Zitronen und Olivenöl

Der Geschmack meiner griechischen Heimat – Ein griechischer Foodblog


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Vom Kochen und… nicht kochen

was ich im letzten Jahr so gemacht habe
…oder nicht gemacht habe

Der Januar ist nicht vorbei, noch kann ich euch ein gutes neues Jahr wünschen. Chronia polla!

Im letzten Jahr habe ich mich hier rar gemacht, was heißt rar, verschwunden bin ich. Gepostet habe ich nichts und ich gestehe, Kommentare und E-Mails habe ich nur verzögert beantwortet, machmal erst nach Wochen (Sorry). Und mit Sicherheit gibt es noch unbeantwortet Mails und Kommentare, die mir durchgerutscht sind und in 2017 irgendwie, irgendwo verloren gegangen sind. Das Jahr ist einfach an mir vorbei gerauscht. Überrascht bin ich allerdings, mein Blog wurde nahezu genauso oft besucht wie zu meiner aktivsten Zeit, und fast jeden Monat kommen neue Abonnenten und Follower hinzu. Das freut mich natürlich sehr.

Was habe ich denn 2017 gemacht?

  • Tatsächlich habe ich recht wenig gekocht. Ich habe den Job gewechselt, sogar die Branche. Statt was Digitales mit Büchern und Apps in einem Verlag mache ich jetzt Digitales für ein IT-Unternehmen mit ziemlich spannenden Produkten. (Unter uns, ich verstehe immer noch nicht jedes Produkt, finde alles aber total cool). Mein Sohn kennt die Produkte von seinen Lieblings-Youtubern und Streamern, als Mutter habe ich an Coolness-Faktor gewonnen.
  • Außerdem habe ich ein neues Website-Projekt gestartet, nicht allein: fetakoch.de. Auch hier geht es um griechische Küche, nur koche ich nicht. Ich schreibe über typisch Griechisches und habe wirklich schöne Interviews geführt. Schaut gerne rein.
  • Tja, und dann passierten viele Dinge, die meine ganze Aufmerksamkeit in Anspruch genommen haben und schwups ändert sich der ganze Alltag und reißt einen aus der Routine. Was ganz gut ist. So gesehen habe ich viel gelernt in diesem sehr anstrengendem 2017.
  • Und natürlich habe ich immer wieder ans Bloggen gedacht, aber dann ist das Rezept nicht gelungen, die Fotos haben mir nicht gefallen, die Zutat hat gefehlt und meistens ganz einfach… die Zeit. Gefehlt hat es mir dennoch, denn ich blogge sehr gerne, aber meist völlig spontan und ohne großen Plan. Und für Spontaneität gab es so wenig Gelegenheiten im letzten Jahr.

Habe ich gekocht?

  • Nun, meine Bestellungen beim Lieferdienst haben zugenommen. Ich glaube, die vermissen mich, wenn ich weniger bestelle.
  • Gekocht habe ich unkomplizierte Gerichte, die schnell gehen. Besonders dann wenn Einkaufen und Kochen einfach nicht mehr drin war wie z.B. mein All-time-favourite Nudeln mit Feta, Gemüsereis oder Giouvarlakia, wenn mein Sohn sie sich gewünscht hat.
  • Neue Rezepte habe ich auch ausprobiert, aber keine griechischen. Wir kochen nämlich alle zwei Wochen gemeinsam mit meinem Sohn. Ich habe mich also an Semmelknödel, selbstgemachte Spätzle, indischen Gerichten und diversen anderen Rezepten versucht, die mein Sohn gerade spannend fand. Bis auf Keftedakia war kaum etwas aus Griechenland dabei.

Und 2018?

  • Mitte Dezember auf der Weihnachtsfeier meines Arbeitgebers gab es zwischen der Vorspeise und dem Hauptgericht ein paar Anekdoten zu Mitarbeitern. Ich saß entspannt auf meinem Stuhl. Da hörte ich auf einmal die Worte …neue Kollegin, Foodblog, tolle Rezepte, …leider noch nie was zum Probieren bekommen. „Marina, wir wünschen uns Dein letztes Rezept, bitte mach doch weiter auf Deinem Blog, wir finden ihn so toll.“ Mann war ich gerührt. Auch zum Backen für meine neuen und lieb gewonnen Kollegen hat es nicht gereicht. Bei der nächsten Gelegenheit habe ich mich in die Küche gestellt und gebacken: Moustokouloura und Tiropitakia. Bis zum Mittag war kein Krümelchen übrig. Ein gutes Zeichen.
  • Und jetzt werde ich mir demnächst wieder ein schönes Rezept ausdenken. Über Feedback und Kommentare freue mich natürlich. Und zwischendurch könnt ihr auch gerne bei meinem anderen Projekt vorbeischauen. Da gibt es auch schöne Weinempfehlungen aus Griechenland.


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Mitgebracht aus Griechenland

Plastis, Werga für Pita

Er hat mich wieder – mein deutscher Alltag. Mental bin ich allerdings noch nicht so ganz hier angekommen. Ich hatte ja versprochen, meine Mitbringsel aus Griechenland zu zeigen. Endlich komme ich jetzt dazu.  Es ist wieder viel Tee dabei. Vielleicht fragt ihr euch jetzt, was der Holzstab da oben ist?

Plastis oder Werga für Pita

Der schmale Holzstab da oben ist zum Ausrollen für dünne Filoteige gedacht. Er wird Werga oder Plastis genannt. Mein Opa hat ihn für meine Oma geschnitzt und sie hat jahrzehntelang Filoteig damit ausgerollt, bevor ihn meine Mutter bekommen hat. Er ist viel dünner und kürzer als die handelsüblichen, die man heute in Griechenland bekommt. Als ich meiner Oma erzählte, dass ich ihren Plasti nun mitnehme, meinte sie in ihrer trockenen Art nur: „Nimm ihn ruhig mit, ich brauche ihn ja nicht mehr“. Meine Oma hat mit Mitte 80 das Pita machen aufgegeben, das ist jetzt fast 20 Jahre her.

Trachanas

Trachanas mit Weizen

Aus Trachanas wird Suppe gekocht. Bei uns wird Trachanas aus zerkleinerten Weizenkörnern und Milch gemacht, manchmal gemischt mit Weizengrieß. Den Trachans links hat meine Patentante gemacht und der rechte ist von einer Tante. Die Körnung hängt vom verwendeten Sieb ab. Mehr zu Trachanas und ein Rezept findet ihr hier.

Süßes – Wassermelonenschale und Feige

Wassermelonenschale gliko koutaliou und Feigenmarmelade

Meine Tante hat mir auch noch süß eingekochte Wassermelonenschale mitgegeben. Gliko koutaliou heißen diese traditionellen Sirup-Süßspeisen, die aus Obst oder auch Gemüse gemacht werden. Für dieses „Gliko“ wird das Weiße der Wassermelonenschalen zunächst in Kalkwasser eingelegt, damit sie später fest bleiben und nicht matschig einkochen. Gründlich gewaschen werden sie dann mit Zucker so lange eingekocht, bis sich die Flüssigkeit zu einem dickflüssigen Sirup verwandelt. Schmeckt wunderbar zu griechischem Joghurt. Bei meiner Tante gab es dazu selbstgemachtes Eis aus eigener Milch. Sie macht fast alles selbst, probieren musste ich auch selbstgemachten Fetakäse (sehr lecker), Aprikosenlikör und selbst eingelegte Oliven. Sie hat vor ein paar Jahren Olivenbäume gepflanzt. Auf der Terrasse trockneten ein paar Feigen. Im Spätsommer gibt es bei uns Feigen in Hülle und Fülle, ich habe sogar selbst welche gepflückt und fast jeden Tag welche geschenkt bekommen. In unserem Bergdorf gibt es an jeder Ecke einen Feigenbaum. Mitgenommen habe ich Feigen in Form von Marmelade, die meine Patentante gemacht hat.

