Zitronen und Olivenöl

Der Geschmack meiner griechischen Heimat – Ein griechischer Foodblog


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Für ganz Faule… Patsavouropita mit Feta und Kaseri

Patsavouropita Feta Kaseri

Patsavoúra ist nicht gerade das schönste griechische Wort. Wird etwas oder gar eine Person damit geschmückt, dann ist das alles andere als schmeichelhaft. Denn mit Patsavoura ist ein (alter, zerknitterter) Lumpen gemeint. Was hat das jetzt mit leckerer Pita zu tun? Ganz einfach: Der fertige Filo, der für diese Pita verwendet wird, wird nicht besonders sorgfältig behandelt. Filo reißt leicht ein und trocknet schnell aus, wenn man ein paar Minuten länger unbedeckt stehen lässt. Und genau das ist für diese Art Pita völlig egal. Der Filo wird irgendwie in die Form gebracht, entweder in dem man ihn einfach locker zerknüllt reinlegt oder wie ich in die Fetamasse schneidet.

Tempelopita ist eine weitere Bezeichnung für diese Art Pitas und kommt von Tempelis= der Faule oder Tempela= die Faule. Ganz großartige Rezepte wie ich finde. Denn auch wenn ich inzwischen ganz gut mit dem typischen Ausrollstab, dem Plasti, selbst Filoteig ausrollen kann… es dauert ganz schön lange. Und mit dieser Methode und fertigem Filo geht es eben ratzfatz. Es braucht nur richtig guten Fetakäse, Milch, Eier und Filo. Und das Ergebnis ist eine richtig fluffige, saftige Pita.

Für dieses Rezept habe ich auch noch Kaseri verwendet. Kaseri ist ein hellgelber, nicht ganz so fester Käse aus Schafsmilch, mild im Geschmack und mit einer ganz leichten pikanten Note. Ihr könnt ihn durch einen anderen Käse ersetzen oder einfach die Menge vom Feta erhöhen.

Kaseri aus Lesbos

So sieht Kaseri aus.

Zutaten für eine Auflaufform (8 Stück)

  • eine Packung Filo-Teig (450 g)
  • 4 Eier
  • 350 g Feta
  • 100 g Kaseri
  • 400 ml Milch
  • 1 Messerspitze Backpulver
  • 50 ml Olivenöl + etwas mehr zum Fetten der Form
  • schwarzer Pfeffer
  • Oregano, wer mag
  • Sesam zum Bestreuen

1.
Den Filo am besten schon am Vortag bei Zimmertemperatur komplett auftauen lassen. Das ist wichig, denn ansonsten kleben die Filoblätter zusammen nehmen die Flüssigkeit nicht auf und backen später nicht gut durch.

2.
Die Eier mit der Milch, dem Backpulver und dem Olivenöl verquirlen. Mit Pfeffer und Oregano würzen. Paprika und Chili passt ebenfalls. Und statt Oregano kann man auch getrocknete Minze nehmen oder ganz weglassen. Von dieser Eier-Milch-Mischung etwa 3-4 EL abnehmen und zur Seite stellen. Den Feta grob zerbröckeln und zur Eier-Milch-Mischung geben. Den Kaseri reiben und dazugeben. Alles gut vermischen.

3.
Den Backofen auf 200° vorheizen. Eine Backform mit etwas Olivenöl fetten. Den Filo aus der Packung nehmen. Zwei Filo-Blätter in der Mitte falten (also, so wie sie in der Packung sind) und übereinander in die Form legen. Ein Filoblatt beiseite legen und mit der Folie der Packung bedecken.

4.
Die restlichen Filoblätter zu einer Rolle formen und in schmale Streifen schneiden. In einer Schüssel gründlich mit den Händen auflockern und dabei die Filoblätter voneinander lösen. Portionsweise zur Eier-Feta-Mischung geben und mehrmals darin wenden, bis alle Filoteig-Streifen gut durchfeuchtet sind. Alles gut vermischen.

Filmteig in Streifen geschnittenn

5.
Diese Mischung in die Auflaufform füllen. Mit dem übriggebliebenen Filoblatt bedecken. Auch dieses sollte in der Mitte gefaltet sein, ergibt also zwei Schichten. Mit der restlichen Eier-Milch-Mischung bestreichen. Mit einem Messer die Pita in die gewünschten Stücke schneiden.

Patsavouropita fertig-für den Ofen

Mit Sesam bestreuen und im heißen Ofen bei Ober- und Unterhitze ca. 35-40 MInuten goldbraun backen.

Patsavouropita

Dieses Basisrezept kann gut variiert werden mit und z.B.: mit Paprikastücken, getrockneten Tomaten, frische Kräuter, etc.

Um die Wahrheit zu sagen… Pitas mit selbstgemachtem Filo kann man mit dieser hier nicht vergleichen. Aber für alle, die keinen Filo machen können, keinen Ausrollstab besitzen, keine Lust und überhaupt weit weg von Omas, Tanten und pitamachenden Müttern entfernt wohnen, darüberhinaus keine Zeit haben … ist es eine großartige Option 😉

 

Ebenfalls schnell gebacken: Pita ohne Filo


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Fakes – ganz klassischer griechischer Linseneintopf

Fakes - griechische Linsensuppe

Φακές – Fakés

Kaum zu glauben, dass ich diese griechische Linsensuppe erst jetzt nach mehr als zwei Jahren auf den Blog stelle.  Wahrscheinlich weil dieser Klassiker aus der griechischen Alltagsküche so simpel ist und so gar nicht besonders… Fakés eben. Letztens hatte ich wieder mal Lust darauf und habe mich den ganzen Tag auf die dampfende Schüssel Linsen mit Olivenöl, Oliven und hellem Brot gefreut. Ein richtig feines Winteressen. Ich mag sie mit viel Tomate und richtig dicklich eingekocht, deshalb zerdrücke ich eine gekochte Kartoffel und dicke damit die Suppe zusätzlich ein . Meine Mutter spart ziemlich mit Tomaten und bevorzugt eine eher wässrige Suppe.

