Zitronen und Olivenöl

Der Geschmack meiner griechischen Heimat – Ein griechischer Foodblog


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Giouvetsi – das griechische Sonntagsessen

Giouvetsi - mit Reisnudeln

Γιουβέτσι

Dieses griechische Schmorgericht ist eigentlich ganz einfach zubereitet, es braucht nur etwas Zeit, so ca. 2 – 2,5 Stunden. Das Fleisch wird zunächst in einer würzigen Tomatensauce geschmort und anschließend mit Kritharaki, kleinen Reisnudeln, im Ofen fertig gegart. Traditionell passiert das in einem Tontopf, dem Giouvetsi – oder wie bei mir in einer ofenfesten Form mit Deckel.  Das Fleisch (Rind, Kalb oder Lamm) wird superzart und die Nudeln saugen sich mit der leckeren Sauce voll. Damit sie beim Abkühlen nicht verklumpen verrate ich euch in den Zubereitungsschritten noch einen Trick von einem Koch. Übrigens heißt alles Giouvetsi, was in diesem Tontopf gegart wird. Es gibt auch Giouvetsi mit Garnelen oder Oktopus und auch vegetarisch.

Ihr braucht für zwei Personen:

  • 300 g Fleisch (ich habe mageres Rind genommen)
  • Olivenöl zum Braten
  • 1 Zwiebel
  • 1 Knoblauchzehe
  • 1 rote Paprika
  • 1 Karotte
  • 1- 2 Frühlingszwiebeln
  • 1 EL Tomatenmark
  • 100 ml Rotwein (wer möchte)
  • 200 g passierte Tomaten
  • 1 Lorbeerblatt
  • je einen halben TL Nelkenpulver und Zimt
  • etwas Oregano
  • Paprika edelsüß nach Geschmack
  • Salz und Pfeffer
  • etwas Zucker
  • ca. 150 g Kritharaki
  • ggf. geriebener Hartkäse wie Kefalotiri, Kefalograviera oder Parmesan

Die Zwiebel und den Knoblauch fein würfeln sowie die Paprika und die Karotte in nicht zu kleine Stücke schneiden. Die Frühlingszwiebel in Ringe schneiden. Das Fleisch in grobe Stücke teilen. In einem Topf das Ölivenöl erhitzen und das Fleisch rundrum anbraten. Wenn es eine schöne Farbe bekommen hat, das vorbereitete Gemüse bis auf die Frühlingszwiebeln und den Knoblauch hinzufügen und ebenfalls anbraten. Nach ein paar Minuten Knoblauch und Frühlingszwiebeln hinzufügen und kurz mitdünsten. Das Tomatenmark hinzufügen und ebenfalls anbraten, damit es eine schöne Sauce gibt.

Mit Rotwein ablöschen und einkochen lassen und danach die passierten Tomaten mit ca. 200 ml Wasser zugießen.  Nun alle Gewürze hinzufügen, umrühren und bei geschlossenem Decke und mittlerer bis kleiner Hitze ca. 45 – 50 Minuten schmoren lassen. Dabei immer wieder prüfen, ob Wasser ergänzt werden muss.

Giouvetsi kochen10 Minuten vor Ende der Garzeit schon mal den Ofen auf 200 °vorheizen. Das Fleisch sollte jetzt bereits ziemlich weich sein.  Jetzt kommt der Trick mit dem Kritharaki: Normalerweise würde man es jetzt einfach mit dem Fleisch in den Ofen geben. Damit es aber nicht unschön verklumpt, brate ich es in einem separaten Topf in wenig Olivenöl an.  Ein paar Minuten reichen.

Sobald das erledigt ist, nehmt ihr einen Bräter oder eine ofenfeste Form und legt die Fleischstücke rein. Nun verstreut ihr das Kritharaki darüber und gießt anschließend die Sauce mit dem Gemüse dazu. Umrühren, damit sich alles gut verteilt und eventuell noch abschmecken, ggf. nachsalzen für die Nudeln. Über den Kritharaki muss noch mindestens ein Fingerbreit Flüssigkeit im Bräter sein. Ist zu wenig drin, solltet ihr entsprechend Wasser dazugießen.

Deckel drauf und in den Ofen damit. Spätestens nach 30 Minuten die Konsistenz der Nudeln prüfen und auch ob noch Wasser ergänzt werden muss. Das Gericht ohne Deckel für weitere 10-15 Minuten im Ofen schmoren lassen. Die Temperatur ggf. zurückschalten. Die Flüssigkeit sollte komplett aufgesogen und das Giouvetsi dennoch nicht trocken sein. Perfekt ist es, wenn ihr das Fleisch ganz einfach mit der Gabel zerteilen könnt.