Tee und Kräuter

Olivenblättertee von Notio, Kamille vom Olymp, Zitronenverbene aus Kreta

Ich muss mich fast immer bremsen, um mir nicht den ganzen Koffer voller Kräuter und Tees zu packen. Bei uns in der Nachbarschaft gibt es immer mehr Kräuterläden und Biomärkte. Mitgenommen habe ich:

Kamillentee vom Olymp: Ich bilde mir tatsächlich ein, dass er intensiver duftet und schmeckt. Kein Vergleich zum Beuteltiere.
Olivenblätterte vom Peloponnes: Er enthält keine Tannine und fühlt sich im Mund richtig weich an. Wer grünen Tee mag, sollte ihn unbedingt probieren. Schon seit der Antike ist er als Heilmittel bekannt und wirkt entzündungshemmend. Dieser Tee hier wird in einem kleinen Familienbetrieb produziert. Die Blätter stammen zum Teil von wilden Olivenbäumen und werden schonend luftgetrocknet. Mehr zum Olivenblättertee und dessen Zubereitung in diesem Blogbeitrag.
Zitronenverbene aus Kreta: Ta Sfakia heißt ein Laden mit traditionellen kretischen Produkten in unserer Straße. Immer wenn ich vorbeigehe wird mir ein Raki, Rakomelo (das ist Raki mit Honig und Zimt) oder ein Weinkeks (Krasokoulouro) angeboten. Ich freue mich, dass sich der Laden im zweiten Jahr gut behaupten kann. Schon letztes Jahr habe ich mich hier eingedeckt. Es gibt unzählige Kräuter aus Kreta zu entdecken, Olivenöl und Honig aus eigener Produktion und natürlich kretischer Käse. Aber auch Carobmehl, das in Griechenland ein kleines Revival erlebt. Das musste ich leider dort lassen. Aber dafür landeten Zitronenverbene und Throumbi in meinem Koffer. Die Zitronenverbene wird in Griechenland Louisa genannt und wird als natürliches Beruhigungsmittel angepriesen.

Wilder Thymian vom Pelopennes, Melisse aus Pieria Thrymba aus Kreta

Melisse (Melissochorto) aus Pieria: Die Melisse habe ich bei einem Gemüsehändler gefunden, der sie wiederum von einem Bekannten bezieht. Nachdem der Gemüsehändler sie dermaßen gepriesen hatte, musste sie mit. Außerdem mag ich den Geschmack.
Throumbi aus Kreta: Throumbi ist eine Art Bohnenkraut und wird in der Küche wie Oregano oder Thymian verwendet. Es riecht fantastisch. Und er soll eine belebende Wirkung haben. Passt zu allen Bohnengerichten aber auch zu Fleisch.
Wilder Thymian vom Peloponnes: Auf diesen Thymian habe ich mich schon gefreut. Er wächst auf dem Feld eines kleinen Olivenölproduzenten, der auch den Olivenblättertee herstellt. Wilder Thymian ist sehr intensiv und würzt sehr stark. Ich habe ihn zum Beispiel hier verwendet, in Zitronenkartoffeln, im Briam und zu Fleisch – und ich trinke ihn gerne als Tee, wenn ich ziemlich schlimm erkältet bin. Hier sieht man ihn in voller Blüte.

Olivenöl

Olivenöl Notio

Jede Olivenöl-Flasche von Notio wird nummeriert. Der kleine Familienbetrieb stellt hochwertiges Olivenöl her, streng ökologisch. Ich kann es uneingeschränkt empfehlen.

Olinenöl Notiogoods

Es lohnt sich wirklich etwas mehr Geld in Olivenöl zu investieren und ein richtig gutes Öl zu kaufen, das intensiv schmeckt und ausgewogen im Geschmack ist. Hier auf Pinterest habe ich Olivenöle von kleinen Produzenten gesammelt, die ich richtig gut finde. Sie stammen aus unterschiedlichen Regionen Griechenlands und werden sorgfältig hergestellt. Mein Kriterium für Olivenöl: es muss mir pur auf Brot gut schmecken und über Feta. Dickflüssig muss es sein mit einer satten Farbe und voller Aroma. Es darf auch ein bisschen an das Bittere von Oliven erinnern. Mittlerweile sehe ich auch im Norden Griechenlands immer häufiger Olivenbäume und kenne ein paar Familien, die ihr eigenes Öl für den Hausgebrauch produzieren.

Dies und Das

Getrocknete Tomaten aus Santorini

Getrocknete Tomaten aus Santorini: Die kleinen Tomaten, die auf vulkanischem Boden wachsen, sind für ihren süßen Geschmack und ihr reiches Aroma bekannt. Ich habe schon fast alle genascht.

Salepi - Sahlep mit Safran aus Griechenland

Salepi oder Sahlep: Die große Packung oben habe ich im Laden gelassen und nur ein paar Tütchen mitgenommen (das rosafarbene auf dem untereren Bild), es ist Salepi mit Safran. Salepi wird aus der Knolle einer Orchideenart gewonnen, dem Knabenkraut. Umgangssprachlich wird es in Grienchenland auch „Sernikobotano“ genannt, was Manneskraut bedeutet. Es soll wohl für männliche Nachkommen sorgen. Salepi wirkt wie ein Verdickungsmittel und ergibt aufgekocht mit Wasser ein aromatisches, sämiges Getränk. Es kann mit Zimt und Ingwer verfeinert werden und wirkt schön wärmend im Wnter und soll bei Erkältungen helfen. Beliebt ist es auch in der Türkei und im arabischen Raum. Leider wird die Orichideenart durch unachtsames Pflücken immer seltener. In manchen Gegenden steht sie unter Naturschutz.

Sahlep und geräuchertes Paprikapulver

Geräuchertes Paprikapulver:  Paprika kapnisti steht handschriftlich auf dem Beutelchen.  Ich habe es in einem kleinen Lädchen gefunden, das viele seiner Produkte offen verkauft.

Griechischer Kaffee Salz aus Messolongi

Griechischer Kaffee: Frischgemahlen landete der griechische Kaffee in meinen Koffer. Normalerweise trinke ich auch in Griechenland meinen Cappuccino. Dieses Jahr jedoch habe ich ausschließlich griechischen Kaffee getrunken und manchmal nachmittags einen kalten Frappé. So bereitet man griechischen Kaffee zu.
Griechisches Meersalz: Das Salz stammt vom Messolongi am Ionischen Meer im Westen Griechenland. Die Region ist für ihren Fischreichtum bekannt und das Salz gilt als besonders rein.

Mich interessiert jetzt: Was davon würdet ihr gerne probieren?


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Ein Gruß aus Griechenland

koinoniki kouzina allilengiis

Mitten in der Stadt, neben der Wohnung meiner Mutter – Kouzina heißt Küche. In dieser „Küche“ bekommen Bedürftige kostenlos Lebensmittel.

Mein Urlaub in Griechenland geht zu Ende. Schon sehr bald fängt mein deutscher Alltag an. Wie immer fällt mir der Abschied schwer. Die Tage sind so wahnsinnig schnell vergangen. Wieder habe ich fast nichts von meinen Plänen verwirklicht. Wieder bin ich aus Nord-Griechenland nicht rausgekommen. Es war wunderschön und es war ein sehr besonderer griechischer Sommer. Eigentlich wollte ich euch wieder zeigen, was ich aus Griechenland mitbringen werde. Das werde ich auch in einem nächsten Blogpost machen. Gekocht habe ich gar nichts… aber ich habe selbst Filo ausgerollt. Ging sogar gut. Es wird also bald Pita mit selbst ausgerolltem Filoteig geben.