Ganz egal wie die Konsistenz der Suppe bevorzugt wird, die meisten Griechen träufeln Olivenöl und Rotweinessig über die Suppe. Auch fein: frisch geschnittenes Knoblauchgrün. Zur Suppe passen Oliven, besonders die aus Kalamata. Und viele essen gerne geräucherten Fisch, z.B. Renke, dazu.

Ich gehöre übrigens zu denen, die die Linsen vorkochen und das erste Kochwasser wegschütten. Keine Ahnung warum, so hat man es mir beigebracht. Die Linsen sollen dadurch bekömmlicher werden.

Zutaten für 4-5 Portionen

  • 300 g (braune) Linsen
  • 2 EL Olivenöl
  • 1 große Zwiebel
  • 2-3 Karotten
  • 1-2 Knoblauchzehen
  • 1 mittelgroße Kartoffel
  • 1 EL Tomatenmark
  • 250 ml passierte oder stückige Tomaten
  • 3 Lorbeerblätter
  • Oregano
  • Salz
  • frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
  • etwas Paprikapulver
  • frische Petersilie, wer mag
  • etwas Rotweinessig und Olivenöl zum Servieren

1.
Die Linsen unter fließendem Wasser spülen. Zusammen mit reichlich kaltem und nicht gesalzenem Wasser zum Kochen bringen und 15 Minuten kochen. In der Zwischenzeit das Gemüse vorbereiten.

2.
Die Zwiebeln putzen und in kleine Würfel schneiden, genauso den Knoblauch. Die Karotten in Scheiben schneiden. Die Kartoffel schälen und vierteln.

3
Nach 15 Minuten die Linsen durch ein Sieb gießen und kurz beiseite stellen. Das Olivenöl im Topf erhitzen und die Zwiebel mit der Karotte ein paar Minuten dünsten. Die Knoblauchzehe mit dem Tomatenmark hinzufügen und ebenfalls kurz anschwitzen.

4.
Die Linsen und die passierten Tomaten in den Topf geben und mit ca. 350 ml Wasser auffüllen. Lorbeer, Oregano, Pfeffer, Paprika und Salz hinzufügen. Zum Kochen bringen und mit geschlossenem Deckel ca. 4o Minuten sanft köcheln lassen bis die Linsen gar sind und das Gericht die gewünschte Konsistenz erreicht hat. Immer mal wieder umrühren und bei Bedarf noch Flüssigkeit hinzufügen.

5.
Wenn die Linsen gar sind, den Herd ausschalten. Die Kartoffelviertel aus der Suppe nehmen und mit einer Gabel und etwas Kochsud fein zerdrücken und zurück zu den Linsen geben. Die gehackte Petersilie hinzufügen.

6.
Zum Servieren nach Geschmack mit Rotweinessig und richtig gutem Olivenöl beträufeln. Dazu schmecken Oliven und Brot.

Übrigens: Ein weiteres klassisches Gericht mit Hülsenfrüchten: Fasolada


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Vegetarisches Giouvetsi mit wildem Thymian und Kefalotiri

Vegetarisches Giouvetsi mit Kefalotiri

 

Γιουβέτσι με λαχανικά – Juvetsi me lachanika

Das am häufigsten aufgerufene Rezept auf meinem Blog ist das Giouvetsi mit Fleisch und immer wieder werde ich nach einer vegetarischen Variante gefragt. Nun, hier ist es. Und wer den Käse weglässt, der hat sogar ein veganes Giouvetsi.

Giouvetsi ist die Bezeichnung für einen Tontopf, in dem das Gericht gart, beim mir ist es eine normale Auflaufform. Typisch für Giouvetsi sind die kleinen Nudeln, die wie Reiskörner aussehen, Kritharaki. Wer diese nicht findet, kann sie durch kleine Makkaroni ersetzen. Die trockenen Nudeln kommen mit der würzigen Sauce in den Backofen und saugen sich beim Backen mit der Sauce voll.

Für das vegetarische Giouvetsi kann man alles nehmen, was das Gemüsefach und der Kühlschrank so hergibt. Im Sommer nehme ich gerne Auberginen, die richtig viel Sonne getankt haben, Zucchini, Paprika und für die Sauce natürlich frische vollreife Tomaten statt passierten. Und auch bei den Kräutern variere ich immer wieder: Oregano, Rosmarin, Salbei, Petersilie, etc. Diesmal habe ich wilden Thymian vom Peloponnes genommen. Er würzt sehr intensiv und hat ein tolles Aroma.

Wer mag, kann das Giouvetsi kurz bevor es fertig ist, überbacken. Ich bevorzuge den Käse jedoch separat und streue in am Tisch über das Gericht. Verwendet habe ich einen ganz tollen griechischen Käse, Kefalotiri. Den habe ich vor zwei Monaten vergeblich in München gesucht und kurz vor Weihnachten finde ich ihn zufällig in einem portugiesischen Geschäft…

Kefalotiri wird meist aus Schafs- und Ziegenmilch hergestellt und hat dadurch eine hellgelbe Farbe. Im Geschmack ist er würzig, leicht salzig aber nicht aufdringlich. Perfekt für ein Giouvetsi oder einfach zu Nudeln mit Öl. Da er beim Grillen seine Form behält wird er gerne auch für Saganaki verwendet. Müsst ihr das nächste Mal unbedingt beim Griechen probieren.

Zutaten für 4-5 Personen

  • 250 g Kritharaki
  • 1 rote Zwiebel
  • 1 Knoblauchzehe
  • 1 großer Zucchino
  • 2 Karotten
  • 2 Spitzpaprika
  • 2 Frühlingszwiebeln
  • 200 g Chamipignons
  • 2 EL Olivenöl plus 1 TL
  • 2 TL wilder Thymian (bzw. normaler Thymian oder Oregano)
  • 2 EL Tomatenmark
  • 300 ml passierte Tomaten
  • Salz
  • frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
  • mildes Paprikapulver, z.B. geräuchertes
  • etwas Petersilie
  • Kefalotiri zum Darüberreiben oder ein anderer Hartkäse wie z.B. Parmesan oder Kefalograviera

1.
Etwas Olivenöl, ca. 1 TL, in einer Pfanne heiß werden lassen und das Kritharaki darin ca. 1 Minute rösten. Das verhindert später, dass die Nudeln aneinander kleben. Das Kritharaki in eine Auflaufform geben.

