidebrett oder einem Backblech abdecken.

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Nun heißt es warten: das Quittenbrot muss 3-4 Tage trocknen. Ich war zwischendurch vereist und mein Kidonopasto durfte 6 Tage trocknen. Es ist immer noch leicht klebrig.

Quittenbrot trocknen

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Das Quittenbrot in Stücke schneiden und entweder ganz pur lassen oder in Nüssen oder Sesam wenden. Traditionell wird es zum Beispiel in Zucker gewendet. Aber da schon genug Zucker im Quittenbrot selber ist, braucht es meiner Meinung nach nicht noch zusätzlich Zucker drumherum. Ich bewahre es zwischen Butterbrotpapier geschichtet in einer Dose auf. Es hält sich lange. Das meiste davon verschenke ich.

Rezepte mit Quitten
Kidonato, Glyko koutalie mit Quitten, gebackene Quitten mit Joghurt. Hier gibt es noch mehr Quittenrezepte


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Süßes Samali mit Mastix

Samali, griechischer Grießkuchen mit Joghurt und Mastix

Wie aus der Zeit gefallen kommt mir dieser Grießkuchen mit Sirup vor. Warum? Das kann ich gar nicht so genau erklären. Vielleicht, weil Samali immer noch in manchen Städtchen und an einigen Plätzen von älteren Herren auf der Straße verkauft wird. Auf der Platia zum Beispiel, dem zentralen Ort einer Stadt. Dort sitzen sie meist auf kleinen Klapphockern an einem schattigen Plätzchen. Vor ihnen ein Klapptisch mit einem flachen Tablett, dessen Inhalt durch den Glasdeckel gut zu erkennen ist. Beim Vorbeigehen erhascht man einen Blick darauf und erkennt einen flachen Kuchen, meist rautenförmig geschnitten, mit Mandeln oder anderen Nüssen verziert. Immer wieder bleibt jemand stehen und hält ein Schwätzchen, ein Koulouri-Verkäufer oder ein Verkäufer von Losen. Manchmal auch ein Kunde, der ein paar Stücke kauft. Und das in Griechenland, wo an fast jeder Ecke eine Konditorei gibt…

Samali, gehört zu den köstlichen Sirupkuchen, die es aus dem Orient nach Griechenland geschafft haben. Dieser Kuchen hat große Ähnlichkeit mit Revani, allerdings werden keine oder nur wenig Eier für den Teig verwendet. Und ein Gewürz darf bei Samali nicht fehlen, nämlich Mastix.

Mastix ist ein Baumharz, für das die Insel Chios berühmt ist. Es wird von Mastix-Pistazienbäumen gewonnen und würzt Kuchen, aber auch herzhafte Gerichte. Mastix bekommt ihr beim griechischen Lebensmittelhändler oder online, aber fragt auch beim türkischen oder arabischen Lebensmittelhändler nach. Ihr bekommt ihn in Form von Harzkügelchen, die sich mit etwas Zucker sehr leicht im Mörser zu Pulver verarbeiten lassen. Gemahlen gibt es ihn natürlich auch, allerdings ist das Aroma beim selbst pulverisieren intensiver. Wirklich ersetzen lässt sich Mastix nicht, da es einen ganz eigenen Geschmack hat, aber ihr könnt natürlich Vanillezucker nehmen, oder Kardamom.

Samali besteht aus wenig Zutaten, ich verwende Grieß und Joghurt für den Teig, den Zucker verwende ich nur im Sirup, da es mir sonst zu viel wird. Der Kuchen ist nach dem Backen relativ fest und wird durch den Sirup saftig. Man kann ihn auch vegan zubereiten, dafür wird der Joghurt durch Orangensaft oder Orangensaft und Olivenöl ersetzt. Übrigens… Zitrone statt Orangen schmeckt ebenfalls gut.

Zutaten

  • 300 g grober Hartweizengrieß
  • 100 g feiner Hartweizengrieß
  • 500 g griechischer Joghurt
    (Fettstufe ganz nach Geschmack, ich nehme meist den mit 10% Fett)
  • geriebene Schale und Saft einer halben Orange
  • 1 TL Natron
  • 1 knapper TL Mastix-Tränen bzw. geriebenes Mastix
  • 1 TL Zucker

Sirup

  • 350 g Zucker
  • 400 ml Wasser
  • ein Stück Orangenschale
  • wer hat… einen Schluck Mastix-Likör

Außerdem

  • Butter für die Form und zum Bestreichen des fertigen Kuchens
  • rechteckige Backform
  • 20-30 geschälte, ganze Mandeln
  • Backform: 20 x 30 cm

1
Die beiden Grießsorten mit der Orangenschale vermischen. Die Mastix-Harz mit dem TL Zucker im Mörser fein zermösern. Der Zucker hilft dabei, dass das Mastix nicht klebrig wird. Das Natron in einem Glas mit dem Orangeschaft vermischen, am besten direkt über der Schüssel mit dem Grieß, da es ziemlich schäumt. Zum Grieß geben. Den griechischen Joghurt cremig rühren und ebenfalls zum Grieß geben. Alles sorgfältig und geduldig vermischen. Es entsteht eine relativ feste Masse.

