Zitronen und Olivenöl

Der Geschmack meiner griechischen Heimat – Ein griechischer Foodblog


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Fava – mentaler Kurztrip nach Santorini

Fava Santorini, Favapürre, Plattbohnen, Lathouri

Φάβα σαντορίνης

Also, ich war ja gar nicht auf Santorini. Gefühlt war ich in diesem Jahr gar nicht richtig im Urlaub. Das mag daran liegen, dass ich dieses Jahr in den Norden Europas statt in den Süden gefahren bin. Ich habe mir also Fava gekocht, die es auf Santorini überall gibt. Santorini ist eine meiner allerliebsten griechischen Inseln und dort wäre ich jetzt so gerne.  Dieses Fava kannte ich vor meinem Urlaub dort gar nicht.  Zum ersten Mal habe diese Vorspeise in einer kleinen Strandtaverne nicht weit von „Kokkini Paralia“ den roten Strand gegessen.  Wir waren kurz vor Ende der Saison dort und die meisten Tavernen waren bereits geschlossen oder am Schließen. So haben wir oft nur noch das bekommen, was noch da war. Und das war alles sehr lecker!

Was ist Fava eigentlich? Ist es eine Bohne? Ist es eine Erbse? Ich habe bis jetzt so viel rausgefunden: Auf meiner Favapackung, die ich über einen Online-Shop bestellt habe, steht der deutsche Begriff „Plattbohne“. Google ich den lateinischen Namen „lathyrus sativus“ lande ich bei Platterbse.  Zumindest „platt“ trifft zu. Ich habe die Fava zusammen mit gelben Linsen fotografiert. Seht selbst:

Für Fava benötigt ihr

Fava Plattbohne und gelbe Linsen

Links: Gelbe Linsen; Rechts: Fava

  • 250 g Fava
  • 750 ml Wasser
  • 1 geviertelte Zwiebel
  • Olivenöl
  • Zum Garnieren: Kapern, Olivenöl, Zitronensaft, schwarzer Pfeffer

Das ergibt ziemlich viel Fava. Es empfiehlt sich weniger zu kochen oder Freunde einzuladen…

Die Fava gut waschen und mit kaltem Wasser zum Kochen bringen. Die Hitze zurückschalten und in ca. 40 Minuten gar kochen lassen. Beim Kochen entsteht an der Oberfläche ein ziemlich fester weißer Schaum. Der muss entfernt werden.  Nach dem ersten Entfernen des Schaums, oder nach ca. 10 Minuten, die Zwiebel hinzufügen und salzen. Eventuell noch etwas Wasser hinzufügen.

Wenn die Fava gar ist, zerfällt sie schon fast von selbst. Cremig wird sie, indem man sie fein püriert. Ich habe sie mit Olivenöl püriert und mit Salz und Pfeffer abgeschmeckt. Wahrscheinlich waren es  3 – 4 Esslöffel Olivenöl, ich habe nicht gezählt.

Klassisch wird Fava mit rohen Zwiebeln, etwas Olivenöl und Zitronensaft oder Zitronenschnitze serviert. Da ich rohe Zwiebeln nicht gerne esse, habe ich Kapern genommen, etwas Olivenöl und natürlich Zitronensaft und viel frisch gemahlenen schwarzen Pfeffer.

Favareste werden im Kühlschrank übrigens fest, deshalb den Brei vor dem Servieren mit heißem Wasser verrühren oder mit etwas heißem Wasser erwärmen.  Das war in den letzten Tagen mein Brotaufstrich, mein Salat, mein Hauptgericht und mein Abendessen. Aus den Resten wollte ich Favokeftedes machen, aber die sind mir ziemlich misslungen. Vielleicht das nächste Mal, aber nicht ganz so bald 😉