Aber dieser Sommer ist besonders. Ich wollte meinen Foodblog frei halten von der Krise. Das geht nicht. Schon die letzten Beiträge fielen mir schwer. Diese Krise ist allgegenwärtig, nicht zu übersehen und nicht zu überhören. Nicht für mich. Die (finanz-)politische Dimension möchte ich hier außer Acht lassen. Ich möchte euch von den Menschen und dem griechischen Alltag erzählen. Zumindest das, was ich als Außenstehende wahrnehme.

Am Meer

Meine ersten Tage in Griechenland habe ich am Meer verbracht. Irgendwann möchte ich in einer Stadt am Meer wohnen. Das Meer beruhigt mich und ich habe Stunden damit verbracht einfach nur aufs Wasser zu schauen, vom Strand aus und von meiner Terrasse in einem Urlaubsort im Norden Griechenlands. Zum Osten hin das Meer, nördlich der Olymp und westlich der Kissavos. Ein schönes Fleckchen. Das Hotel (ihr findet ein Foto auf der rechten Sidebar) wird von einer sehr netten Familie betrieben. Das Meer ist dort wunderschön, vielleicht etwas flach, man muss weit rausschwimmen, um keinen Boden mehr zu fühlen. Kaum zu glauben, dass ein paar Kilometer entfernt sich ganze Dramen abspielen und so viele Menschen auf ihrer Flucht dort stranden. Es ist nicht das erste Jahr, jetzt sind es so jedoch viele, dass wir endlich hinschauen müssen. Auch darüber haben wir im Hotel gesprochen und über die fehlenden griechischen Gäste, die sich den Urlaub nicht leisten konnten. Zum Glück waren die deutschen Stammgäste da.

In der Stadt

Zurück in Katerini habe ich meine Streifzüge durch die Stadt gemacht. Ich liebe es in irgendeine Richtung zu laufen (meist verlaufe ich mich) und mir die ganz normalen Wohngegenden anzuschauen. Wieder sind Läden umgezogen, kleine Geschäfte sind nicht mehr da und Läden, die schon letztes Jahr in 1A-Lage zum Verkauf standen sind auch dieses Jahr immer noch zu haben. Im nächsten Jahr mit Sicherheit auch. Meine Mutter wohnt sehr zentral. 1B-Lage würde man wohl dazu sagen. Direkt in der Nachbarschaft hat wieder ein Laden zugemacht. Allerdings hat kein neues Geschäft aufgemacht. In den Räumen werden jetzt regelmäßig Lebensmittel an Bedürftige verteilt. Davon gibt es mittlerweile einige im gesamten Stadtgebiet. Die Menschen rücken zusammen schon immer waren die Familenbande stark. Jetzt sind sie für viele eine Frage des Überlebens. Und ich übertreibe nicht. Ständig habe ich gehört, dass jemand mit seiner Rente, erwachsene „Kinder“ und deren Familien unterstützen muss. Renten, die jetzt gekürzt werden, wiederholt.

Überhaupt die griechischen Supermärkte. Im Juli musste ich in Deutschland hören, dass man doch von 60 € am Tag prima leben kann. Nun es waren 50 €. Wenn ich durch die Regale eines griechischen Supermarkts laufe, dann frage ich mich schon, wie viele hier nicht mehr einkaufen können. Viele Dinge des täglichen Bedarfs sind hier im Vergleich zu Deutschland teurer, Milch, Käse, Waschmittel, Hygieneartikel, sogar Obst und Gemüse der Saison. In diesen Supermärkten kann man Einkäufe für diejenigen spenden, die sich nichts mehr leisten können.

Gleich am zweiten Tag musste ich übrigens zum Steuerberater und zum Finanzamt. Mir gehört nämlich ein Fünftel einer Wohnung. Als ich die neue Steuer für die Wohnung zusammengerechnet hatte, dachte ich, na ja das geht ja noch. Das war die Steuer rückwirkend für 2013. Wenn ich an meine Bekannten denke, dann weiß ich, dass das für alle eine Herausforderung sein wird. Bei den Eigentümerversammlungen des Hauses geht es im Winter immer häufiger darum, dass an warmen Tagen nicht geheizt werden soll oder nur ein paar Stunden am Tag. Es ist der griechische Mittelstand.

Hier komme ich mit wildfremden Menschen schnell ins Gespräch. Und immer wirklich immer war die Krise ein Thema. Oft wurde ich gefragt, was denn die Deutschen über die Griechen jetzt denken. Stärker noch als im letzten Jahr spüre ich Ratlosigkeit und Hoffnungslosigkeit. Manchmal auch etwas Trotz. Cousinen, die sich nie vorstellen konnten außerhalb Griechenlands zu leben, fragen sich, ob ihre Kinder eine Zukunft in diesem Land haben. Sie widersprechen nicht, wenn die Kinder ein Studium ablehnen. Es gibt nun mal keine Sicherheit.

Vom Gesundheitssystem will ich jetzt gar nicht anfangen. Und von vielen anderen Dingen auch nicht, dieser Beitrag würde unendlich lang werden. Mir sind bei meinen Spaziergängen sehr viele neue kleine Geschäfte mit traditionellen Produkten und Bio-Produkten aufgefallen. Hier in Katerini kann man an fast jeder Ecke Heilkräuter kaufen. Viele kenne ich gar nicht. Die Menschen greifen wieder zu Kräutern, um sich gesund zu halten oder sich zu heilen. Das sagt schon viel aus. Unsere Nachbarin, die eine Apotheke gegenüber betreibt, möchte sich auch mit Heilkräutern befassen. Einige ihrer Kunden können sich Medikamente nicht mehr leisten. Alle müssen gesund bleiben. Auch ich habe mich eingedeckt. Womit zeige ich euch demnächst.

Außerdem sind mir unglaublich viele tolle Produkte, von kleinen Familienbetrieben aufgefallen: Honig, Olivenöl, Joghurt, Käse, Urgetreide, Marmeladen und Pasten, Gewürze und Tees. Ich wünsche diesen kleinen Betrieben viele Käufer. Und ich wünsche Griechenland in der nächsten Urlaubssaison viele Gäste. Es ist nämlich verdammt schön hier.

Im Dorf

Hier ein paar Impressionen vom Bergorf meiner Eltern, am Fuße der Pieria-Gebrige. Das Dorf heißt Ritini. Bei klarer Sicht ist das Meer zu sehen, Halkidiki und sogar Thessaloniki. Nachts kann man die Schiffe im Hafen von Thessaloniki erkennen. Und der August-Vollmond hat sich im Meer gespiegelt.

 

 

 


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In der griechischen Sterneküche bei Malathounis

Joannis Malathounis - griechischer Sternekoch

Joannis Malathounis ©Malathounis

Heute habe ich kein Rezept für euch. Ich war bei Joannis Malathounis.

Im Remstal, mitten im malerischen Weingebiet bei Stuttgart ist das Malathounis zu finden. Das Restaurant liegt ganz unscheinbar mitten im Wohngebiet in Stetten, an einer ruhigen Straßenecke. Mit dem „Griechen um die Ecke“ hat dieses Restaurant jedoch so gar nichts gemein. Joannis und Anna Malathounis bieten hier Kochkunst auf höchstem Niveau, griechisch inspiriert. Für seine „modern greek cuisine“ hat das Restaurant 2014 einen Michelin-Stern erhalten. Übrigens der einzige Michelin-Stern weltweit für ein griechisches Restaurant außerhalb Griechenlands.

Kernen-Stetten, das liegt nicht weit von der schwäbischen Kleinstadt, in der ich aufgewachsen bin. Und vom Malathounis hatte ich schon vor dem Stern gehört. Schon lange wollte ich hier essen. Im März, an einem Samstag morgen war ich bei Malathounis, ich war neugierig zu hören, was er über seine griechische Küche zu sagen hat.