2
Die Backform mit Butter bestreichen. Die Grieß-Joghurt-Masse in die Form geben und gleichmäßig glattstreichen. Das geht am besten mit Geduld und mit einer Palette oder mit einem breiten Messer, dass man man immer wieder in ein Glas mit Wasser taucht. Das Samali mit Frischhaltefolie bedecken und ca. 2-3 Stunden (oder über Nacht) stehen lassen (im Sommer am besten im Kühlschrank).

3
Den Backofen auf 180 Grad vorheizen und das Samali wieder mit einem Messer, dass man immer wieder in ein Glas mit Wasser taucht, in rechteckige oder rautenförmige Stücke schneiden. Jedes Stück mit einer Mandel verzieren. Im Ofen ca. 40 – 45 Min. goldgelb backen.

4
Währenddessen den Sirup kochen. Dafür 400 ml Wasser und den Zucker mit einem Stück Orangenschale in einen Topf geben und zum Kochen bringen. Etwa 3 Min. kochen lassen. Ich hatte Mastix-Likör zuhause und habe ganz spontan noch einen großzügigen Schluck davon zum Sirup gegeben.

5
Sobald der Kuchen fertig gebacken ist, mit dem noch warmen Sirup langsam übergießen. Das sieht zunächst danach aus, dass der Kuchen den Sirup niemals aufnehmen wird. Doch schon nach 15 Min.  ist vom Sirup nichts mehr zu sehen. Nun kommt der schwierigste Part. Der Kuchen sollte ca. 3 Stunden durchziehen, am besten länger. Meist schmeckt er am nächsten Tag sogar noch besser, da sich das Mastix-Aroma voll entfalten konnte.

Samali mit Joghurt und Mastix

 

Noch mehr Sirup-Kuchen? Dann probier mal

 


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Fanouropita – die simple mit 7 Zutaten

Eigentlich sollte ich diesen leckeren veganen Kuchen rund ums Jahr backen. Zum Frühstück schmeckt er mir besonders gut. Dieser Kuchen wird traditionell am 27. August in Griechenland gebacken.

Was es damit auf sich hat und eine der zahlreichen Varianten findet ihr auch hier Fanouropita – „Wünsch Dir was Kuchen“mit neun Zutaten. Es geht aber noch simpler, nämlich nur mit sieben Zutaten. Die Zutaten für Fanouropita müssen der Tradition nach eine ungerade Zahl aufweisen: 7, 9, oder 11.

Heute stelle ich euch meine Variante für eine Fanouropita mit sieben Zutaten vor.

Zutaten für ein Springform

  1. 280 g Mehl
  2. 2 TL Backpulver
  3. 2 TL Zimt oder etwas weniger
  4. 140 ml Olivenöl
  5. 160 ml frisch gepresster Orangensaft (von ca. 4 Orangen)
  6. 140 g Zucker
  7. 50 g gehackte Walnüsse

Fett für die Form
Puderzucker zum Dekorieren, Springform

1.
Backofen auf 180 ° vorheizen. Die Form fetten und mit Mehl ausstreuen.

2.
Die trockenen Zutaten mischen: Mehl, Backpulver und Zimt.

3.
Die Orangen auspressen. Den Orangensaft mit dem Olivenöl und dem Zucker verrühren. Die Mehlmischung mit einem Löffel unterrühren.  Zum Schluss die Walnüsse unterheben.

4.
Den Teig in die Form füllen und bei 180 ° backen. Bei mir hat es 35 – 40 Minuten gedauert. Mit einem Zahnstocher prüfen, ob der Kuchen gar ist.

Wenn der Kuchen abgekühlt ist mit Puderzucker dekorieren

Fanouropita mit 9 Zutaten


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Revani – süßer Grießkuchen, na endlich

Revani aus Veria

Ich gestehe, ich liebe und hasse diesen Kuchen zugleich. Lieben, weil er einfach lecker sein kann, vor allem dann, wenn er nicht zu süß ist. Bis heute ist er mir nie so gelungen, wie ich ihn haben möchte. Meine Festplatte ist voller Bilder von früheren Backversuchen für den Blog. Die Fotos sehen vielversprechend aus, nur der Kuchen entsprach nicht meinem Geschmack.

