Zitronen und Olivenöl

Der Geschmack meiner griechischen Heimat – Ein griechischer Foodblog


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Melitzanes Papoutsakia – Gefüllte Auberginen

Melitzanes Papoutsaki - Gefüllte Auberginen aus Griechenland

Papoutsakia bedeutet kleine Schuhe. Wortwörtlich übersetzt bedeutet Melitzanes papoutsakia, kleine Auberginenschuhe. Wie man auf die Idee gekommen ist, erschließt sich mir nicht… Es handelt sich dabei um gefüllte Auberginen, die Füllung besteht in der Regel aus einer Hackfleischsauce. Als ich in meinem Umfeld erzählte, welche Zutaten ich für das Rezept benötige, kam sofort die Frage: „Ach, Du machst Moussaka?“. Nein, kein Moussaka, aber die Zutaten sind… na ja identisch: Auberginen, Hackfleischsauce, Béchamelsauce. Dennoch kein Vergleich.

Melitzanes Papoutsakia kann man immer machen, es ist allerdings ein klassisches Sommergericht. Verwendet werden Auberginen und reife Tomaten. Kein leichtes Sommergericht allerdings. Wenn man jedoch vom Strand hungrig zurück nach Hause kommt, Fischtavernen außer acht gelassen hat und schon von der Haustüre den Duft nach gebackenen Auberginen riecht, dann sind eine oder auch gleich zwei dieser gefüllten Auberginen perfekt!

Tomaten und Auberginen

Ich empfehle euch für dieses Gericht reife und aromatisch Tomaten zu verwenden. Im Winter tun es natürlich auch Dosentomaten, und auch sonst, wenn die Tomaten nicht sonderlich aromatisch sind. Ein Hauch Zimt verleiht der Hackfleischfüllung einen griechischen Touch. Und wer mag, kann auch noch Käse in die Füllung reiben. Das ist mir persönlich aber zu viel. Statt die Aubergine auszuhöhlen und die Stückchen zur Füllung zu geben, drücke ich die Auberginen lieber etwas ein. So hat man mehr von der Aubergine. Und ich backe die Auberginen lieber im Ofen vor, statt sie in der Pfanne anzubraten. Spart Fett und macht das Gericht etwas bekömmlicher.

Die Zutaten sind mit Augenmaß, denn es kommt auf die Größe der Auberginen an. Hier sind es mittelgroße Auberginen.

Zutaten 

  • 3 Auberginen
  • grobes Meersalz
  • getrockneter Thymian
  • frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
  • etwas Olivenöl

Für die Hackfleischfüllung

  • 500 g Hackfleisch
  • 1 Zwiebel
  • 1 Knoblauchzehe
  • 2 EL Olivenöl
  • 50 ml Rotwein
  • 2 Fleischtomaten (500 g)
  • 1 EL Tomatenmark
  • Salz
  • schwarzer Pfeffer
  • Paprikapulver
  • getrockneter Oregano
  • eine Prise Zimt
  • eine Prise Zucker
  • frische oder getrocknete griechische Minze (Diosmos)
  • ein halbes Bund Petersilie

Für die Béchamel

  • 4 EL Butter
  • 4 EL Mehl
  • 600 ml Milch
  • 1 Eigelb
  • 50 g geriebenen Kefalograviera (oder Parmesan)
  • Salz
  • schwarzer Pfeffer+
  • frisch geriebene Muskatnuss

 

1.
Den Backofen auf 200 °C vorheizen. Ein Backblech mit Backpapier auslegen. Die Auberginen waschen, abtropfen und der Länge nach aufschneiden. Ob man den Stiel entfernt oder nicht, ist Geschmacksache. Ich lasse ihn gerne dran. Die Auberginen rautenförmig einschneiden. Bitte nicht bis zur Schale, lediglich die Oberfläche.

Auberginen für Papoutsakia - rautenförmig eingeschnitten

Auf das Backblech mit der Schale nach unten legen und mit Salz, Pfeffer und Oregano bestreuen. Die Gewürze dabei auf die Oberfläche einreiben, so dass sie auch in die Einschnitte gelangen.

Auberginen für Papoutsakia

Mit Olivenöl beträufeln und im Ofen etwa 30 – 40 Minuten backen, bis die Auberginen schon ziemlich weich sind. (Sie werden mit der Füllung noch weitere 15-20 Min. gebacken.) Die Oberfläche sollte eine goldbraune Farbe bekommen haben. Etwas abkühlen lassen und mit einem Löffel eine Mulde in die Auberginen drücken.