Schon beim Lesen der Speisekarte bleibe ich an Bekanntem hängen: Manouri, Kefalograviera, Ravioli mit Kourabiedes, Stifado, Tyrokafteri, Pastoumas mit Birne, Avgotaracho, Olivenöl-Schokolade, Halvas-Crumble, Kataifi. Meine Neugier ist geweckt. Mit viel Kreativität werden hier mir gut bekannte griechische Zutaten und Zubereitungsarten kunstvoll kombiniert und präsentiert. Man merkt, hier stehen die Produkte im Vordergrund.

Das Restaurant ist nicht übermäßig gestylt. Es ist auf eine unaufdringliche und sehr sympathische Art gemütlich. Ich bekomme einen Kaffee serviert und schon sind wir mitten im Gespräch über griechische Küche und griechische Weine.

Anna und Joannis Malathounis

Anna und Joannis Malathounis ©sternefresser.de

Googeln Ihre Gäste auch nach griechischen Zutaten, wenn sie sie nicht kennen? Zum Beispiel nach Avgotaracho und Manouri?
Wir haben in den letzten Jahren viel Aufbauarbeit geleistet für griechische Küche und für griechischen Wein. Unsere Stammkunden haben im Laufe der Jahre gelernt hat, was Avgotaracho ist.  Wir schreiben nicht immer Avgotaracho auf die Karte, sondern Bottarga und das kennt der Deutsche Feinschmecker eher. Unsere Gäste fragen uns, wenn Sie etwas nicht verstehen. Der Punkt ist nicht, dass die Zutaten unbekannt sind, viele wissen einfach nicht, dass es gute Lebensmittel in Griechenland gibt. Griechenland wird immer verbunden mit diesem Bauernsalat, mit Tsatsiki mit großen Fleischportionen. Und wenn ich dann sage, dass das eigentlich gar nicht das typische Griechenland ist, dann sind die meisten eher überrascht – auch davon, dass der Wein so gut sein kann. Da braucht es ein bisschen Überzeugungsarbeit. Und mittlerweile verkaufen wir zu 90 % griechischen Wein.

Das finde ich sehr bemerkenswert, sie sitzen ja mitten in einem schönen Weinbaugebiet.
Bei Geschäftsessen und wenn wir auswärtige Gäste haben, dann wird oft der hiesige Wein bestellt. Wir haben hier in Stetten sehr gute Produzenten, wie den Beurer, der die beste Weißweinkollektion Deutschlands hat in diesem Jahr. Und der Haidle, der ein sehr renommiertes Weingut ist, Das sind alles VDP-Weingüter. Dann gibt es die Weingüter Schnaitmann und Aldinger in Fellbach. Wir haben hier geballte Weinkompetenz im Umkreis von 10 km. Und trotzdem verkaufen wir hauptsächlich griechischen Wein. Zu unserem Menü bieten wir eine Weinbegleitung mit vorwiegend griechischen Weinen an. So lernen unsere Gäste die Weine Griechenlands besser kennen. Und sie greifen immer wieder dazu. Man muss sie halt immer überzeugen, dass es nichts schlechtes ist. (Anm. „nichts schlechtes“ ist schwäbisch und bedeutet „recht gut“.) Und unserer Gäste wollen Entdeckungen machen. Wir konzentrieren uns jetzt deshalb auf griechischen und deutschen Wein und lassen alles andere auslaufen.

Zurück zur typisch griechischen Küche, die ja hier wenig bekannt ist. Weil Sie vorher von Überzeugungsarbeit gesprochen haben: Wie stehen sie dazu, finden sie das traurig?
Ich bin da völlig wertfrei und mache mir da mittlerweile keine Gedanken deswegen. Es sind ja zwei Dinge: Die Leute kennen es nicht und kommen auch im Urlaub kaum damit in Berührung. In den Hotelhochburgen gibt es ja die typischen Buffets, die können in Italien, Spanien oder Griechenland stehen, es ist immer das Gleiche. Und, die Generation, die noch traditionell gekocht hat, die viel Gemüse verarbeitet hat, viel Obst viel Olivenöl, Kräuter und all das, die ist eigentlich fast ausgestorben. Das sind die, die heute 65 und älter sind. Und die Jugend – ich zähle mich auch noch zur Jugend – die kennen das alles gar nicht. Meine Mutter ging früher am Meer spazieren und da gab es Wildkräuter, die hat sie gesammelt und als Horta (Wildkräutersalat) gekocht. Das mache ja heute keiner mehr.

Meine Mutter macht das noch.
(lacht) Sie hat aber bestimmt auch schon ein gewisses Alter.

Ja, das stimmt. Deswegen finde ich das als Griechin so spannend, solche einfachen Zutaten bei Ihnen entdeckt zu haben, wie beispielsweise den Kefalograviera. Eigentlich sind es ja ganz simple Zutaten und sie kreieren daraus Spitzenmenüs.
Ich kann es ja nicht so extrem machen, wie ich möchte. Da hätte ich ein leeres Lokal

Warum?
So profane Dinge wie „Sattigungsbeilagen“, darauf würde ich am liebsten komplett verzichten. Wir haben das bereits reduziert, aber komplett weglassen, das geht nicht. Ich würde mich noch mehr auf Gemüse, noch mehr auf Kräuter, noch mehr auf Fonds konzentrieren. Wir verwenden schon keine Sahne und keine Butter in Hauptgerichten, nur in Desserts. Auch dort könnte man darauf verzichten aber das würde auf Kosten der Vielfalt gehen.

Warum verzichten Sie so konsequent auf Sahne und Butter?
Ganz einfach, in Griechenland wird auch nicht mit Butter und Sahne gekocht.

Woher kommen die griechischen Einflüsse, was verbinden Sie damit?
Ich kenne Griechenland nur vom Urlaub und habe nie dort gelebt. Dennoch bin ich in Griechenland verwurzelt und habe Verwandte und Freunde dort. Als wir das Haus hier in Stetten gekauft haben wollten wir auf eine leichte Küche umstellen und uns der Zeit anpassen. Die Gäste wollen heute kein schweres Essen mehr. Außerdem wollten wir saisonal kochen und haben nach dem verbindendem Element gesucht. Die griechische Küche ist prädestiniert für leichte Küche, nur wird es von den meisten nicht umgesetzt. Oft werden die Gerichte in Öl ertränkt oder „totgekocht“. Die traditionelle griechische Küche, die übrigens selten geworden ist, wenn man die ein bisschen weiterentwickeln würde und den Leuten näher bringen würde, das würde viele Gäste überzeugen. Hier in der Region gibt es viele sehr gute Lokale. Allein im Umkreis von 25 km gibt es 12 Sterne-Restaurants. Allein vom Umfeld können wir nicht leben, dazu sind wir zu extrem. So haben wir uns auf eine mediterrane Küche mit griechischem Einfluss konzentriert und erreichen damit Gäste innerhalb eines größeren Umkreises.

Was ist Ihnen dabei besonders wichtig?
Wir versuchen so gut es geht regional zu kochen und saisonal. Saisonal ist für uns ganz wichtig. Und so kommt diese Schnittmenge heraus, zum Beispiel ein Stifado (Anm. gr. Schmorgericht), das nicht klassisch zubereitet wird, sondern mit Zutaten aus der Region und jahreszeitlich angepasst. Im Winter gab es einen griechischen Bauernsalat auf der Karte. Allerdings nicht mit Tomaten, sondern mit Erdfrüchten wie Karotten, Kohlrabi und Sellerie. Das haben wir gekocht wie Gemüse à la grecque und mit Essig und Zitrone angemacht. Den Feta haben wir nicht einfach so draufgelegt, sondern als Fetaeis oder als Fetakäsecreme. Serviert haben wir es mit ein paar Crackern. So gibt es immer andere Spielarten, wir versuchen immer etwas Neues zu machen. Bei uns gibt es bei mit jeder neuen Karte etwas, was es noch nie gegeben hat.