Mein perfektes Revani darf süß, aber nicht zu süß sein, es muss locker sein und grobkörnig in der Konsistenz. Die Konsistenz ist mir besonders wichtig. Der Kuchen soll so aussehen, als würde er gleich auseinander fallen. Man soll den Eindruck haben, dass man fast jedes Grießkörnchen, das sich mit dem Sirup vollgesaugt hat, sehen kann. Der Kuchen muss gleichmäßig mit Sirup getränkt sein, also nicht so, dass die obere Kuchenhälfte trocken ist, während die untere Hälfte im Sirup schwimmt. Und schmecken soll er natürlich auch. Und das bitteschön auch am nächsten Tag…

Revani gehört eher zu den einfachen Sirupkuchen, allerdings nicht für mich. Mit dem heutigen Ergebnis bin ich ganz zufrieden und teile das Rezept mit euch. Für Revani benötigt man Grieß, und zwar unbedingt Hartzweizengrieß. Die meisten verwenden feinen Grieß und Mehl oder groben Grieß. Ich mische gerne beide Grießsorten, um die für mich perfekte Konsistenz zu erzielen, genau wie bei Halva. Es lohnt sich dafür, beim Griechen oder auch online den richtigen Grieß zu kaufen, oder beim Araber zu schauen. Hartweizengrieß gibt es fein oder grob.

Zu Revani gibt es unzählige Rezepte, mal mit Kokosraspeln oder ohne, mal mit Mandeln oder ohne. Er ist auch in der Türkei und im arabischen Raum beliebt. In Griechenland ist die nördliche Stadt Veria, ganz in der Nähe meiner Heimatstadt für Revani bekannt.

Übrigens: Das Revani hier ist trotz des Sirups nicht sehr süß, wer mag gibt noch etwa 30 g Zucker mehr in den Teig.

Für den Sirup

  • 250 g Zucker
  • 275 ml Wasser
  • 1 Bio-Zitrone (Saft und Schale)

Zutaten für den Kuchen

  • 160 g grober Hartweizengrieß
  • 80 g feiner Hartzweizengrieß
  • 30 g Mehl
  • 50 g gemahlene Mandeln
  • 2 TL Backpulver
  • 4 Eier (mittelgroß)
  • 70 g Zucker
  • Mark einer halben Vanilleschote
  • 20 g Olivenöl (oder ein neutrales Pflanzenöl)
  • 200 g griechischer Joghurt
  • 1 Bio-Zitrone (Saft und Schale)

Außerdem

  • Kokochips zum Dekorieren (oder Kokosraspel)
  • Fett für die Form
  • Springform (26 cm Durchmesser)

1.
Den Backofen auf 160 ° vorheizen. Den Boden der Springform mit Backpapier auskleiden und den Rand mit etwas Öl fetten.

2.
Für den Sirup den Zucker mit dem Wasser in einen Topf geben. Die Schale fein mit einem Gemüsehobel von der Zitrone schneiden und zusammen mit dem Zitronensaft zum Zucker geben. Aufkochen lassen und etwa 2 Min. kochen lassen. Vollständig abkühlen lassen.

3.
Die beiden Grießsorten, das Mehl, die Mandeln und das Backpulver in einer Schüssel mischen.

4.
Die Eier in einer anderen Schüssel zusammen mit dem Zucker und dem Vanillemark schaumig schlagen bis sich das Volumen verdoppelt hat. Das dauert ein paar Minuten. Dann das Olivenöl und den Joghurt unterrühren. Die Zitrone waschen und die Zitronenschale reiben, den Saft auspressen. Saft und Schale unter die Masse rühren.

5.
Die Grießmischung unter die Eimischung kurz unterrühren, bis ein glatter Teig entstanden ist. In die Form geben und bei Ober- und Unterhitze bei etwa 180 ° 35 Minuten backen, Stäbchenprobe machen. Wenn nichts am Zahnstocher klebt, ist der Kuchen gar.

6,
Dein heißen Kuchen langsam und gleichmäßig mit dem abgekühlten Sirup übergießen, am besten löffelweise. Erst anschneiden, wenn das Revani abgekühlt ist und der Sirup vollständig vom Kuchen aufgenommen worden ist. Es heißt also geduldig sein. In Rauten oder Stücke schneiden und mit Kokoschips dekorieren.

Revani - saftiger Grießkuchen

Bei diesen kleinen Rautenstücken, kann man übrigens getrost zwei essen.

Revani aus Veria


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Moustalevria

Moustalevria - griechische Mistcreme

Es gibt etwas Süßes: eine sehr einfache Creme aus Most, bzw. frischem Traubensaft. Das Wort Moustalevria setzt sich aus den Worten Most (Moustos) und Mehl (Alevri) zusammen. Das war es auch schon. Während der Weinlese wird aus dem frisch gewonnenen Traubensaft diese Süßigkeit gekocht.