Mulde in die Auberginen drücken

2.
Während die Auberginen im Ofen sind, wird die Füllung vorbereitet. Dazu Zwiebeln und Knoblauch putzen und fein würfeln. Die Tomaten vom Stielansatz befreien, waschen und im Mixer pürieren.

3.
Olivenöl in einer Pfanne erhitzen und die Zwiebelwürfel anbraten. Danach den Knoblauch ebenfalls kurz anbraten. Das Hackfleisch dazugeben und unter Rühren krümelig braten, bis es braun geworden ist. Nun das Tomatenmark hinzufügen und 1-2 Min. anbraten. Mit Rotwein ablöschen. Sobald der Rotwein verdampft ist, die pürierten Tomaten mit etwa 100 ml Wasser hinzufügen. Alle Gewürze bis auf die Petersilie zum Hackfleisch geben und  etwa 20 Min. köcheln lassen. In der Zwischenzeit die Petersilie waschen und fein hacken. Wer mag, kann sich noch ein paar Blättchen für die Deko beiseite legen. Die Sauce ist dann fertig, wenn die Flüssigkeit eingekocht ist. Am einfachsten prüft man das, indem man mit dem Kochlöffel über dem Boden fährt. Die Petersilie unterrühren und die Füllung beiseite stellen.

4. 
Für die Béchamel in einem Topf 4 EL Butter zerlassen. Das Mehl hinzufügen und mit einem Schneebesen einrühren. Das Mehl dabei nicht zu lange anschwitzen, denn die Mehlschwitze darf dabei nicht dunkel werden, wir möchten eine helle Béchamelsauce. Die kalte Milch in etwa 5 Portionen zur Butter-Mehl-Mischung geben und dabei kräftig umrühren bis sich die Milch mit der Mehlschwitze verbunden hat. Aufkochen lassen bis dicke Blasen an der Oberfläche entstehen. Das Ei trennen (Eiweiß für ein anderes Gericht verwenden) und das Eigelb zügig unterrühren. Den Käse untermischen. Mit Salz, Pfeffer und Muskat kräftig abschmecken.

5.
Hackfleischmasse in die Mulden geben und darüber Béchamelsauce. Im Ofen bei 180 °C etwa 15-20 Min. backen bis die Béchamelsauce goldbraun ist.


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Würzig, zart und ja… auch sommerlich, Fleisch mit Auberginen

Fleisch mit Auberginen aus Griechenland, Kreas me melitzanes

oder Kreas me melitzanes.

Kennt ihr das? Ihr zieht los, um Zutaten für ein bestimmtes Rezept zu kaufen und kommt mit ganz anderen Zutaten wieder zurück. So ging es mir. Feta wollte ich machen, ein simples sommerliches Gericht im Ofen. Nach Hause getragen habe ich Zutaten für ein würziges Fleischgericht mit Auberginen. Kreas me melitzanes ist ein wunderschönes Gericht, bei dem man gar nicht auf die Idee kommt, dass es ein typisches Sommergericht ist. Meist wird es auch Moschari me melitzanes genannt, Kalb mit Auberginen, denn in Griechenland wird besonders gerne zu Kalbfleisch gegriffen. Hätte ich diesmal auch, allerdings gab es bei meinem Lieblingshändler kein schönes Stück mehr und so hab ich Rind gewählt. Rindfleisch kann es  auch besser mit den Gewürzen Zimt und Piment aufnehmen, die diesem Gericht Würze verleihen.

Das Fleisch wird lange bei sanfter Hitze mit frischen Tomaten geschmort und wird dadurch wunderbar zart und mürbe. Dazu passen die Auberginen, die ich im Backofen fast gar gebacken und zum Schluss zum Fleisch gegeben habe. Im authentischen Rezept werden die Auberginen in der Pfanne mit viel Olivenöl gebraten. Das ist extrem lecker, aber auch ganz schön fettig und gehaltvoll. Aber, probiert es selbst aus. Nun könnte man einwenden, dass es doch ganz schön umständlich ist, die Auberginen erst zu braten oder zu backen und dann auch noch zu kochen. Ja, das stimmt und auch wenn ich ansonsten mein Gemüse knackig mag, so haben diese griechischen Schmorgerichte ihren eigenen Reiz. Das Gemüse wird hier langsam und lange gegart, es karamellisiert fast. Das Olivenöl als Geschmacksträger tut sein übrigens und es entstehen Gerichte, mit einer ganz besonderen Textur, voller Aroma und Geschmack und den Düften nach heißen griechischen Sommertagen in noch heißeren Küchen. Für eine Frischekick sorgt ein Klecks Joghurt oder Feta… oder Joghurt und Feta.