Wer möchte kann das Ganze jetzt noch mit geriebenem Käse bestreuen. Ich nehme – wenn überhaupt – nur sehr wenig Parmesan.


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Paprikasalat oder marinierte Spitzpaprika

Paprikasalat aus Spitzpaprika Florinis, mariniert

Vor ein paar Tagen habe ich euch die mit Schafskäse gefüllte Variante gezeigt, aber ich habe nicht alle Florinis gefüllt. Die meisten habe ich im Ofen gegrillt und nach dem Abziehen der Haut mariniert. Meine Oma hatte sie früher in ihrem Steinofen im Garten gegrillt und anschließend in Öl eingelegt. In den Sommerferien habe ich dann meist ihre Paprikavorräte geplündert. Selbst eingelegt habe ich die Paprika übrigens nie, da sie bei mir meist nach 1-2 Tagen restlos verputzt sind.

Ihr braucht:Rote Spitzpaprika - Piperies Florinis

  • 1 k oder weniger Spitzpaprika (z.B. die griechischen Florinis) oder andere Paprikasorten
  • Olivenöl
  • Weißweinessig
  • Salz
  • Pfeffer
  • eventuell Oregano

Die Paprika vom Stiel und den Kernen befreien, waschen und abtrocknen. Ein Backblech mit Öl einpinseln oder mit Alufolie auslegen. Die Paprika auf dem Blech verteilen und von allen Seiten mit etwas Olivenöl bestreichen. Im vorgeheiztem Ofen bei ca. 200 ° garen. Das dauert ca. 40 Minuten, mal mehr mal weniger. Die Haut sollte Blasen werfen, wenn sie an manchen Stellen dunkel wird, ist es ok. Nach ca. 20 Minuten wenden. Sobald sie gar sind, herausnehmen und mit Folie ein paar Minuten abdecken, damit sich die Haut später leichter entfernen lässt.

Gegrillte Spitzparika häutenDanach von der Haut befreien und entscheiden: in Stücke schneiden oder ganz lassen? Ich habe sie diesmal kleingeschnitten.  Eine Marinade aus 4-5 EL Öl, 2 EL Essig, Salz, Pfeffer und evtl. Oregano herstellen und über die Paprika geben. Vorsichtig darin wenden und durchziehen lassen.

Übrigens: Ebenfalls lecker sind ganz normale Paprika, vor allem wenn diese leckeren, leicht süßlichen, Spitzpaprika aus Florina nicht zu bekommen sind. Besonders hübsch sieht es auch mit bunten Paprika aus.


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Spitzpaprika mit Schafskäse – Piperies Florinis me Feta

Rote Spitzpaprika mit Feta - Piperies Florinis me Feta

Πιπεριές φλωρίνιης με φέτα

Undenkbar beim Griechen zu sitzen, und diese leckere Vorspeise nicht zu bestellen. Zumindest für mich. Diese Vorspeise ist schnell selbst gemacht: So einfach, so lecker! Es müssen übrigens nicht unbedingt Spitzpaprika sein, normale Paprika schmecken genauso gut. Die roten Spitzpaprika aus Florina (deswegen heißen sie Piperies Florinis) haben jedoch ein ganz besonders feines Aroma. Sie sind leicht süß und passen perfekt zu Schafskäse. Ich esse sie auch gerne mariniert, deswegen hatte ich heute ein paar mehr Paprika im Ofen. Das poste ich demnächst.

Zutaten für vier Paprika

  • 4 rote Spitzpaprika
  • ungefähr 30 g Schafskäse pro Paprika (je nach Größe mehr oder weniger)
  • 1-2 EL Olivenöl und etwas für das Backblech
  • frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
  • getrocknete  Minze (oder Oregano) wer mag

Den Ofen auf 200 ° vorheizen und eine Form mit Alufolie auslegen. Die Folie mit etwas Öl einpinseln. Die Paprika von den Stielen und den Kernen befreien. Wer möchte, kann die Paprika nach dem Füllen wieder mit dem Kappen verschließen. Ich mache das aber nicht. Die Paprika waschen und abtrocknen.

Den Schafkäse mit einer Gabel zerbröckeln und mit Pfeffer, Minze (oder Oregano) und Olivenöl vermischen. Salz braucht es nicht, da der Schafskäse schon salzig genug ist. Die Paprika füllen, jedoch nicht ganz bis zum Rand.  Im Backofen ca. 40 Min. backen. Dabei nach 20 Min. wenden. Immer mal wieder kontrollieren, ob sie schon so weit sind und die Backzeit ggf. anpassen. Die Haut darf ruhig Blasen werfen und dunkel werden.