Wo holen Sie sich Ihre Inspirationen?
Man kann überall Inspirationen finden, ob es nun eine Currywurstbude ist, ein traditionelles Lokal, oder ein Gourmet-Restaurant. Überall gibt es positive Dinge zu entdecken. Wichtig für mich ist, mit offenen Augen durch die Gegend zu laufen ob auf dem Markt, im Wald oder auch im Sportgeschäft, wenn ich ein bestimmtes Farbenspiel sehe. Es gibt überall so viele Impulse, die für unsere Gastronomie wichtig sind.

Was hat sich seit dem Stern für Sie geändert?
Seit der Michelin-Stern war das Restaurant jeden Tag voll. Ich hätte 100 Plätze vergeben können. Es ist natürlich etwas Besonderes, wenn ein griechisches Restaurant einen Stern bekommt. Für uns ist der Stern die Bestätigung, dass wir es richtig machen mit unserer kontinuierlichen Arbeit und unserer Qualität. Klar es ist das Größte, was ein Koch erreichen kann. Wir machen aber genauso wie bisher weiter, wir haben die Preise nicht erhöht und wir werden auch das Essen nicht aufwändiger machen.

Und wie reagieren „neue Gäste“?
Wir haben natürlich Gäste, die erstaunt sind, da unsere Küche, nicht der üblichen Sterneküche entspricht. Wir waren bis jetzt auch in anderen Führern gut bewertet und anerkannt, durch den Michelin-Stern sind wir jetzt in eine andere Kategorie gekommen. Die traditionelle Sterneküche ist ja ganz anders als unsere, denn dort wird viel mit Butter und Sahne gekocht oder mit Trüffeln, Kaviar, Gänseleber. Wir jedoch verarbeiten andere Produkte und auch unsere Art der Verarbeitung unterscheidet sich. Wenn sich die Gäste nicht vorher informieren, dann sind sie unter Umständen etwas irritiert. Auch unser Preisniveau ist anders. Wir sind ja der günstigste „Sterneladen“ in Deutschland.

Auf Instagram und Facebook postet Malathounis die Kompositionen seiner aktuellen Karte. Ich erkenne seine Fotos mittlerweile sofort. Darauf angesprochen meint er:

„Ich will, dass der Gast auch sieht, was er isst. Es soll einfach etwas auf dem Teller sein, damit er probieren kann: Wie schmeckt die Sauce, wie das Fleisch. Mir ist es wichtig, dass der Gast alle Komponenten schmecken und genießen kann“.

Nach fast einer Stunde verlasse ich wieder Joannis Malathounis, der sich den Vorbereitungen für den Abend widmen muss. Wir haben uns noch über Molekularküche unterhalten, über den Wechsel vom Geodäsie-Studium zur Kochausbildung und ich konnte einen Blick auf seine umfangreiche Kochbuchsammlung werfen. Mitgenommen habe ich 2-3 Empfehlungen für erstklassige Restaurants in München und ganz viele spannende Eindrücke.

Ich empfehle euch mal hinzufahren. Kaum zu glauben, dass Joannis Malathounis und seine Frau Anna das Restaurant zu zweit führen (Küche und Service). Zur Auswahl stehen zwei Menüs, eines davon vegetarisch und eine kleine Auswahl á la carte.

Im Juni bin ich hoffentlich wieder in der Region und dann zum Essen dort. Und wenn ich beim Essen das Fotografieren nicht vergesse, dann gibt es eine Fortsetzung mit Fotos.

Hier gibt es die aktuelle Speisekarte, die Weinkarte und mehr www.malathounis.de
Und einen weiteren schönen Bericht gibt es hier bei sternefresser.de


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Dekoratives Basilikumsalz

Rotes Basilikumsalz

Mein Freunde haben Glück: Hätte ich vor Weihnachten mehr Zeit gehabt, dann hätte ich fast allen buntes selbst gemachtes Salz geschenkt. Witzig ist, dass ich diejenige war, die Salz geschenkt bekommen hat…

Dieses rote Basilikumsalz ist weit davon entfernt typisch griechisch zu sein, dennoch habe ich mich entschlossen es hier auf dem Blog zu zeigen – schließlich besteht es zu fast 80 % aus griechischem Meersalz und der Rest aus rotem Thai-Basilikum.

Das hübsche Basilikum hätte meine tagelange Abwesenheit nicht überstanden und musste zu irgendetwas verarbeitet werden: Salz. Ich wollte unbedingt die kräftige Farbe retten.

Und so geht es

  • Bund oder Topf (rotes) Basilikum
  • grobes Meersalz

Das Verhältnis vom Basilikum zu Salz sollte ca. 1:5 sein, deshalb gebe ich hier keine Mengen an.

Basilikum von den Stielen zupfen, verlesen und waschen. Trockenschütteln. Nun kommt der Mixer zum Einsatz. Das Basilikum mit dem Salz stoßweise mixen, bis eine grobe breiartige Masse entstanden ist.

Den Backofen auf 35° C Umluft heizen. Den Salzbrei auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech streichen und in den Ofen schieben. Das Salz soll jetzt trocknen. Wobei ich es ca. 20 – 30 Minuten im Ofen lasse und danach noch mal ein paar Stunden an der Luft gut durchtrocknen lasse.

So sieht das aus:

Rotes Basilikumsalz im Ofen getrocknet

Da ich eine feinere Körnung haben möchte, gebe ich das trockene Salz nochmal in meinen Mixer und mahle es feiner.

Sieht sehr hübsch aus, vor allem auf Schafskäse oder Manouri.

 

 


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Paspalopita mit Horta und Feta

Paspalopita mit Horta und Feta

Πασπαλόπιτα με χόρτα και φέτα

Und auch dieses Jahr habe ich in Griechenland nicht gelernt Filo selbst auszurollen. Um mich mit dem Thema „selbst irgendwann mal vielleicht einen eigenen Filo-Teig herstellen“ zu beschäftigen, habe ich noch in der letzten Stunde vor der Abfahrt Richtung Flughafen einen „Plasti“ oder „Werga“. gekauft. Das ist ein langer dünner Holzstab, mit dem es gelingt aus einer Teigkugel hauchdünnes Filo zu rollen. Ich habe den kleinsten im Laden gekauft. Er passte nicht mal diagonal in den größeren Koffer, und blieb zurück. Tja, und weder kein Equipment für selbstgerollten Filo im Haus.

Klar kann man auch den fertigen Filo dafür nehmen. Es gibt sogar dickeres Tiefkühl-Filo für herzhafte Pitas. Das ist aber wirklich nicht das gleiche. Den Fertigfilo nehme ich gerne für Süßes wie hier und in Ausnahmefällen auch mal für herzhaftes wie hier.  In Griechenland habe ich sogar eine andere Form von Filo für Pitas entdeckt: Fertig gebacken und getrocknet. Und noch viel besser: Ich habe von einer Pita gehört, die sich Paspalopita nennt. Pita ohne Filo, das ist klasse, das habe ich hier und hier schon ausprobiert.