Sucht euch für dieses Gericht eher schmale und längliche Auberginen aus. Falls ihr welche mit hellvioletter, gestreifter Haut findet, dann greift zu diesen, sie sind meist milder im Geschmack und müssen nicht unbedingt entbittert werden. (Wobei Bitterstoffe ja sehr gesund sind…). Leider habe ich diese Auberginen nicht bei meinem Lieblingshändler gefunden und habe zu normalen dunkelvioletten gegriffen.

Auberginen

 

Ach ja,… noch etwas. Das Gericht braucht Zeit, ca 2-2,5 Stunden. Aber es macht kaum Arbeit. Greift also unbedingt zu reifen, frischen Tomaten (bei mir waren es italienische Flaschentomaten) für die Sauce, es lohnt sich. Wenn ihr keine aromatischen, reifen Tomaten findet, dann tun es auch die aus der Dose.

Zutaten für 4 Personen

  • 500 g mageres Rindfleisch (oder Kalbfleisch) zum Schmoren
  • 3 längliche Auberginen
  • 3-4 reife Tomaten (ersatzweise 500 ml passierte Tomaten)
  • 2 Zwiebeln
  • 2 Knoblauchzehen
  • ca. 10 EL Olivenöl
  • 1 EL Tomatenmark
  • 100 ml Rotwein
  • Salz (normales oder grobes Meersalz)
  • schwarzer Pfeffer
  • 1 TL Zucker
  • 2 gemahlener Prisen Piment (am besten frisch gemahlen, oder 2 Pimentkörner)
  • 1/2 Zimtstange
  • 1 Lorbeerblatt
  • 3-4 Stängel Thymian

Zum Servieren

  • etwas frische Petersilie
  • griechischer Joghurt
  • Brot

1.
Das Rindfleisch in größere Stücke teilen, nur ganz leicht salzen und pfeffern. Die Zwiebeln schälen und in grobe Würfel schneiden. Den Knoblauch schälen und in Scheiben schneiden.

2.
Wasser zum Kochen bringen, am besten im Wasserkocher. Die Tomaten waschen mit einem Messer rundum mehrmals einstechen und in eine Schüssel legen. Mit dem kochenden Wasser übergießen und ein paar Minuten stehen lassen. Danach lässt sich die Haut ganz leicht abziehen. Das Fruchtfleisch pürieren.

3.
Die Hälfte des Olivenöls in einen großen Topf geben und erhitzen. Das Fleisch darin von allen Seiten kräftig anbraten. Herausnehmen und kurz zur Seite stellen. Die Zwiebeln im Bratfett in ca. 2 Min. glasig braten. Danach den Knoblauch ganz kurz mitraten. Das Tomatenmark in den Topf geben und unter Rühren ebenfalls anbraten. Mit dem Rotwein ablöschen und die Flüssigkeit bis einkochen lassen. Das Fleisch in den Topf geben sowie die pürierten Tomaten. So viel Wasser hinzufügen, dass das Fleisch knapp bedeckt ist, bei mir war es ein halbes Glas. Salz, Pfeffer, Zucker, Piment, Zimtstange, Thymian und Lorbeer hinzufügen. Zum Kochen bringen, die Hitze zurückschalten und etwa 1,5 Stunden schmoren lassen, bis das Fleisch fast gar ist. Von Zeit zu Zeit umrühren und notfalls Wasser zugeben.

4.
Die Auberginen waschen und den Strunk abschneiden. Die Schale in Streifen schälen, so dass noch etwas Schale daran ist. Es sieht ungefähr wie bei einem Zebra aus. Das habe ich leider nicht fotografiert, aber man kann es bei dem unteren Bild etwas erkennen. Die Auberginen halbieren und die Hälften in Drittel schneiden. Es sollten nicht zu kleine Stücke werden. Die Auberginen in ein Sieb geben, kräftig salzen, am besten mit grobem Meersalz und etwa 20 Min. stehen lassen, damit die Bitterstoffe herausgeschwemmt werden.