Nachdem ich keine Most in München gefunden habe, und auch engagierte Weinhändler kratzten sich eher am Kopf und schlugen vor, die Trauben selbst zu pressen. Ich kann euch sagen, dieser eher kleine Aufwand lohnt sich. Für diese eher feste Traubencreme kann man weiße oder blaue Trauben nehmen oder wie ich, einfach mischen. Auf dem Münchner Viktualienmarkt habe ich mir ziemlich viel Zeit genommen, um Trauben auszusuchen. Ich durfte bei einem meiner Lieblingsstände mich durch alle Traubensorten durchprobieren. Entschieden habe ich mich für die leckersten, die schon von sich aus süß genug sind: dunkle und helle Muskat-Trauben.

Verschiedene Trauben

Ein paar Tage vorher hatte ich eine Duftgeranie entstanden. Die Blätter werden in Griechenland häufig für Glyko koutalio, süß eingekochtes Obst, verwendet. Uns so landeten zwei Zweige mit jungen Blättern in meiner Moustalevria.

Duftgeranie oder Duftpelargonie. Die Blätter eigenen sich für Süßspeisen

Zucker verwende ich keinen. Wer es sehr süß haben möchte, der lässt den Saft einfach länger kochen, so dass durch die Reduktion der Zuckergehalt steigt. Dann muss die Stärkemenge reduziert werden.

Die Moustalevria kann man in flache Schälchen füllen oder man streicht sie in eine Springform und schneidet daraus Rauten oder Quadrate. Dekoriert wird sie mit Sesam und gehackten Walnüssen.

Und in Würfel geschnitten macht sie sich auch ziemlich gut auf einer Käseplatte.

Zutaten

  • 2 kg Trauben (sollte gut 1 l Traubensaft ergeben)
  • 120 g Speisestärke
  • optional: 2 Zweige Duftgeranie
  • 50 g Sesam (hier ungeschält)
  • 8 Walnusshälften
  • ein paar Trauben zum Dekorieren

1.
Die Trauben waschen von den Stielen befreien und im Mixer pürieren. Wer einen Entsafter hat, der nutzt einen Entsafter. Durch ein Sieb geben, abtropfen lassen. Mit einem Löffel oder mit den Händen so viel Saft wie möglich ausdrücken. Vier bis fünf Mal durch ein Sieb geben damit möglichst alle Kerne und Schalenstückchen herausgefiltert werden.

Frischer Traubensaft

2.
Den Saft in einen Topf geben, dabei 2 Schöpflöffel in einer Schüssel beiseite stellen. Den Traubensaft zum Kochen bringen und köcheln lassen. Dabei entsteht Schaum, diesen abschöpfen. Die Duftgeranienzweige zum Saft geben. Ca. 15 Minuten sanft köcheln. Je länger der Saft kocht, desto süßer wird die Creme.

3.
In einer trockenen Pfanne den Sesam rösten und auf einem Teller beiseite stellen.

4.
In der Zwischenzeit die Stärke in den zurückbehaltenen Saft sieben und gut verrühren, damit nichts klumpt. Diese Masse langsam in den Topf geben und sehr gut umrühren, damit keine Klümpchen entstehen. Nach ein paar Minuten dickt die Masse ein.

5.
Die Geranienzweige herausnehmen. Den Boden von ca. 7-8 kleine Schlüsselchen mit Sesam bestreuen. Die Moustalevria hineinfallen und mit dem restlichen Sesam betreuen. Mit den Walnüssen und den Trauben dekorieren.

Moustalevria - Traubencreme

Aus Most kann man übrigens auch Moustokouloura machen. Statt dem Traubensirup wird der frische Traubensaft verwendet.


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Duftendes Galaktoboureko

Galaktoboureko

Das ist das wunderbarste griechische Dessert. Ich liebe es, wenn der Kuchen endlich gebacken ist und ich ihn heiß und duftend aus dem Ofen nehmen kann. Sobald er in Berührung mit dem Sirup kommt, knistert der kross gebackene Filo und die ganze Küche duftet so schön nach Butter, Filo und den Zitrusaromen des Sirups. Von den Rezepten, die sich Leser meines Blogs wünschen, wird Galaktoboureko am häufigsten genannt. Hier ist es endlich: Lockere Grießcreme umhüllt von dünnen Filoteigschichten und in Zuckersirup getränkt. Meistens sehr süß. Beim Zucker habe ich hier jedoch gespart. Wer es richtig süß haben möchte, kann den Zucker in der Creme sogar vervierfachen.