Paspalopita, kannte ich nicht. Darauf war ich sehr gespannt. In dem Wort steckt der griechische Ausdruck für bestäuben oder bestreichen, „paspalizo“. Und das beschreibt auch schon die Herstellungsmethode. In einem der Kochbücher habe ich ein Rezept entdeckt. Allerdings habe ich es komplett umgewandelt: Normales Mehl statt Maismehl, anderes Grünzeug für die Füllung, andere Kräuter, nur Öl statt ein Butter-Öl-Gemisch. Und beim „zusammenbauen“ habe ich mich auch nicht mehr komplett an die Beschreibung gehalten. Als die Paspalopita dann im Ofen war, war ich selbst ziemlich gespannt auf das Ergebnis.

Zutaten für eine Rundform (26 cm Durchmesser)

Für die Füllung

  • 1 kg Grünzeug (Spinat, Baby-Spinat, Mangold, Portulak), die Griechen würden Horta oder Chórta zu dieser Mischung sagen
  • 100 g Feta (wer mag auch mehr)
  • 1 kleine Schalotte oder Zwiebel
  • 1 El Olivenöl zum Braten
  • Salz, Pfeffer
  • ein paar Stängel frische griechische Minze und Knoblauchgrün (hatte ich gerade im Hause, das könnt ihr auch weglassen oder normale Minze oder Petersilie nehmen)

Für die Pita

  • 300 g Mehl gemischt mit 1 TL Salz
  • ca. 70 ml Olivenöl
  • ca. 250 – 300 ml Wasser

Außerdem

  • ein kleines Sieb
  • Backpinsel

So wird es gemacht

Blattgrün für Paspalopita

Zunächst das Blattgrün gründlich verlesen und waschen. Nehmt am besten normalen Spinat. Aber da ich noch Baby-Spinat für grüne Smootthies hatte, kam auch das rein. Das dauerte beim Putzen etwas länger. Vom Mangold solltet ihr die groben Stiele am besten ganz entfernen und nur die zarten bzw. die Blätter verwenden. Abtropfen lassen.

Etwas Wasser mit Salz in einem Topf erhitzen und das Grünzeug darin ein paar Minuten blanchieren, bis die Blätter zusammengefallen und weich sind. Abtropfen lassen und gut abkühlen lassen. Die große Menge schrumpft zusammen, wie ihr hier sehen könnt.

Gekochtes Blattgrün für Paspalopita

 

Die Schalotte oder Zwiebel fein würfeln und in etwas Olivenöl anschwitzen. Den Feta zerbröckeln. Die Minze und das Knoblauchgrün waschen und in feine Streifen schneiden. Alle Zutaten mit dem gekochten Blattgrün gut vermischen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken, aber erst probieren, vielleicht bringt der Feta schon genug Würze in die Füllung.

Füllung für Paspalopita

Nun wird die Pita zusammengestellt

Den Ofen könnt ihr schon mal auf 180 Grad vorheizen. Stellt euch die Backform, das Mehl, das Wasser und das Öl mit einem Pinsel und ein kleines Sieb bereit. Ungefähr so wie auf dem Bild.

Paspalopita - alles bereit

Der Boden der Paspalopita: Der Boden der Form wird jetzt großzügig mit Olivenöl bestrichen, danach wird das Mehl ordentlich darüber gestäubt.

Paspalopita Schritt 1

Im nächsten Schritt sprenkelt ihr das Wasser über die Mehlschicht, so dass das ganze Mehl durchnässt ist. Eine Sprühflasche wäre perfekt gewesen, ich habe es jedoch mit den Fingern machen müssen.

Nach diesem Bild hier unten habe ich das Wasser noch besser verteilt. Spätestens jetzt war ich mir sicher: Das wird nie und nimmer eine essbare Pita… oder irgendetwas essbares.

Paspalopita Schritt 2

Ich habe aber unverdrossen weitergemacht und für den Boden noch zwei Mal die Mehl-Wasser-Schicht wiederholt, also insgesamt drei Mehlschichten für den Boden, eine Ölschicht bildet den Abschluss des Bodens.

Paspalopita Schritt 3

Die Hälfte der Füllung wird nun auf diesen Boden gleichmäßig verteilt.

Paspalopita Schritt 4

Aus der Region, aus der ich komme wird zwischen der Füllung noch ein weiteres Filoblatt gelegt. Da das Rezept im Buch, an das ich mich schon nicht mehr so exakt gehalten habe, auch eine Maismehlschicht zwischen der Füllung vorsah, beschloss ich mich mal daran zu halten. Über die Füllung habe ich also Mehl gestäubt und diese dann mit Wasser besprenkelt, dann nochmal Mehl und nochmal Wasser und zum Schluss noch ein paar Spritzer Öl. Das wären dann zwei Mehlschichten zwischen der Füllung. Auf diese Mehlschicht kommt jetzt der Rest der Füllung und darüber wieder eine Mehlschicht.

Paspalopita Schtitt 5 Mehl über der Füllung

Über diese Mehlschicht kommt wieder eine Wasserschicht, das wird noch zwei Mal wiederholt für insgesamt drei Mehl-Wasser-Schichten. Zum Schluss kommt das restliche Olivenöl auf diese Schichten. Jetzt ist sie fertig für den Ofen.

Paspalopita fertig für den Ofen

Ihr seid spätestens jetzt skeptisch? Das war ich auch!

Die Paspalopita wird nun ca. 40 Minuten bei 180 ° in der mittleren Schiene gebacken. Nach dem Backen lasst ihr sie am besten noch ca. 15 Minuten ruhen. Das Ergebnis sollte dann so aussehen.

Paspalopita mit Horta und Schafskäse

Ich war toltal überrascht, dass diese Mehl-Wasser-Pampe eine feste und leckere Teigschicht bildet, sogar zwischen der Füllung. Und das man das sogar sieht. Sie hat auch wirklich nach Pita geschmeckt, auch wenn es kein Vergleich ist zu einer Pita mit Filo. Dennoch, lecker und zur Nachahmung empfohlen. Wer sich also wie ich nicht an Pita rantraut, fängt damit an.

 


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Ich packe meinen Koffer… wieder aus

Mitgebracht aus Griechenland Zitronen und Olivenöl

Ich bin wieder aus Griechenland zurück. 13 viel zu kurze Tage gingen viel zu schnell vorbei. Interessiert es euch, was ich kulinarisches mitgebracht habe? Dann macht euch mal einen Kaffee, das dauert hier etwas länger. Wobei Tee besser zu diesem Beitrag passen würde. Ich gebe zu, dass ich in Griechenland etwas schizophren unterwegs bin: Einerseits lehne ich viele Dinge ab (nein, ich möchte keinen Tsipouro, keinen Kaffee, keine Tomaten, keine Feigen, keine Kekse, keine Pralinen, keine Loukoumia und auch keinen Schafskäse mitnehmen), andererseits kaufe ich hier und da Kleinigkeiten ein, lasse mir selbstgemachte Marmelade, selbst gesammelte Kräuter oder dann doch Kekse mitgeben. Wenn es dann ans Einpacken geht, staune ich über die riesige Anzahl an „Kleinigheiten“, die alle in den Koffer wollen. (Dazu kommen nicht essbare Dinge textiler oder kosmetischer Art und alles was frau halt so gefällt).

Tee und Gewürze

Tee und Kräuter aus Griechenland Zitronen und Olivenöl Blog

„Du nimmst nur Lindentee“ mit, sagte ich mir vor meinem Abflug. Mein Kräuterschrank ist nämlich mehr als gut gefüllt. Lindentee habe ich mitgebracht, auch wenn München voller Lindenbäume ist. Es mag Einbildung sein aber ich mag den griechischen Lindentee viel lieber.  Wie ihr seht ist es nicht nur bei Lindentee geblieben, von oben linke im Uhrzeigersinn (beim Klick vergrößern sich die Bilder):

Diosmos - Griechische MinzeGriechische Minze (Diosmos – δυόσμος)

Diese Minze ist unvergleichlich und lässt sich nicht mit der Minze vergleichen, die hier zu bekommen ist. Frische Minze, die der griechischen ähnelt finde ich nur in arabischen Geschäften. Getrocknet verwende ich sie gerne in Tomatensaucen, Couscous-Salat, Keftedakia (Hackfleischbällchen), Lalangites und vielem mehr. Ihr ahnt es wahrscheinlich, ich hatte noch genug Diosmos im Haus. Aber was ist schon genug.