5.
Den Ofen auf 200 ° vorheizen und ein Backblech mit Backpapier auslegen. Auberginen unter fließendem Wasser abspülen und trocken tupfen. Mit dem restlichen Olivenöl mischen, am besten in einer Schüssel, so dass die Auberginen von allen Seiten mit Olivenöl überzogen sind. Auf ein Backblech geben und etwa 15-20 Min. im Ofen backen, bis sie goldbraun sind und fast gar. Sie sollen noch etwas Biss haben.

Gebackene Auberginen

6.
Die Sauce abschmecken und ggf. nachwürzen. Die Auberginen zum Fleisch geben und sanft in die Sauce drücken. Die Tomatensauce sollte aber zu diesem Zeitpunkt schon relativ dick eingekocht sein. Falls sie noch sehr wässrig ist, ohne Deckel kochen, bis sie sämiger geworden ist. Dann erst die Auberginen hinzufügen. Das Gericht weitere 20 Min. schmoren lassen. Die Auberginen sind jetzt weich, das Fleisch ist butterzart und die Sauce ist gerade noch vorhanden und richtig dick eingekocht.

Dazu passt Brot, Feta und griechischer Joghurt. Wer mag, kann das Gericht noch mit frischer Petersilie servieren.


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Auberginen mit Kartoffeln im Ofen

Auberginen mit Kartoffeln- und Feta

Was mich an griechischen Alltagsgerichten fasziniert ist die Schlichtheit. Ich kenne tatsächlich keine andere Küche, in der so konsequent Gerichte mit 2-3 vegetarischen (oder veganen) Zutaten der Saison den Mittelpunkt einer Mahlzeit bilden. Zum Beispiel Erbsen in Tomatensauce, Grüne Bohnen in Tomatensauce (Fasolakia) oder Okraschoten (Bamies) aber auch der Tomatenreis…, die Liste könnte hier ewig lang sein. In Griechenland werden diese Gerichte „Ladera“ genannt, was so viel heißt wie „in Olivenöl (gekocht)“ – meist ohne Fleisch oder Fisch.  Reichlich gutes Olivenöl und eine lange Kochzeit bei milder Hitze sind dabei ausschlaggebend für den Geschmack. Am Tisch werden Ladera meist mit viel Schafskäse, reichlich Brot und mit Blattsalaten oder gekochten Salaten sowie Oliven begleitet. Ich kenne Griechen, die sich dann nicht mehr so laut über das fehlende Fleisch aber umso lauter über den fehlenden Schafskäse beschweren.

Dabei muss ich zugeben, dass ich oft etwas am Olivenöl spare, denn auch wenn es sehr gesund ist, es ist trotzdem sehr gehaltvoll. Das Olivenöl ist dennoch das Geheimnis, nehmt also ruhig etwas mehr. Ich suche immer den Zwischenweg zwischen ein paar Esslöffeln und den ganzen Tassen Olivenöl, die meine Tanten ins Essen schütten.

Die Auberginen mit Kartoffeln könnte man auch im Topf machen. Ich bevorzuge sie jedoch aus dem Ofen. Auf das vorherige Anbraten der Auberginen verzichte ich, ich finde dadurch wird es zu fettig (auch wenn es dadurch besonders lecker wird).

Zutaten für 2

  • 1 große Aubergine oder 2 kleine
  • 6 mittelgroße Kartoffeln
  • 6 EL Olivenöl
  • 1 Zwiebel
  • 1 Knoblauchzehe
  • 1 Chilischote (oder später scharf mit Paprika würzen)
  • 250 ml passierte Tomaten
  • 1 TL Thymian
  • Salz
  • schwarzer Pfeffer
  • 1 TL Zucker
  • 1 Lorbeerblatt
  • Paprika edelsüß
  • Piment (gemahlen oder 2-3 Körnchen)
  • 100 g Schafskäse (je nach Geschmack)

Die Zwiebel und die Knoblauchzehe fein hacken. Genauso die Chilischote, dabei die Kerne entfernen. Das Olivenöl erhitzen und die Zwiebel darin bei milder Hitze andünsten. Sobald die Zwiebel glasig ist, den Knoblauch und die Chili hinzufügen und kurz mitbraten. Die passierten Tomaten hinzufügen und mit Thymian, Salz, Pfeffer, Zucker, Paprika edelsüß, dem Piment und dem Lorbeerblatt würzen. Bei sanfter Hitze ca. 15 Minuten köcheln lassen.

Den Ofen auf 180 Grad vorheizen.