Vor vielen Jahren kamen mal Freunde von Verwandten aus Griechenland zu Besuch. Wir schleppten sie in eine deutsche Konditorei, priesen die hiesige Konditorenkunst in den höchsten Tönen (nicht zu vergleichen mit den pappsüßen griechischen Kuchen) und bestellten Käsekuchen, Erdbeerkuchen, Apfelkuchen und was sonst noch da war. Der Kuchen wurde gegessen, das schon, restlos. Die Bemerkungen dazu waren ungefähr so: „Das bezeichnet man hier also als Kuchen, ist es denn normal, dass kein Zucker drin ist?“ Oder: „Ich mache euch nachher mal was Süßes.“ Auch schön: „Also wenn da kein Kilo Zucker drin ist, ist es doch nichts Süßes!“ Mittlerweile haben sich die Erinnerungen daran verklärt: „Die Deutschen machen so lecker-leichte Kuchen.“

Galaktoboureko gehört zu den sogenannten Siropiasta, also Gebäck, das nach dem Backen in Sirup getränkt wird. Es gibt unzählige Tipps, wie das richtige Tränken funktioniert. Dabei geht es um die Konsistenz des Sirups und besonders wichtig die Temperatur. Ich halte mich bei Kuchen mit Filo an eine Faustregel: kalter Sirup, heißer Kuchen. Deshalb muss der Sirup als Erstes hergestellt werden, damit er abkühlen kann.

Damit der Filo auch nach dem Tränken kross bleibt, empfehle ich die Verwendung von geklärter Butter. Da der Butter durch das Klären Flüssigkeit entzogen wurde, ist das Ergebnis nach dem Tränken besser als bei ungeklärter Butter. Butter klären geht ganz schnell und übrig gebliebene Butter lässt sich lange aufbewahren und zum Braten verwenden. Man kann sich diesen Schritt natürlich auch sparen und die Butter einfach so schmelzen und verwenden.

Zutaten 

Für den Sirup

  • 300 g Zucker
  • 300 ml Wasser
  • 1 Zimtstange
  • Schale und Saft von einer halben Bio-Zitrone
  • 3 Nelken

Für die Créme

  • 1 l fettarme Milch
  • eine halbe Vanilleschote
  • Schale von einer halben Zitrone, fein gerieben
  • 4 Eier
  • 50 g Zucker
  • 120 g sehr feiner Hartweizengrieß (gibt es beim Griechen)

Außerdem

  • 200 g Butter
  • 1 Packung Filo-Teig (450 g)
  • rechteckige Form, 30 x 20 (oder 30 x 40)

1.
Zunächst den Sirup herstellen: Alle Zutaten in einen Topf geben, umrühren und aufkochen lassen. Etwa 4 Minuten leicht sprudelnd kochen. Der Sirup muss komplett auskühlen, bevor er weiterverwendet wird.

2.
Die Butter klären: Die Butter in Stückchen schneiden und ein einem Topf bei mittlerer Hitze zum Kochen bringen. Köcheln lassen und den entstehenden Schaum abschöpfen. Wenn kein Schaum mehr entsteht, ist die Butter geklärt. In eine Schüssel füllen, der Bodensatz bleibt im Topf und wird nicht verwendet. Abkühlen lassen.

3.
Für die Créme wird die Milch in einem großen Topf erhitzt. Die Vanilleschote mit einem Messer aufschlitzen, das Mark herauskratzen und mit der Schote zur Milch geben. In einer Schüssel die Eier aufschlagen und verquirlen. Den Zucker, den Grieß und die Zitronenschale hinzufügen und gut vermischen, so dass keine Klümpchen zu sehen sind. Mit einem Schöpflöffel etwas heiße Milch unter Rühren in die Ei-Grießmasse geben. Ein paar Mal wiederholen. Die Ei-Grieß-Mischung zur Milch geben und gut umrühren. Unter ständigem Rühren aufkochen lassen. Die Creme sollte jetzt dickflüssig sein. Zu fest darf sie nicht werden, damit sie auch nach dem Backen schön locker und cremig bleibt. In eine Schüssel umfüllen und die Oberfläche mit einer Frischhaltefolie bedecken, damit sich keine Haut bildet.

4.
Wenn die Creme etwas abgekühlt ist, den Ofen auf 180° vorheizen. Eine rechteckige Auflaufform mit der geklärten Butter fetten. Ein Teigblatt so in die Form legen, dass es an einer Seite aus der Form „hängt“. Mit Butter bestreichen. Das nächste Teigblatt in die Form legen, und zwar so, dass es an der anderen Seite überlappt. Erneut mit der Butter bestreichen und mit der Hälfte des Filos so weitermachen. Dabei jede Schicht buttern, sonst kann der Filoteig nicht gut durchbacken und später den Sirup aufnehmen.

 

Filoteig buttern

5.
Die Creme in die Form geben und glatt sreichen. Die Teigschichten, die aus der Form hängen über die Creme klappen und mit Butter bestreichen.