 

Malventee - Molocha aus GriechenlandMalventee (Molocha – μολόχα)

Keine Ahnung warum ich den mitgenommen habe. Er sah so schön aus. In griechischen Kräuterläden packt mich tatsächlich so eine Art Shoppingwahn. Es gibt so vieles, was ich nicht kenne und was ich unbedingt probieren muss. Soll sehr gesund sein.

 

Lindentee - Flamouri aus GriechenlandLindentee (Flamúri oder Tilio – φλαμούρι, τίλιο)

Was soll ich zu Lindentee groß sagen, den kennt ihr bestimmt. Ich trinke ihn auch im gesunden Zustand sehr gerne und mische ihn auch mal mit griechischem Bergtee. Diesen Tee  bereite ich auch wie den Bergtee zu, ich werfe ein paar Zweige in kaltes Wasser, bringe das ganze zum Kochen und lasse es ein paar Minuten kochen.

 

Weiß ich auch nicht, was das ist - Zitronen und OlivenölWeiß ich auch nicht so genau

Diese Stängelchen mit kleinen grünen Blättchen dran habe ich im Küchenschrank meiner Mutter gefunden. Sie hat ihn von einer Verwandten, die für mich meine dritte Oma war. Sie meinte, dass dieser Tee bei schlimmen Erkältungen und Husten helfe. An die Bezeichnung konnte sich meine Mutter nicht mehr so genau erinnern… sapun oder sapfun. Mir kommt der Geruch wahnsinnig vertraut vor, ich kann ihn aber nicht zuordnen. Ich tippe auf Sapunochorto (Seifenkraut). Das soll wohl auch bei Bronchitis gut sein und waschen kann man auch damit. Erkennt es jemand? Freue mich über jeden Hinweis.

 

Diktamos Diktam-Dost - ein Teekraut aus KretaDiktamus (Diktam-Dost δίκταμος)

Im Norden Griechenlands bin ich mitten in einen kretischen Laden gestolpert und habe dieses nur auf Kreta wachsende Kraut gefunden. Diktamus ist mit dem Oregano verwandt und wird von den Kretern in deren Dialekt auch Erontas (im Rest Griechenlands Erotas = Liebe) genannt. Schon Homer hat Diktamus in der Ilias erwähnt. Laut Hippokrates hilft er bei der Geburt. Außerdem wirkt Diktamus antiseptisch und hilft wohl auch bei Erkältungen.  Als Tee schmeckt er ziemlich würzig, ich mag das. So sieht das übrigens aus:

Tee aus Diktamos

 

Malotira - Bergtee aus KretaMalotira (μαλοτήρα)

Ebenfalls nur auf Kreta kommt der Malotira vor – der griechische Bergtee dieser Insel. Er unterscheidet sich jedoch im Aussehen und Geschmack vom Bergtee des restlichen Landes. Zu griechischem Bergtee werde ich mal einen eigenen Beitrag schreiben. Ich finde ja, he höher er wächst, desto besser ist er auch.

 

Süßes und Sonstiges

Honig und Süßes aus Griechenland Blog Zitronen und OlivenölVon oben recht im Uhrzeigersinn..

  • Kroko Kozanis (κρόκο κοζάνης)
    hier besser bekannt als Safran. In der Gegend von Kozani wird Safran angebaut. Hin und wieder kaufe ich mir gerne eine griechische Teemischung mit Safran und Salbei. Auf diese habe ich jedoch in diesem Jahr verzichtet und werde ihn selbst mischen. Nach der griechischen Mythologie kämpfte der Gott Hermes (gr. Ermís) mit seinem Freund Krokus zum Spaß und verwundete ihn dabei. Drei Blutstropfen fielen auf eine Blume und bildeten die drei Stempel dieser Blume.
  • Pinien-Thymian-Honig und rechts daneben Thymianhonig
    Gefühlt stand ich mindestens eine Stunde vor dem riesigen Honigregal im griechischen Supermarkt und konnte mich einfach nicht entscheiden. Letztendlich habe ich mich auf diese beiden Sorten beschränkt und die restlichen drei Gläser wieder zurück ins Regal gestellt. Ich wollte eigentlich nur Thymianhonig kaufen nun ist auch ein Pinien-Thyminahonig dazugekommen.  Zurückgelassen habe ich Blütenhonig und Salbeihonig
  • Karotten in Sirup (Gliko koutaliou karoto)
    Diese kleine Süßigkeit hat mir meine Patentante geschenkt, produziert wird sie bei uns im Dorf. Die Methode ist fast immer dieselbe mit Varianten je nach Obst oder Gemüse. Karotte kannte ich bis jetzt nicht, es schmeckt wirklich sehr gut besonders zu Joghurt oder Frozen Joghurt. Auch in Griechenland gibt es diese Buden mit dem Unterschied, dass man dort in Sirup eingelegtes als Topping wählen kann. Ich habe mich oft für Karotte entschieden. Normalerweise bekommt man dieses Gliko Koutaliou – Löffelsüßigkeit – auf einem kleinen Löffel zum Kaffee und mit einem großen Glas Wasser serviert.
  • Selbstgemachte Pflaumenmarmelade
    Meine Patentante hat außerdem Marmelade gemacht und mir ein großes Glas mitgegeben. In Griechenland gibt es keinen Gelierzucker – zumindest nicht bei uns in der Provinz. Ihre Marmeladen werden daher ziemlich lange mit Zucker eingekocht.
  • Schwarzer Sesam
    der lag da so schön rum und ich habe keinen zu Hause.

 

… und Kochbücher

Griechische Kochbücher für Zitronen und Olivenöl

Als ich vor dem leeren Geschäft meines Lieblingsbuchladens stand, war ich kurz erschrocken. Das rote Schild „zu Vermieten“ habe ich ziemlich oft gesehen und so dachte ich, dass auch dieses Geschäft der Krise zum Opfer gefallen ist. Diese Krise ist im Sommer und in touristischen Gegenden oft nicht auf dem ersten Blick sichtbar. Sie ist aber spürbar und allgegenwärtig. Sie verändert meine Heimatgegend, das Land und auch die Menschen.

Der Buchladen ist eine Ecke weiter gezogen, er hat sich im Gegensatz zu vielen anderen Geschäften nicht verkleinern müssen. Dort habe ich drei Kochbücher gefunden (also eigentlich habe ich mich auf drei beschränkt): ein Buch über (Wild-)Kräuter wie die Wlita mit vielen Rezepten.  Ein Kochbuch mit Rezepten aus ganz Griechenland und ein Buch, das einfach wunderschöne Fotos hat von Andreas Lagos. Bei gut gemachten Büchern muss ich halt zuschlagen und dieses Buch zeigt sehr moderne Foodfotografie mit kleinen grieschisch-rustikalen „Brüchen“. Beim Reinblättern bin ich gleich am ersten Rezept hängengeblieben, also auf dieser Seite hier…

Griechisches Kochbuch von Andreas Lagos

Da war klar, dass ich das Buch haben muss. Das sind „nur“ weiche Eier im Glas. Und gerade eben habe ich mich entschieden, euch in einem anderen Blogbeitrag den Grund dafür zu erzählen.

Zurück in München (wieso ist es hier eigentlich so kalt?) habe ich fast jeden Sonnenstrahl genutzt und auf meinem Balkon verbracht. Beim Blättern in den griechischen Kochbüchern habe ich gleich mal die Sirupkarotten mit griechischem Joghurt genossen.