2.
Die Zwiebel und die Knoblauchzehe würfeln. Die Paprika putzen und in Streifen schneiden. Die Champignons putzen und vierteln. Die Zucchini und die Karotten in Scheiben schneiden. Das Olivenöl in einer Pfanne geben und zunächst die Zucchini von beiden Seiten kurz abraten, die Champignons dazu geben und ebenfalls kurz anbraten. Zucchini und Champignons zu dem Kritharaki geben.  Den Ofen schon mal vorheizen auf 200 °.

3.
Im restlichen Olivenöl (zur Not auffüllen) die Zwiebeln, die Paprika und die Karotten ein paar Minuten anbraten, dann die Knoblauchzehe hinzugeben und kurz mitbraten. Zwei Esslöffel Tomatenmark und den Thymian zum Gemüse geben und mitrösten, mit den passierten Tomaten ablöschen. Noch knapp 200 ml Wasser dazugießen mit Salz, Pfeffer und Paprikapulver kräftig würzen und abschmecken. Etwa 10 Minuten köcheln lassen und die Sauce zu den Reisnudeln geben und umrühren. Gegebenenfalls noch etwas Wasser hinzufügen, damit alles gut mit Flüssigkeit bedeckt ist. Ich habe noch gut 200 ml Wasser ergänzt.

4.
Das Giouvetsi auf der mittleren Schiene ca. 20-25 Minuten backen. Wer möchte kann nach 20 Minuten geriebenen Käse drüberstreuen und noch 5 Minuten weiterbacken. Es ist fertig, wenn die Flüssigkeit komplett von den Nudeln aufgenommen wurde und richtig schön saftig ist. Da unter meinen Gästen Veganer dabei waren, gab es den Käse separat zum Giouvetsi dazu mit frischer Petersilie und selbst gebackenem Brot.

 


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Pastitsio – der griechische Klassiker

Pastitsio - der griechische Klassiker

Παστίτσιο – Pastitsio

Pastitsio, dieser Makkaroniauflauf mit dem italienisch klingenden Namen ist ein Klassiker der griechischen Küche. Dicke Makkaroni werden mit einer würzigen Hackfleischsauce geschichtet und unter einer sämigen Béchamelsauce gebacken. Das ideale Essen für Gäste oder an Sonntagen. Wobei ich zugeben muss, dass ich aus genau diesen Gründen oft an Sonntagen dachte… „nicht schon wieder Pastitsio!“. Es gab Sonntagseinladungen zum Essen, da war das Menü gar keine Überraschung mehr, manchmal an fünf Sonntagen hintereinander… Pastitsio. Jahrelang habe ich es nicht mehr selbst zubereitet. Inzwischen liegen diese Sonntage lange zurück und ich vermisse Pastitsio hin und wieder. Es ist nämlich nicht zur ziemlich lecker, sondern auch das perfekte Essen für Gäste. Man muss zwar einiges vorbereiten, aber während das Pastitsio im Ofen gart, kann man schon mal den Salat vorbereiten und den Tisch decken. Und wenn die Gäste kommen ist das Essen fertig und man setzt sich total entspannt an den Tisch.

Ein paar Tipps für perfektes Pastitsio

  • Die Nudeln: Erlaubt ist was schmeckt, aber versucht die typischen dicken Makkaroni für Pastitsio zu bekommen.
  • Der Käse: Am besten Kefalotiri, einen würzigen Hartkäse aus Schafs- und Ziegenmilch. Ich habe ihn leider nicht bekommen und ihn deshalb durch Kefalograviera ersetzt. Ansonsten könnt ihr auch Parmesan, Gruyére oder Manchego nehmen. Den Käse könnt ihr nach Geschmack auch zwischen jede Schicht geben.
  • Die Fleischsauce: Je weniger Olivenöl ihr zum Anbraten des Hackfleisches nehmt, desto weniger fettig wird das Gericht. Die Sauce darf nicht mehr flüssig sein, achtet also darauf, dass alles schön eingekocht ist. Vor dem Schichten sorgt eine Portion Béchamel für die Sämigkeit. Die Karotte ist übrigens kein Muss, aber ich habe gerne noch etwas Gemüse in der Sauce.
  • Das Fleisch: In Griechenland nimmt man generell gerne Hackfleisch vom Kalb, das gilt als schmackhafter und qualitativ hochwertiger. Ich nehme gerne gemischtes Hackfleisch mit einem höheren Anteil an Rindfleisch und suche mir dazu magere Stücke beim Metzger aus.
  • Die Gewürze: Ich würze gerne mit Zimt und Piment (manchmal auch mit etwas Nelke). Allerdings nur einen Hauch, so dass es sehr fein abgeschmeckt ist und man keines der Gewürze zu dominant herausschmeckt. Beim Muskat für die Béchamel bin ich jedoch sehr großzügig und reibe mehrere Prisen frisch in die Sauce.
  • Die Standfestigkeit: Mein erstes Pastitsio hatte keine. Die Nudeln flutschten weg, das Hackfleisch verteilte sich auf dem Teller und die Béchamel bekam dadurch Schräglage. Vermengt man die Makkaroni mit Eiweiß, dann wirkt es wie ein Kleber und hält die Nudeln zusammen. Béchamel in der Fleischsauce sorgt dafür, dass sich die Schichten besser verbinden.
  • Die Geduld: Damit sich das Pastitsio schön schneiden lässt muss es nach dem Backen etwas abkühlen, ca 15-20 Minuten. In der Zwischenzeit lenkt man sich am besten ab, indem man die Küche aufräumt, den Tisch deckt oder einfach noch etwas faul auf dem Sofa sitzt.