Galaktoboureko vorbereiten

6.
Den restlichen Filo doppelt falten und einzeln glatt auf die Creme legen. Erneut jede Schicht buttern, ganz besonders die letzte Schicht. Falls geklärte Butter übrig bleibt – bei mir waren es ca. 3-4 EL – lässt sich diese gut aufbewahren und zum Braten verwenden.

7.
Die überschüssigen Teigränder kann man jetzt abscheiden oder mit Hilfe eines Messers nach innen schlagen. Bevor das Galaktoboureko in den Ofen kommt, muss die Oberfläche mit einem spitzen Messer eingeritzt werden. Dazu einfach die Portionen einschneiden, dabei nur die obersten Schichten schneiden. In der Mitte des Ofens in ca. 45 Minuten goldbraun backen. Die Oberfläche muss schön kross sein.

Galaktoboureko gebacken

8.
Direkt nach dem Backen wird das Galaktoboureko mit dem Sirup getränkt. Dazu mit einem Schöpflöffel langsam und gleichmäßig den Sirup auf den Kuchen fließen lassen. Es sieht zunächst so aus, als würde dieser Sirup nie aufgenommen werden. Jetzt heißt 2-3 Stunden geduldig sein, bis sich das Galaktoboureko vollgesaugt hat und abgekühlt ist.

Galaktoboureko mit Sirup tränken

Galaktoboureko mit Zitronensirup

Dazu passt eine Kugel Eis.

Griechisches Galaktoboureko

Noch mehr Siropiasta:


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Galatopita – Milchpita ohne Filo

Galatopita ohne Filo

Γαλατόπιτα – Es gibt schon wieder Pita hier auf diesem Blog. Und wieder ist es eine Pita für Faule. Diese hier kommt ganz ohne Filo aus, deshalb wird sie auch in machen Regionen Griechenlands „barfüßige Pita“ genannt. Von den süßen Pitas ist Galatopita mein absoluter Favorit. Immer wenn meine Mutter fragt, was sie für Pita machen soll, dann sage ich Galatopita! Meine Mutter macht diese Pita mit Mehl statt Grieß und mit einem dickeren Filoteig als Boden. Diese Variante werde ich euch hier mal vorstellen.

Für meinen spontanen Süßhunger habe ich mich am Wochenende jedoch für diese Turbo-Variante entschieden. Sie passt auch gut in diese griechische Tastenwoche der Tirinis. In Griechenland bereiten sich die Gläubigen jetzt auf die große Fastenzeit vor Ostern vor. Und in der Woche der Tirinis (tiri=Schafskäse) darf alles außer Fleisch gegessen werden, es ist die letzte Woche in der Milch, Käse und Eier gegessen werden dürfen – bis zum Ostersonntag, der dieses Jahr auf den 01. Mai fällt. Aber so besonders genau kenne ich mich mit den Fasttagen nicht aus. Ich frage immer meine Mutter.

Für eine Springform (26 cm)

  • 1 l Milch (hier mit 1,5 % Fett)
  • Schale einer halben Bio-Zitrone
  • 190 g feiner Hartzweizengrieß (gibt es beim Griechen oder Türken)
  • 150 g brauner Zucker und 50 g selbstgemachter Vanillezucker
    (bzw. 1 Vanilleschote oder Vanille-Aroma und 200 g Zucker)
  • 20 g Butter
  • 3 Eier
  • Zimt, zum Bestreuen
  • Butter zum Fetten der Backform

1.
Die Form mit Backpapier auslegen und den Rand der Backform mit etwas Butter fetten. Den Backofen auf 180 Grad vorheizen.

2.
Die Zitrone heiß waschen und die Schale dünn mit einem Sparschäler schälen. Die Mich in einem Topf erhitzen, aber nicht zum Kochen bringen. Die Zitronenschale zur Milch geben. Die Butter hinzufügen. Die Eier aufschlagen und mit einer Gabel kurz verkleppern.

3.
Wenn die Milch heiß ist, den Zucker und den Grieß langsam einrieseln lassen und mit einem Schneebesen umrühren. Die Hitze reduziere und so lange rühren, bis ein Brei entstanden ist. Vom Herd ziehen und die Eier vorsichtig und kräftig unterrühren, damit sie nicht stocken.

4.
Die Grießmasse in die Springform füllen und im heißen Ofen ca. 40-45 Minuten backen, bis die Oberfläche goldbraun ist. Mit einem Zahnstocher prüfen, ob die Pita durchgebacken ist, es sollte kein Teig mehr dranbleiben. Die Galatopita sollte dennoch schön saftig sein. Zum Servieren mit Zimt bestreuen.