Die Auberginen waschen und in grobe Stücke schneiden. Die Auberginenstücke salzen und ca. 15 Minuten beiseitestellen. Die Flüssigkeit, die sich dabei bildet mit einem Küchentuch entfernen.

In der Zwischenzeit die Kartoffeln schälen und achteln. Die Auberginen mit den Kartoffeln in eine ofenfeste Form geben und mit der würzigen Tomatensauce übergießen. Gut vermengen und in die mittlere Schiene des Ofens schieben.

Ca. 50-60 Minuten bei 180 Grad backen, bis die Kartoffeln schön weich sind und die Sauce schön sämig ist. Den Schafskäse am Tisch über  das heiße Gericht zerbröckeln.


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Auberginencreme – Melitzanosaláta

Griechische Auberginencreme Melitzanosalata

Μελιτζανοσαλάτα – Melitzanosaláta

Heute hatte ich Lust auf diese feine Auberginencreme. In der letzten Zeit habe ich mir Auberginencreme immer gekauft. Mein Supermarkt führt seit einiger Zeit eine ziemlich leckere. Selbst gemacht schmeckt sie aber anders und ja… viel besser… und besonders aufwändig ist sie auch nicht. Warum diese Dips in Griechenland Salat heißen, weiß ich übrigens nicht. Tsatsiki, Chtipiti (eine pikante Fetacreme) oder eben Meltzanosaláta gibt es in griechischen Tavernen unter Vorspeisen oder Salat. Komisch fand ich das schon immer.

Wenn ihr einen Grill, einen Gaskocher oder zufällig Feuer in der Nähe habt, dann grillt die Aubergine unbedingt. Das ergibt dieses wunderbare rauchige Aroma. Wenn nicht, dann nehmt ihr wie ich eben den Ofen.

Gebackene Aubergine

 

Zutaten für eine kleine Portion

  • 1 Aubergine
  • 1 Knoblauchzehe
  • Salz (heute sogar selbstgemachtes Zitronensalz)
  • Pfeffer
  • eine Prise Zucker
  • Parika edelsüß
  • 2-3 EL Zitronensaft
  • 50 ml Olivenöl (ja, tatsächlich… nehmt eines, das euch roh gut schmeckt)
  • 4 Walnüsse (oder 2 EL Sesam)
  • etwas Petersilie

Den Ofen auf 250° vorheizen, Grill falls vorhanden einschalten. Die Aubergine waschen, abtrocknen und mit einer Gabel mehrmals einstechen. Auf den Rost in die Mitte des Ofens legen. Ich lege sie dabei auf ein Stück Alufolie. Die Aubergine nun ca. 50 Minuten backen, bis sie zusammengefallen und weich ist. Dabei mehrmals wenden. Falls die Haut zu schnell schwarz wird, den Ofen runterschalten.

Nach ca. 30 Minuten die geschälte Knoblauchzehe mit in den Ofen geben. Während die Aubergine im Ofen ist, die Walnüsse grob zerhacken und in einer heißen Pfanne ohne Fett rösten, bis er Farbe bekommt und duftet. Aus der Pfanne nehmen und beiseite stellen.

Wenn die Aubergine schön weich geworden ist, nehmt ihr sie aus dem Ofen. Das Ergebnis sah bei mir so aus:

Aubergine fertig gebacken und bereit für die Auberginencreme

Von der Knoblauchzehe verwende ich nur das weiche Innere. Die Haut werfe ich weg. Die Aubergine  ein paar Minuten mit Folie bedecken. Den Strunk ausdrehen und das Auberginenfleisch, das daran haftet loslösen und in eine Schüssel geben.  Die Aubergine der Länge nach aufschneiden, nun lassen sich die Samen mit einem kleinen Löffel ziemlich gut entfernen. Das Auberginenfleisch mit einem Löffel oder Messer von der Schale schaben.

Die Auberginenmasse und den Knoblauch zusammen mit Salz, Pfeffer, Paprika edelsüß, den Zucker und dem  Zitronensaft verrühren. Wer es grob und stückig mag, der nimmt jetzt eine Gabel und rührt langsam das Olivenöl unter ständigem Rühren ein. Das dauert, bis die Aubergine das ganz Öl aufgenommen hat. Ich hatte heute Lust auf eine richtig feine Auberginencreme und habe entschieden, dass mein Mixer das viel besser kann. Das Öl kommt immer portionsweise in den Mixer, gut durchmixen und weitermachen bis das Öl schön eingearbeitet ist. Die Melitzanosaláta noch mit Salz, Pfeffer und eventuell Zitronensaft nach Geschmack abschmecken. Ich habe heute zum Schluss Zitronensalz verwendet.