Zutaten für ca. 6 großzügige Portionen

  • 500 g dicke Makkaroni für Pastitsio
  • 2 Eier, getrennt
  • 100 g Kefalograviera oder Kefalotiri (bzw. ein würziger Hartkäse aus Schafsmilch), fein gerieben

Für die Fleischsauce

  • 1 Zwiebel
  • 1 Knoblauchzehe
  • 2 Karotten
  • 2 EL Olivenöl
  • 600 g Hackfleisch (z.B.: 400 g vom Rind und 200 g vom Schwein)
  • ein halbes Glas Rotwein
  • 2 EL Tomatenmark
  • 250 ml passierte Tomaten, bzw. 2 pürierte Fleischtomaten
  • 1 TL Zucker
  • Salz
  • Pfeffer
  • 2 TL Oregano
  • 2 Prisen Piment
  • eine halbe Zimtstange
  • 1 Lorbeerblatt
  • 6 Stängel Petersilie

Für die Béchamel-Sauce

  • 6 EL Butter
  • 6 EL Mehl
  • 1 l Milch
  • Salz
  • Pfeffer
  • ein paar Prisen frisch gemahlene Muskatnuss

Kefalograviera

Für die Fleischsauce die Zwiebel in kleine Würfel schneiden, den Knoblauch ebenfalls fein würfeln und die Karotten raspeln. Die Petersilie waschen und fein schneiden. Das Olivenöl in einer großen Pfanne oder in einem Topf erhitzen und die Zwiebel darin glasig dünsten. Lieber etwas weniger Olivenöl nehmen, sonst wird das Essen zu fettig. Wenn die Zwiebel angedünstet sind das Hackfleisch hinzufügen und krümelig braten. Den Knoblauch und die Karotten zum Fleisch geben und ein paar Minuten mitbraten.

Mit dem Rotwein ablöschen und köcheln lassen bis keine Flüssigkeit mehr zu sehen ist. Nun zwei großzügige Esslöffel Tomatenmark zum Fleisch geben und mitrösten. Mit den passierten Tomaten (oder den frisch pürierten Tomaten) ablöschen und wenn nötig noch ca. 50 ml Wasser hinzufügen. Salzen und pfeffern, das Lorbeerblatt, das Piment, die halbe Zimtstange, den Zucker und den Oregano dazugeben. Köcheln lassen, ca. 15 Minuten, bzw. so lange bis die komplette Flüssigkeit aufgesogen ist. Die Sauce darf nicht mehr flüssig sein. Zuletzt die Petersilie untermischen, dabei das Lorbeerblatt und die Zimtstange rausfischen und entsorgen.

Makkaroni für Pastitsio

In der Zwischenzeit in einem anderen großen Topf Wasser zum Kochen bringen, salzen und die Makkaroni reingeben. Ca. 3-4 Minuten weniger lang kochen, als die angegebene Kochzeit auf der Verpackung. Bei mir waren es knapp 8 Minuten. Also ziemlich al dente. Die Nudeln abgießen und beiseitestellen.

Den Ofen schon mal auf 200 ° vorheizen.

Für die Béchamel-Sauce in einem weiteren Topf (bei mir ist es der Topf, in dem die Nudeln gekocht haben) die Butter zum Schmelzen bringen. Das Mehl löffelweise hinzufügen und ständig mit dem Schneebesen rühren. Die Milch in kleinen Portionen unter ständigem Rühren hinzufügen. Ihr könnt die Milch auch vorher erwärmen. Ich mache das nicht und gebe die kalte Milch langsam und in kleinen Portionen zur Sauce. Aufkochen lassen und dabei nicht mit dem Rühren aufhören, damit nichts anbrennt. Die Sauce sollte jetzt schön sämig und dickflüssig sein. Vom Herd ziehen.

Etwa zwei Drittel des Käses in die Sauce rühren und schmelzen lassen, dann die Eidotter einzeln hinzufügen und dabei gut umrühren, damit das Ei nicht stockt. Nun die Béchamel mit Salz, frisch gemahlenem Pfeffer und frisch gemahlenem Muskat würzen. Zwei großzügige Schöpflöffel von dieser Sauce zur Fleischsauce geben und unterrühren. Das sorgt dafür, dass sich die Schichten besser verbinden und die Fleischsauce besser schmeckt.

Fleischsauce für Pastitsio

Das Eiweiß mit dem Schneebesen von Hand leicht schaumig schlagen und zu den Nudeln geben. Gut vermischen. Das Ei sorgt für die Standfestigkeit, so bleibt beim Anschneinden das Pastitsio stehen und die Nudeln flutschen nicht auseinander.

Nun geht es ans Schichten. Eine Auflaufform fetten. Die Hälfte der Makkaroni in die Form geben und leicht andrücken. Wer möchte kann noch Käse darübergeben, ich verzichte darauf. Die Sauce komplett auf die Makkaroni verteilen und die restlichen Nudeln über die Sauce geben. Zum Schluss die Béchamelsauce über die letzte Nudelschicht geben und gut verteilen, dabei auch nicht die Ecken aussparen. Wenn die Nudeln nicht mit der Sauce bedeckt sind, werden sie trocken. Die restliche Kefalograviera oder den Käse über die Béchamel streuen.

Griechisches Pastitsio

Im Ofen ca. 35 Minuten backen bis sich die Oberfläche schön goldbraun gefärbt hat. Vor dem Anschneiden etwa 15 Minuten in der Form stehen lassen, damit sich das Ganze setzt und die Schichten schön übereinander bleiben.

Dazu schmeckt übrigens ein gemischter Salat.

 

 


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Tigania – Fleischpfanne mit Paprika

Tigania - Griechische Fleischpfanne mit Papirka

Χοιρινή τηγανιά με πιπεριές – Chirini Tigania me piperies
Oder Tigania von der Schweinelende mit Paprika

Es passiert mir ausgesprochen selten, dass ich Lust auf Fleisch habe. Zu Hause kommt Fleisch tatsächlich kaum noch auf den Tisch. So musste ich umdisponieren und aus einer Gemüsepfanne eine griechische Tigania machen – also eine Fleischpfanne. Tigani = Pfanne.