Paprika Florinis mit Feta Rote Spitzparika mit Schafkäse, Haut abziehen

Wenn die Paprika gar sind, aus dem Ofen nehmen und mit Folie ein paar Minuten abdecken und abkühlen lassen. So lässt sich die Haut besser abziehen. Dabei etwas aufpassen und nicht die Finger verbrennen. Es ist zugegen eine kleine Fummelei,

Wer möchte kann vor dem Essen die Paprika noch mit Olivenöl beträufeln. Ich bevorzuge sie jedoch pur und heute gab es dazu einen Salat.

Mit Paprika aus dem Glas funktioniert das natürlich auch. Dann reichen ca. 10-15 Minuten im Backofen und die Haut muss man nicht abziehen.


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Gemüsereis

Gemüsereis mit frischer Tomate

Ρύζι με λαχανικά

Dieser Gemüsereis meiner Mutter ist kein wirklich griechisches Rezept. Meine Mutter hat nach und nach den klassisch griechischen Tomatenreis mit immer mehr Gemüse angereichert, um ihn aufzuwerten.  So hat sich die schlichte Beilage bei uns zum Hauptgericht entwickelt. Gewürzt hat sie mit extrem viel Cayenne-Pfeffer, den ich ziemlich reduziert habe. Mittlerweile hat sich dieses Reisgericht zum Lieblingsreis in der Verwandschaft entwickelt.

Zutaten für zwei als Hautpgericht

  • 4 Tomaten
  • 2 halbe Paprika rot und gelb
  • 1 Zucchino
  • 1 Karotte
  • Zwiebel
  • Knoblauch
  • Olivenöl
  • 1 EL Tomatenmark
  • 100 g Langkornreis
  • Paprika edelsüß
  • Cayennepfeffer
  • frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
  • Salz
  • 1 Lorbeerblatt
  • wer mag: Olivenpaste oder Oliven und frische Kräuter

Tomaten häutenDie Tomaten waschen, an einigen Stellen einritzen, in eine Schüssel legen und mit kochendem Wasser überbrühen. Stehen lassen und in der Zwischenzeit das restliche Gemüse klein schneiden.  Die Tomaten aus dem Wasser fischen und die Haut abziehen. Tomaten in kleine Würfel schneiden, den Saft dabei auffangen.

Öl in einem Topf erhitzen und das kleingeschnittene Gemüse anschwitzen. Den Knoblauch erst zum Schluss hinzufügen, da er sehr leicht anbrennt.  Das Tomatenmark mit anschwitzen und den Lankgornreis hinzufügen und 1-2 Minuten dünsten. Nun die kleingeschnittenen Tomaten mit dem Tomatensaft hinzufügen. Ich habe ihn vorher abgewogen und noch ca. 150 ml Wasser hinzugefügt. Eventuell später Wasser nachgießen, wenn es notwendig ist. Alle Gewürze bis auf die Olivenpaste hinzufügen und den Reis bei mittlerer Hitze garen. Wer mag würzt zum Schluss mit Olivenpaste oder fügt Oliven hinzu, sowie frische Kräuter.

Passt sehr gut zu Keftedakia, den griechischen Hackfleischbällchen.

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Sommernudelsalat

Sommernudelsalat von Zitronen und Olivenöl

Heute war es irre heiß und ich hatte keine Lust etwas zu kochen. Ich hoffte, dass mein Sohn pappsatt vom Geburtstag zurückkommen würde. Er kam aber hungrig zurück. Also entschied ich mich für einen sommerlichen Nudelsalat mit Gemüse. Ich hatte Datteltomaten, Paprika und Karotten. Für meinen Sohn haben ich noch extra Gurken gewürfelt, die er unter seinen Salat gemischt hat. Ich mag nämlich keine.

Zutaten für 2

  • ca. 80 g Nudeln (heute mit Buchweizenanteil)
  • 6-8 Datteltomaten
  • eine halbe rote Paprika
  • eine halbe orangefarbene Paprika
  • 1 Karotte
  • 6 schwarze Oliven mit oder ohne Stein (aus Kalamata)
  • ca. 30 g Schafskäse, oder mehr 🙂
  • Petersilie
  • 2 TL Olivenöl
  • 2 EL guten Weißweinessig
  • Salz, schwarzer Pfeffer, Paprika edelsüß

1. Die Nudeln nach Packungsanweisung bissfest garen, abgießen und abkühlen lassen

2. In der Zwischenzeit die Paprika, die Karotten und die Tomaten kleinschneiden. Die Oliven vom Kern befreien und ebenfalls kleinschneiden. Den Schafkäse in Würfel schneiden und die Petersilie waschen und kleinschneiden.

3. Aus dem Olivenöl, dem Essig und den Gewürzen eine Salatsauce anrühren.

4. Nun alles mischen und abschmecken