Die Walnüsse und die fein geschnittene Petersilie beim Anrichten über die Creme streuen. Statt Walnüssen passt auch Sesam sehr gut. Wenn ihr die Walnüsse lieber in der Melitzanosalata haben wollt, dann hackt sie etwas feiner und mischt sie darunter. Sehr fein und frisch wird es übrigens auch mit einem großzügigem Löffel griechischem Joghurt, der noch untergemischt wird. Darauf hatte ich aber heute keine Lust. Schmeckt super mit Brot und als Dip zu Gemüse.

Ach… und für alle Knoblauchfans: Der gebackene Knoblauch ist sehr dezent, gibt aber ein schönes Aroma. Wer mehr Knoblauchgeschmack haben möchte, der sollte noch eine (oder je nach Geschmack auch mehrere) rohe Knoblauchzehen fein hacken und in die Melitzanosaláta rühren.

 

 


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Briam, Tourlou oder einfach Gemüse aus dem Ofen

Griechisches Briam, Tourlou

Μπριάμ, τουρλού

Eigentlich ist Briam ein typisches Sommeressen und jetzt ist März, aber darauf kann ich jetzt keine Rücksicht nehmen. Ich hatte heute so große Lust darauf. Briam oder Tourlou  ist ein Gericht mit Sommergemüse, das mit Tomaten und Gewürzen im Ofen gegart wird. Nicht fehlen dürfen in Briam Kartoffeln, Zucchini, Auberginen und Tomaten.  Und selbstverständlich alles, was noch so im Haus ist und was man noch mag. Das gibt ein richtig schönes und buntes Durcheinander: Tourlou eben. Ähnliche Gerichte gibt es im ganzen Mittelmeerraum wie in der Türkei oder auch in Frankreich.

Bei den Mengen müsst ihr einfach selbst ausprobieren. Heute habe ich für meine Verhältnisse etwas mehr Olivenöl als sonst genommen, was ihr auf dem Foto gut erkennen könnt. Sobald es kalt wird, ist die Sauce fast komplett aufgesogen. Die meisten Griechen würden hier trotzdem viel mehr nehmen. Schmeckt heiß, lauwarm und kalt mit einem Weißbrot und wer mag, Schafskäse.

Für eine Auflaufform

  • 2 Kartoffeln
  • 1 rote Zwiebel
  • 1-2 Knoblauchzehen
  • 1 rote und 1 grüne Paprika
  • 1 Zucchino
  • 1 Aubergine
  • eine Handvoll grüne Bohnen
  • ein paar Cocktailtomaten oder normale Tomaten
  • 100 ml passierte Tomaten
  • Oregano
  • Majoran
  • Salz
  • schwarzer Pfeffer
  • Paprika edelsüß
  • reichlich Olivenöl (8-10 EL je nach Geschmack)
  • evtl. frische Kräuter wie Petersilie

Den Backofen auf 200 ° vorheizen.

Das Gemüse putzen und waschen und alles (also Kartoffleln, Zucchino, Paprika, Aubergine, Zwiebel, Bohnen) in grobe Stücke schneiden. Den Knoblauch schälen und fein würfeln. Die Cocktailtomaten waschen. Falls ihr normale Tomaten verwendet (ca. 2), dann schneidet ihr diese in Scheiben.

Alles in eine Auflaufform geben. Die passierten Tomaten und ein halbes Glas Wasser hinzufügen. Alle Gewürze sowie das Olivenöl dazugeben und ordentlich vermischen. Die Cocktailtomaten daraufgeben oder die Tomatenscheiben und ab in den Ofen auf die mittlere Schiene.

Die Backzeit kann unterschiedlich sein, ca. 1 Stunden. Rührt alle 20 Minuten um und prüft, ob Wasser hinzugefügt werden muss. Gerade so viel, damit alles schön garen kann. Falls ihr merkt, dass die Oberfläche zu schnell Farbe bekommt, dann schaltet die Hitze zurück.

Wer möchte, kann das Briam vor dem Essen noch mit frischen Kräutern wie Petersilie bestreuen. Ich hatte heute nur Minze, passt aber auch gut dazu.

Briam, Tourlou vor dem  Backen