Bei diesem Gericht wird das Fleisch kurz kräftig angebraten und danach unter Zugabe von Flüssigkeit weich gegart. Für diese Tigania könnt ihr jedes Fleisch verwenden. Ich habe mich heute für eine magere Schweinelende entschieden, da ich kein fettes Fleisch mag (vor allem nicht mit sichtbarem Fett). Die meisten meiner Landsleute werden auf das fette Stück vom Hals schwören. Auch mit Hähnchen kann man eine leckere Tigania zaubern oder mit Rind, wobei die meisten Griechen Kalb verwenden werden.

Die schlichteste Tigania wird mit Wein abgelöscht und mit Zitrone und Oregano verfeinert. Ich habe heute noch ein paar Paprikastückchen dazu gegeben. Ich liebe den Geschmack von gerösteten oder geschmorten Paprika. Die grüne Paprika bringt das herbe Aroma während die rote für eine leichte Süße sorgt. Aber auch hier sind der Fantasie keine Grenzen gesetzt: Lauch, Zucchini, Pilze, verschiedene Kräuter und Gewürze, Senf, Ouzo zum Ablöschen… erlaubt ist was schmeckt.

Die Tigania ist oft eine Vorspeise und wird mit Salaten und Dips begleitet. Gerne wird dazu Ouzo, Retsina oder einfach Bier getrunken.

Für 2-3 als Hauptgericht

  • 400 g Schweinelende (oder ein anderes Fleischstück)
  • 1 Salbeizweig (hier wilder Salbei)
  • 3 EL Olivenöl
  • 1 halbe grüne Paprika
  • 1 halbe rote Paprika
  • 1 Zwiebel
  • 1 Knoblauchzehe
  • 50 ml trockener Weißwein
  • Salz
  • frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
  • 1 Zitrone
  • 1 TL Oregano

Das Fleisch in mundgerechte Stücke schneiden. Die Zwiebel schälen und in Würfel schneiden. Beide Paprika waschen, halbieren und die Hälften in nicht zu kleine Würfel schneiden. Die anderen Hälften z.B. für einen Salat verwenden. Den Knoblauch schälen und fein schneiden.

Das Olivenöl in einer Pfanne erhitzen und den Salbeizweig dazugeben. Er soll sein Aroma ans Öl abgeben. Die Fleischwürfel dazugeben und von allen Seiten anbraten, bis das Fleisch Farbe angenommen hat. Das kann ca. 5 Minuten dauern.

Tigania mit Schweinelende

Die Zwiebeln, die Paprika und den Knoblauch zugeben und ein paar Minuten mit anbraten. Salzen und Pfeffern und mit dem Weißwein ablöschen. Die Hitze etwas reduzieren und die Flüssigkeit verdampfen lassen. Danach etwa 150 ml Wasser hinzugeben. Ca. 10-15 Minuten bei mittlerer Hitze und geschlossenem Deckel garen. Das Fleisch soll zart sein und die Flüssigkeit komplett verdampft. Wenn nötig, noch etwas Wasser zugießen und länger garen. Es kommt auf das Fleisch und die Größe der Stücke an.

Die Zitrone halbieren und die eine Hälfte auspressen. Den Zitronensaft über das Fleisch geben und mit Oregano würzen. Die andere Zitronenhälfte zum Nachwürzen auf den Tisch stellen.

Ich habe heute meinen seltenen „Fleischhunger“ mit dieser Tigania, Tsatsiki, Tomatensalat, Feta mit Olivenöl und Oregano sowie Brot gestillt. Perfekt!

Tigania als Abendessen

Griechisches Abendbrot mit Tigania


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Tiropitakia – Schafskäsecreme umhüllt von mürben Teig

Tiropitakia

Τυροπιτάκια

Am Sonntag hatte ich riesengroße Lust auf Tiropitakia. Und ich wollte sie sofort! Geduld ist nun mal nicht meine Stärke und Zeitmangel ein Dauerzustand. Deshalb musste es extra schnell gehen – mit einem Teig, der weder gehen muss noch lange durchgeknetet sein will und kein Nudelholz zum Ausrollen verlangt.

Es gibt wahrscheinlich genauso viele Tiropitakia-Rezepte wie Tiropitakia-Bäcker. Die Grundbestandteile: eine Füllung aus hauptsächlich Feta umhüllt von irgendeinem Teig. Und das war es auch schon. Damit kann man jetzt in der Küche „spielen“ gehen.

Teig für Tiropitakia
Ich habe einen Joghurt-Öl-Teig gemacht, der besonders mürbe wird und ratzfatz geknetet ist. In Griechenland wird dieser Teig „Kourou“ genannt. Er lässt sich prima ersetzen durch: fertigen Filoteig. selbst gemachten Filoteig, Hefeteig, Hefeteig mit gekochten Kartoffeln (und zur Not bestimmt auch mit Strudelteig).

Füllung für Tiropitakia
Feta natürlich. Entweder Feta pur oder kombiniert mit einem Käse, der das Salzige des Schafskäses etwas abmildert. Das kann wie bei mir ein milder Manouri sein, der zum Großteil aus Molke hergestellt wird. Manouri kann gut durch Ricotta ersetzt werden, falls ihr den nicht bekommt. Oder einen milden festen Schnittkäse wie Kaseri oder Gouda. Oder einfach Frischkäse und was der Kühlschrank sonst noch an Käse hergibt oder verbraucht werden muss. Achtet darauf, dass die Masse relativ trocken ist, damit der Käse beim Backen im Teig bleibt.

Der Extrakick in der Füllung
Frische oder getrocknete Kräuter wie Oregano, Thymian, Minze, etc. Gewürze wie Pfeffer, Chili, Paprika. Was gerade da ist und worauf man Lust hat.