 

 


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Kantaifi mit Nüssen

Kantaifi mit Nussfüllung

Κανταιφι

Süße kleine Stückchen sind diese Röllchen aus Kantaifi-Teigfäden, hier kennt man es auch als Engelshaar. Desserts und Kuchen aus Kantaif gibt es nicht nur in Griechenland, sondern auch in der Türkei in Nordafrika und im arabischen Raum. Fast immer sind es mit Sirup getränkte Süßspeisen, die in Griechenland Siropiasta genannt werden. Baklava und Galaktoboureko zählen zu Siropiasta wie auch Melomakarona süße Pitas wie dieser Walnusskuchen.

Für dieses Kantaifi braucht man nicht viele Zutaten: außer den Teigfäden, die es beim Griechen oder Türken gibt ist eine gute Butter und aromatische Nüsse ausschlaggebend für den Geschmack. Für die Füllung kann man z.B. nur eine Sorte wie Walnüsse verwenden oder wie ich eine Mischung aus geschälten Mandeln, Walnüssen und Pistazien. Verfeinert wird die Nussmischung mit etwas Zimt.

Nussmischung für das Kantaifi

Bei uns zu Hause wird an Weihnachten nicht groß gebacken, zumindest früher nicht. Mein Vater hat deshalb oft an Heilig Abend etwas vom griechischen Konditor mitgebracht, meist Baklava oder eben dieses Kantaifi. Oder er hat Halva gemacht. Das gab es dann am ersten Weihnachtsfeiertag, da Heilig Abend für meine Eltern ein strenger Fastentag ist. Siropiasta gehören deshalb für mich zu Weihnachten einfach dazu.

Ich wünsche euch ein frohes und harmonisches Weihnachtsfest.
Καλα Χριστουγεννα! Kala Christougenna

Übringes… dieses Kantaifi trieft nicht ganz so vor Sirup. Und bei Siropiasta gibt es eine Regel: der heiße Kuchen wird mit kaltem Sirup getränkt oder andersherum. Und so sieht das Kantaifi aus…

Kantaifi Teig

Für 24 Stück

  • 45o g Kantaifi (Teigfäden aus Filo)
  • 250 g Butter
  • 75 g Pistazien
  • 75 g Walnüsse
  • 75 g Mandeln
  • 2 TL Zimt

Für den Sirup

  • 400 ml Wasser
  • 450 g Zucker
  • Schale von einer Bio-Zitrone
  • 2 Nelken

Das Kantaifi muss komplett aufgetaut sein. Entweder über Nacht im Kühlschrank oder mehrere Stunden bei Zimmertemperatur.

Für die Füllung: Die Mandeln mit heißem Wasser überbrühen und ein paar Minuten stehen lassen. So lässt sich die Haut besser entfernen. Wer Zeit sparen möchte, kauft gleich geschälte Mandeln. Von jeder Sorte ein paar Nüsse für die Deko beiseitelegen. Den Rest grob hacken und mit 2 TL Zimt mischen. Die Butter schmelzen lassen.

Für den Sirup das Wasser und den Zucker mit der Zitronenschale und den Nelken in einen Topf geben. Zum Kochen bringen und ca. 1 Minute kochen lassen. Komplett abkühlen lassen.

Ein Küchentuch leicht befeuchten und bereit legen. Damit wird das Kantaifi, das gerade nicht bearbeitet wird bedeckt. Es trocknet sonst schnell aus und kann dann kaum noch verarbeitet werden.

Das Kantaifi aus der Verpackung nehmen, es ist in diesem Zustand ziemlich kompakt und muss aufgelockert werden. Die Teigfäden kleben aneinander. Mit ziehenden Bewegungen muss die komplette Masse aufgelockert werden und so die Teigfäden voneinander gelöst werden. Dazu am besten eine kleine Portion abtrennen und den Rest mit dem Küchentuch bedecken. Hier ist Geduld gefragt, denn Teigklumpen führen dazu, dass das Kantaifi später nicht gut gebacken wird und den Sirup nicht gut aufnehmen kann.

Kataifi lösen

Das Ergebnis sind lockere Teigfäden, die nicht mehr aneinanderkleben.

Aufgelockertes Kantaifi

Den Ofen vorheizen auf 160° Ober- und Unterhitze. Füllung und Butter bereitstellen. Eine ofenfeste Form großzügig mit der geschmolzenen Butter bestreichen.

Von den Teigfäden eine etwa handtellergroße Menge abtrennen und zu einem Rechteck auf einem Brett ausbreiten. Bei mir waren es ca. 18-20 g pro Portion, da ich kleine Stücke machen wollte. Etwas Füllung, einen knappen Teelöffel, auf das eine Ende geben und locker aufrollen. Dabei die Seiten mit aufrollen.

Kantaifi füllenGefülltes Kantaifi

In die Backform geben und großzügig mit einem Pinsel von allen Seiten buttern und nachformen. Mit dem nächsten Kantaifi weitermachen und sofort wenn es in die Form gelegt wird mit Butter großzügig bepinseln. Die einzelnen Röllchen werden ohne Zwischenabstand in die Form gelegt.