Und die Form?
Entweder Halbmonde wie bei mir, oder Dreiecke,was besonders gut mit Filoteig geht oder kleine Stangen, oder kleine Hörnchen. Erlaubt ist was gefällt, bzw. was der Teig mitmacht.

Das schöne an solchen Rezepten ist, dass man sie immer ein bisschen variieren kann. Lasst uns also spielen gehen…

Ihr braucht für ca. 60 Stück

Für den Teig

  • 400 g griechischen Joghurt
  • 100 ml Olivenöl (oder ein neutraleres Öl)
  • 1 TL Salz
  • 500 g Mehl (Typ 550 oder ein anderes)
  • 2 gestrichene TL Backpulver

Für die Füllung

  • 300 g Feta
  • 100 g Manouri (oder Ricotta oder siehe oben)
  • 1 TL getrocknete Minze (oder etwas mehr frische Minze)
  • 1 TL getrockneter Oregano
  • frisch gemahlener schwarzer Pfeffer

Zum Bestreichen

  • 1 Ei
  • 1-2 EL Milch
  • Sesam und/oder schwarzer Sesam

1.
Alle Zutaten für den Teig in eine Schüssel geben. Erst mit einem Löffel vermengen und dann mit den Händen zu einem glatten Teig kneten. Der Teig ist sehr weich, lässt sich gut formen und klebt nicht an den Händen. Am besten etwa 1 Stunde kühl stellen. Man kann ihn aber auch gleich verwenden.

2.
Für die Füllung die beiden Käsesorten in einer Schüssel zerbröckeln. Mit einer Gabel so bearbeiten, dass die Käsebrocken immer feiner werden. Es muss aber keine glatte Creme werden. Die Kräuter und den Pfeffer dazugeben und abschmecken.

3.
Den Ofen vorheizen auf 180 Grad und ein Backblech oder zwei mit Backpapier auslegen.

4.
Einen Teil des Teiges auf einer bemehlten Arbeitsfläche ausrollen, ca. 5mm dick. Mit einem Glas runde Teigstücke ausstechen von etwa 5cm Durchmesser ausstechen. Man kann den Teig auch mit den Händen plattdrücken und möglichst rund formen.

Griechische Teigtaschen mit Käse

5.
Gefüllt wird das Teigstück mit einem halben Teelöffel von der Fettcreme. Nun den Teig zu einem Halbmond klappen die Ränder andrücken. Wenn ihr möchtet, könnt ihr den Rand auch mit einer Gabel rundherum verschließen und so ein Muster formen.

6.
Auf das Backblech legen und so lange weitermachen bis Teig und Füllung verbraucht sind. Das Ei mit der Milch glatt rühren und die Teigtaschen damit bestreichen. Nach Geschmack mit Sesam bestreuen. Bei 180 ° C ca. 20 bis 25 Minuten backen bis sie goldbraun sind.

Tiropitakia mit Sesam

Sie schmecken warm und kalt. Zum Frühstück, Mittag- und Abendessen und auch zwischendurch.

 


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Schwarzaugenbohnen-Salat mit selbst getrockneten Tomaten

Schwarzaugenbohnen-Salat mit ofengetrockneten Bohnen Salata mavromatika

Σαλάτα μαυρομάτικα με λιαστές ντομάτες – Saláta mavromátika me liastés ntomátes.

Im Winter kommen Bohnen bei mir häufiger auf den Tisch. Nicht nur als Fasolada oder Gigantes – sondern gerne auch als frischer Salat wie dieser hier. Die selbst getrockneten Tomaten sind heute ein kleiner Luxus, bringen aber viel mehr Aroma mit als die gekauften. Die getrockneten Tomaten, die man kaufen kann, sind mir meist zu trocken für Salate. Beim selbst trocknen lässt sich der Trockengrad besser selbst bestimmen. Ich mag sie noch leicht saftig, was übrig bleibt wird in Öl eingelegt und innerhalb von ein paar Tagen verbraucht. Meist ganz unkompliziert zu Pasta oder ganz einfach aufs Brot. Das restliche Öl verwende ich in Salaten oder auch zum Kochen.

Getrocknete Tomaten heißen in Griechenland übrigens „liastés ntomátes“, frei übersetzt: sonnengebadete Tomaten.

Für die Ofentomaten

  • 500 g Kirschtomaten oder Datteltomaten
  • etwas Salz und getrockneten Oregano
  • zum Aufbewahren: ein sauberes Glas und Olivenöl

Tomaten im Ofen trocknen

Den Ofen auf 100 ° vorheizen. Die Tomaten waschen, halbieren und auf einem mit Backpapier ausgelegtem Backblech legen. Mit ganz wenig Salz und Oregano würzen. Die Aromen intensivieren sich durch das Trocknen, deshalb lieber zu wenig als zu viel.

Ca. 5-7 Stunden im Ofen trocknen, je nach Größe der Tomaten und nach eigener Vorliebe. Ich habe sie 6 Stunden im Ofen gelassen. Sie waren immer noch saftig und genau richtig für mich. Dadurch lassen sie sich aber nicht trocken also ohne Olivenöl aufbewahren.  So sah das aus:

Ofengetrocknete Tomaten Liastes ntomates

 

Wer sie richtig trocken haben möchte, der entfernt am besten die Kerne und das Innere und lässt die Tomaten länger im Ofen. Die Tomaten, die ich nicht für den Salat verwendet habe, kamen ins Gläschen. Bedeckt mit Olivenöl halten Sie ein paar Tage im Kühlschrank. Das Öl verwende ich in Salaten.

Getrocknete Tomaten in Olivenöl

 

Für den Schwarzaugenbohnen-Salat

  • 200 g Schwarzaugenbohnen
  • 1 rote Spitzpaprika
  • die Hälfte der der selbst getrockneten Tomaten (oder gekaufte)
  • je ein halbes Bund Dill, Petersilie und Minze
  • Salz
  • frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
  • 4 EL Weißweinessig
  • 8 EL Olivenöl

Zunächst die Bohnen in reichlich kaltem Wasser über Nacht quellen lassen. Hier der Vergleich den eingeweichten und der trockenen Bohnen:

Schwarzaugenbohnen trocken und über Nacht in Wasser eingeweiicht

Am nächsten Tag die Schwarzaugenbohnen mit frischem und – ganz wichtig – nicht gesalzenem Wasser aufkochen und 10 Minuten kochen lassen. Die Bohnen vom Herd nehmen und abgießen. Danach erneut mit frischem nicht gesalzenem Wasser zum Kochen bringen und so lange kochen, bis die Bohnen gar sind. Das dauert ca. 30 bis 40 Minuten. Einfach zwischendurch probieren.

In der Zwischenzeit die Spitzpaprika putzen und in kleine Würfel schneiden. Die Kräuter ebenfalls waschen, von den Stielen befreien und kleinhacken. Falls ihr getrocknete Tomaten gekauft habt, dann empfehle ich euch diese vorher in lauwarmen Wasser einzuweichen und kleinzuschneiden. Es sei denn, ihr habt getrocknete Tomaten in Öl gekauft.

Die gegarten Bohnen abgießen und in eine Schüssel füllen. Mit den Paprikawürfeln, den getrockneten Tomaten und den Kräutern mischen.

Aus Essig, Öl, Salz und Pfeffer eine Marinade rühren und über den Salat geben. Alles gut umrühren und abschmecken.

Mir schmeckt er lauwarm am besten aber auch am nächsten Tag.

 


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Sommerliche Zitronenkartoffeln mit Feta und Rosmarin

Sommerliche Zitronenkartoffeln mit Feta und Rosmarin

Πατάτες με λεμόνι, τυρί και δεντρολίβανο

Vielleicht erinnert ihr euch an die Zitronenkartoffeln, die ich schon auf dem Blog vorgestellt habe. Abgesehen vom Geschmack liebe ich dieses Gericht, weil man damit gar keinen Aufwand hat. Vor allem dann nicht, wenn Besuch da ist. Einfach schnell die Kartoffeln schälen und ab in den Ofen. Eine Variante, die ich besonders mag ist die mit Rosmarin und Schafskäse.

In Griechenland bewundere ich immer das kleinblättrige Basilikum und den Rosmarin auf den Terassen. Gekocht wird damit jedoch nicht – zumindest nicht bei meinen Verwandten im Norden Griechenlands. Und so sind sie kurz irritiert, wenn ich die Terassendeko zweckentfremde und Blättchen und Zweige mit in die Küche nehme. Im restlichen Griechenland mag das anders sein 🙂

Zutaten

  • 500 g Kartoffeln
  • Salz
  • Paprika edelsüß
  • Pfeffer
  • ca. 1 TL getrockneten Oregano
  • 2-3 Zweige Rosmarin
  • 1 Zitrone
  • Olivenöl
  • 100-150 g Schafskäse

Die Kartoffeln schälen und in Stücke schneiden. Die Zitrone auspressen.Von einem Rosmarinzweig die Nadeln abstreifen und fein hacken. Alle Zutaten – außer dem Schafskäse – in eine Auflaufform geben und in den vorgeheizten Ofen schieben. Das Olivenöl habe ich nicht abgemessen, da ich gar nicht vorhatte dieses Rezept heute zu bloggen. Ich schätze es waren 8 Esslöffel. Bei 200 Grad ca. 50 Minuten backen. Nach ca. 30 Minuten die Kartoffeln wenden und prüfen, ob die Hitze zurückgeschaltet werden muss.

In der Zwischenzeit den Schafskäse in Würfel schneiden und nach 50 Minuten zu den Kartoffeln geben. Ca. 5-7 Minuten mitbacken. Der Schafskäse behält seine Form und wird warm und etwas weicher.

Wer möchte würzt noch mit frischgemahlenem schwarzen Pfeffer.

Und ganz zum Schluss kommt noch eine kleine Neuentdeckung von mir auf dieses Gericht: Fingersalz aus Zypern. Das habe ich letzte Woche beim Bestellen eines ganz besonderen griechischen Tees entdeckt. Vom Tee bin ich so begeistert, dass ich ihn euch bald hier vorstellen werde. Zurück zum Salz: In der Verpackung finden sich kleine Pyramiden, die tatsächlich durch das Zusammenspiel von starken Wellen, Wind und Sonne diese Form bekommen. Ich benutze es zur Zeit nahezu jeden Tag und brösel es am Tisch über fast jedes Gericht. Es ist etwas knuspriger als Fleur de Sel, das vorübergehend vom Tisch ins Gewürzregal wandern musste.

Fingersalz aus Zypern - Falksalt


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Briam, Tourlou oder einfach Gemüse aus dem Ofen

Griechisches Briam, Tourlou

Μπριάμ, τουρλού

Eigentlich ist Briam ein typisches Sommeressen und jetzt ist März, aber darauf kann ich jetzt keine Rücksicht nehmen. Ich hatte heute so große Lust darauf. Briam oder Tourlou  ist ein Gericht mit Sommergemüse, das mit Tomaten und Gewürzen im Ofen gegart wird. Nicht fehlen dürfen in Briam Kartoffeln, Zucchini, Auberginen und Tomaten.  Und selbstverständlich alles, was noch so im Haus ist und was man noch mag. Das gibt ein richtig schönes und buntes Durcheinander: Tourlou eben. Ähnliche Gerichte gibt es im ganzen Mittelmeerraum wie in der Türkei oder auch in Frankreich.

Bei den Mengen müsst ihr einfach selbst ausprobieren. Heute habe ich für meine Verhältnisse etwas mehr Olivenöl als sonst genommen, was ihr auf dem Foto gut erkennen könnt. Sobald es kalt wird, ist die Sauce fast komplett aufgesogen. Die meisten Griechen würden hier trotzdem viel mehr nehmen. Schmeckt heiß, lauwarm und kalt mit einem Weißbrot und wer mag, Schafskäse.