Kataifi fertig für den Ofen

Die fertig geformten Kantaifi mit der restlichen Butter (es sollten etwa 2 EL übrig bleiben) bestreichen. Bei 160 ° etwa eine Stunde backen bis sie goldbraun sind. Nach ca. 45 Minuten kontrollieren, damit sie nicht zu dunkel werden.

Kataifi mit Sirup

Das heiße Kantaifi wird mit dem abgekühlten Sirup getränkt. Dazu mit einem Schöpflöffel langsam und gleichmäßig den Sirup über das Gebäck geben. Mit den gehackten Nüssen z.B. Pistazien dekorieren.
Zugedeckt mehrere Stunden ziehen lassen.

Kataifi mit Sirup und Nüssen


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Herbstfreuden – Gebackene Quitten mit griechischem Joghurt

Gebackene Quitten mit griechischem Joghurt

 

Κυδώνια στο φούρνο με γιαούρτι – Kidonia sto furno me jaourti

Gestern habe ich bei meinem Obsthändler Quitten entdeckt und habe mich spontan für dieses leckere Dessert entschieden. Es versüßt mir den Übergang in die kalte graue Jahreszeit. Ich mag Quitten ganz gerne, mein Vater hat sie früher roh gegessen und manchmal habe ich auch davon genascht. Es gibt wohl ein paar Sorten, die roh genießbar sind, und diese gab es im griechischen Bergdorf. In Griechenland kocht man aus Quitten überwiegend Marmelade, Glyko koutaliou, Quittenbrot, das Kidonopasto genannt wird oder man macht auch Likör daraus.

Quitten

Kaum Aufwand machen gebackene Quitten, die ich besonders gerne mit griechischem Joghurt mag.  Wer möchte kann übrigens noch Nelken oder Sternanis in den Sirup geben oder auch einen kräftigen Schuss Vin Santo. Ich finde aber, dass die Quitten genug Aroma mitbringen und gar nicht viel mehr brauchen. Beim Zucker bin ich etwas sparsam, ich finde 100g gr ausreichend, dadurch bleibt der Sirup etwas dünnflüssig, aber mich stört das nicht. Er wird beim Abkühlen etwas dickflüssiger. Ansonsten könnt ihr den Zuckeranteil erhöhen oder auch den Zucker auch komplett weglassen, denn die Quitten sind ja schon süß genug. Reste lassen sich übrigens tagelang aufbewahren, aber so lange halten sie bei mir nie vor.

Zutaten für ca. 6 Portionen

  • 4 Quitten
  • 1 Zitrone
  • 100 g Zucker
  • eine kleine Zimtstange
  • 1 großzügiger EL Thymianhonig (oder ein anderer Honig)

Zum Servieren

  • Griechischer Joghurt, ca. 2 EL pro Portion
  • ein paar Nüsse zum Dekorieren, z.B. Pistazien, Walnüsse oder Mandelblättchen

Die Zitrone auspressen und den Saft in einer Schüssel bereitstellen. Die Quitten vom Flaum befreien. Dazu reibt man sie mit einem Küchentuch kräftig ab. Danach gründlich waschen und abtrocknen. Die Quitten vierteln und das Kerngehäuse samt Stiel- und Blütenansatz entfernen. Die Quitten nicht schälen. Das Kerngehäuse beiseite legen, das wird gleich weiterverwendet. Vorsicht, die Früchte sind hart und man kann leicht abrutschen und sich verletzen…

Den Ofen schon mal auf 200 Grad vorheizen. Die Quittenviertel sofort im Zitronensaft wenden und in eine Auflaufform nebeneinander legen. Das Kerngehäuse mit 250 ml Wasser, 100g Zucker und der Zimtstange aufkochen und ca. 5 Minuten köcheln lassen. Zum Schluss einen großzügigen Esslöffel Honig hinzugeben. Die Flüssigkeit durch ein Sieb geben, um die Quittenabschnitte und die Zimtstange zu entfernen. Noch heiß über die Quitten geben.

Die Auflaufform mit Alufolie zudecken und auf mittlerer Schiene ca. 50 – 60 Min backen. Dabei immer wieder kontrollieren und die Quitten mit dem Sirup beträufeln. Kurz vor Ende der Garzeit die Folie entfernen. Die Quitten sind fertig, wenn sie schön weich geworden sind. Man kann sie mit der Schale essen.

Etwas abkühlen lassen. Den Joghurt mit ein paar Esslöffel vom Sirup cremig rühren.

Die Quitten mit dem Joghurt und den Nüssen (je nach Geschmack auch vorher in der Pfanne geröstet) anrichten und etwas von dem Sirup darüberträufeln. Statt Joghurt passt auch gut Vanilleeis.