Für eine Auflaufform

  • 2 Kartoffeln
  • 1 rote Zwiebel
  • 1-2 Knoblauchzehen
  • 1 rote und 1 grüne Paprika
  • 1 Zucchino
  • 1 Aubergine
  • eine Handvoll grüne Bohnen
  • ein paar Cocktailtomaten oder normale Tomaten
  • 100 ml passierte Tomaten
  • Oregano
  • Majoran
  • Salz
  • schwarzer Pfeffer
  • Paprika edelsüß
  • reichlich Olivenöl (8-10 EL je nach Geschmack)
  • evtl. frische Kräuter wie Petersilie

Den Backofen auf 200 ° vorheizen.

Das Gemüse putzen und waschen und alles (also Kartoffleln, Zucchino, Paprika, Aubergine, Zwiebel, Bohnen) in grobe Stücke schneiden. Den Knoblauch schälen und fein würfeln. Die Cocktailtomaten waschen. Falls ihr normale Tomaten verwendet (ca. 2), dann schneidet ihr diese in Scheiben.

Alles in eine Auflaufform geben. Die passierten Tomaten und ein halbes Glas Wasser hinzufügen. Alle Gewürze sowie das Olivenöl dazugeben und ordentlich vermischen. Die Cocktailtomaten daraufgeben oder die Tomatenscheiben und ab in den Ofen auf die mittlere Schiene.

Die Backzeit kann unterschiedlich sein, ca. 1 Stunden. Rührt alle 20 Minuten um und prüft, ob Wasser hinzugefügt werden muss. Gerade so viel, damit alles schön garen kann. Falls ihr merkt, dass die Oberfläche zu schnell Farbe bekommt, dann schaltet die Hitze zurück.

Wer möchte, kann das Briam vor dem Essen noch mit frischen Kräutern wie Petersilie bestreuen. Ich hatte heute nur Minze, passt aber auch gut dazu.

Briam, Tourlou vor dem  Backen


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Riesenbohnen aus dem Ofen – Gígantes

Gigantes plaki - Riesenbohnen aus dem Ofen

Γίγαντες

Das habt ihr bestimmt schon mal beim Griechen auf einer gemischten Vorspeisenplatte entdeckt: Riesenbohnen in einer würzigen Tomatensauce. Hülsenfrüchte sind in Griechenland ziemlich beliebt besonders als Suppe oder Eintopf, wie die Fasolada (Bohnensuppe) oder Fakes (Linsensuppe). Sie gelten als sehr gesund, preiswert und nahrhaft. Gigantes plaki (oder Gigantes sto fourno), werden dagegen häufig als Teil einer Mezzeplatte serviert. Ich koche sie nicht so häufig, da ich meist von jetzt auf gleich entscheide, was ich kochen möchte. Eine stundenlange Einweichzeit passt meistens nicht in meinen Zeitplan. Deswegen bestelle ich mir beim Griechen oft diese Vorspeise dazu und denke mir jedes Mal, das kann ich doch viel besser.

Gestern habe ich diese italienischen Riesenbohnen auf dem Viktualienmarkt in München entdeckt. Für den Gegenwert meines halben Gemüse-Wocheneinkaufs landeten sie in meiner Küche, ich muss total verrückt sein. Das mit dem preiswert stimmt in meinem Fall nicht. Heute gab es also Gigantes – als Hauptgericht mit Brot und Salat.

Gigantes vor dem EinweichenIhr braucht

  • 300 g Riesenbohnen
  • Olivenöl
  • 1 (rote )Zwiebel
  • 1 Karotte
  • 1 Paprika
  • 1 Knoblauchzehe
  • 150 g passierte Tomaten
  • Salz
  • Pfeffer
  • Paprika edelsüß
  • Cayennepfeffer
  • etwas Honig
  • 1 EL Tomatenmark
  • Majoran
  • Oregano
  • 1 Lorbeerblatt

Zunächst die Riesenbohnen ca. 12 Stunden oder über Nacht in Wasser einweichen. Am nächsten Tag das Wasser abgießen und die Bohnen mit frischem Wasser zum Kochen bringen und fast gar kochen. Im normalen Topf dauert das ca. 1,5 Stunden. Ich habe sie im Schnellkochtopf in ca. 10 Minuten gegart. Das Wasser darf dabei nicht gesalzen sein. Wir wollen ja nicht riskieren, dass die Bohnen erst gar nicht weich werden.

Vorgekochte Riesenbohnen

In der Zwischenzeit wird die Sauce vorbereitet: Dazu die Zwiebel, die Karotte, die Paprika und die Knoblauchzehe fein würfen.  Etwas Olivenöl in einer Pfanne erhitzen und das Gemüse darin andünsten. Den Honig hinzufügen und noch kurz weiterbraten. Die passierten Tomaten hinzufügen, sowie das Tomatenmark und ca. 150 ml Wasser. Salzen, pfeffern und kurz aufkochen lassen. Beim Salz könnt ihr sehr großzügig sein, denn die Riesenbohnen sind ja noch komplett ungesalzen.

Den Ofen schon ein Mal auf 180 Grad vorheizen

Die gegarten Riesenbohnen abgießen und in eine Auflaufform geben. Das Innere sollte schon ziemlich weich sein. Nun kommt die Sauce dazu, sowie der Oregano, das Majoran und das Lorbeerblatt. Gut umrühren und noch etwas Wasser hinzufügen, bei mir waren es ca. 200 ml. Mit Olivenöl beträufeln. Die Sparsamen nehmen wie ich zwei Esslöffel, alle anderen nehmen so viel sie möchten.

Die Riesenbohnen bei 180 Grad 1 – 1,5 Stunden backen. Wenn notwendig, noch etwas Wasser hinzufügen. Das Gericht ist sind fertig, wenn die Bohnen butterweich sind und kaum noch Flüssigkeit in der Form übrig ist. Bei mir hat es 1 Stunde und 15 Minuten gedauert. Ich musste kein Wasser hinzugeben.

gigantes-vor-dem-backen