Griechischer Joghurt mit Sirupkarotten


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Olivenblättertee – warum habe ich den erst jetzt entdeckt?

Ολιωενβλ'ττερτεε

Ich wollte euch schon lange meinen Lieblingstee vorstellen: Griechischen Bergtee. Der muss aber noch warten, denn mir ist vor kurzem ein Tee aus Olivenblättern „über dem Weg gelaufen“. Auf der Website eines Olivenölproduzenten habe ich ihn entdeckt und musste ihn sofort bestellen. Im gleichen Online-Shop entdeckte ich auch die Salzpyramiden von denen ich hier schon berichtet habe. Gehört hatte ich von diesem Tee noch nie.  „Kenne ich nicht, schmeckt das denn?“ hörte ich, als ich eine kurze Umfrage in meinen (griechischen) Bekanntenkreis machte. Eine kleine Recherche im Netz ergab, dass der Extrakt aus Olivenblättern wahnsinnig gesund ist.  Dem Tee werden sogar Heilkräfte zugeschrieben. Ja…, und dann schmeckt das auch noch!

Notio Olivenblättertee

Aus der hübschen Teedose duftes es „grün“, grasig, frisch,  schwach nach grünem Tee und irgendwie auch nach Sommer in Griechenlands Bergen. Vielleicht bilde ich mir letzteres auch nur ein. Ich war überrascht ganze Olivenblätter in der Dose zu sehen. Früher hatte ich kleine Olivenbäume auf dem Balkon, wenn ich gewusst hätte, dass man daraus auch Tee machen kann… Aber das wäre nicht ganz das gleiche gewesen. Die Blätter für diesen Tee stammen zum Großteil von wilden Olivenbäumen, die einen extrem hohen Gehalt an sekundären Pflanzenstoffen und Antioxidantien haben. Deshalb sind sie auch etwas bitter. „Je bitterer, desto gesünder“ meinte die Oma des Teeproduzenten. Sie ist stolze 104 Jahre alt geworden. Die jungen Blätter werden zwischen Februar und Anfang Juni gesammelt und dann luftgetrocknet.

Wie schmeckt das jetzt? Den Geschmack empfinde ich als angenehm herb, frisch und viel milder als z.B. grünem Tee. Ihm fehlen nämlich die Tannine. Im Mund fühlt sich das richtig weich an. Ich mag ihn sehr und werde künftig neben griechischem Bergteee und Lindenblütentee auch noch Olivenblättertee im Koffer importieren.

So wird Olivenblättertee gemacht

Für 1 Tasse: 1 EL (oder 1 großzügiger TL)  Olivenblätter mit nicht mehr kochendem Wasser übergießen und ca. 10 Minuten oder auch länger ziehen lassen. Die Blätter entfernen und fertig. Er schmeckt übrigens auch kalt. An dem heißen Pfingstwochenende habe ich daraus Eistee gemacht.  In diesem Video vom Notio seht ihr übrigens die empfohlene Zubereitung, an die ich mich „pi mal Daumen“ gehalten habe: Ich habe etwas mehr Tee pro Glas genommen und mein Wasser war bestimmt heißer als 80 Grad.

Olivenblättertee pur, Olivenblättertee mit frischer Minze und Zitronenschale, Olivenblättertee mit Kardamom

Von links nach rechts: Olivenblättertee pur, mit MInze und Zitronenschale, mit Kardamom

Am liebsten mag ich den Tee pur. Aber ich habe noch zwei Experimente gemacht, die auch nicht schlecht waren:

  • Mit frischer Minze und Zitronenschale:
    Das war sehr erfrischend, vor allem gekühlt.
  • Mit grünen Kardamomkapseln, die ich leicht zerdrückt habe:
    Schmeckt leicht würzig, kann ich mir gut im Winter vorstellen.

 


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Gut gegen Bauchweh… sagt Oma

Kornelkirschen Likör

Λικέρ από κράνα – Kornelkirschenlikör

Lange habe ich schon nichts mehr gepostet, ich war viel unterwegs und mit vielen anderen Dingen beschäftigt, die meine ganze Zeit in Anspruch genommen haben. Auch heute habe ich kein Rezept im Angebot – dieser Blogbeitrag ist mein Reminder für den Herbst. Da möchte ich nämlich mit selbst geernteten (schwäbischen) Kornelkirschen Likör machen. Und wenn ich das hier schon mal ankündige, dann bin ich quasi im Zugzwang.

Das heißt, der Likör, den ihr oben seht, ist gar nicht von mir. Den hat die Patentante meines Bruders gemacht und zwar hier in Deutschland. Mitten in einer kleinen schwäbischen Stadt befindet sich ein großer ziemlich wilder und unorthodox angelegter Garten. Hinterm Haus und versteckt. Er erinnert in seiner krummen und schiefen Anlage eher dem griechischen Bergdorf, aus dem wir alle stammen. Nach vorne, zur Straße hin, hat die griechische Familie selbstverständlich einen präsentablen schwäbischen Vorgarten angelegt. Schließlich gehören Landschaftsarchitekten zur Familie. Dort saßen wir auch letztens auf der Terasse, zusammengetrommelt aufgrund eines sehr traurigen Anlasses.

Korenlkirschenlikör entsteht

Ich schaute dabei ständig auf diese fünf Gläser mit angesetztem Kornelkirschenlikör. Den liebe ich. Den liebte ich schon als vierjährige. Meine verstorbene Oma (also nicht die 100jährige) hatte ihn immer gemacht. Der Geschmack ist kräftig, süß und leicht säuerlich zugleich. Als Kleinkind war ich in Griechenland bei dieser Oma und wurde wohl ziemlich verhätschelt. Da ich auch etwas Heimweh hatte, hatte ich eigentlich immer was. Mein Oma erzählte mir deshalb viele Geschichten und wenn ich Bauchweh hatte, gab es einen klitzekleinen Schluck Krano-Likör. Von da an hatte ich eigentlich ständig Bauchweh und bekam immer seltener Likör und häufiger Bauchmassagen. Eine Internet-Suche verriet mir, dass schon Hildegard von Bingen nicht nur die Früchte sondern auch die Baumrinde für Unterleibsbeschwerden eingesetzt hatte.

Kornelkirschenbaum

Im kleinen griechischen Garten gibt es drei Kornelkirschenbäume (oder sind das Sträucher?). Die Früchte sind schon zu sehen. Im Herbst werden sie reif und leuchtend rot sein. Der Likör oben ist leider nicht ganz so leuchtend rot geworden. Das liege an den Früchten, sagte meine Tante. Sie erntet die Früchte und schüttet sie gewaschen in ein Glas. Dann fügt sie ordentlich Zucker hinzu, Nelken und eventuell eine Zimtstange. Die Gläser bleiben dann auf der Terasse in der Sonne, bis sich der Likör bildet. Nur noch selten fügt sie Alkohol hinzu.

Bis ich das Rezept selbst ausprobiert habe, empfehle ich euch übrigens das Dirndl-Rezept von der Giftigenblonden.

 


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Danke! Für so viele Stöckchen

zuckerherz

Um gaaaaanz ganz ehrlich zu sein: Ich kann nicht so wahnsinnig viel mit Blog-Nominierungen anfangen. ABER ich freue mich trotzdem, TOTAL.  In den letzten 2 Wochen wurde mein Blog von 6 Bloggern für den Liebster Award nominiert. Und mit diesem Post möchte ich mich bei diesen Bloggern (UnserideenreichBoulancheriechenLoveveganfood, Das Rote Bete Blog, Ninas Reis(e)topfFrau Lehmannganz herzlich bedanken.
Efcharisto.  You made my day. Ich hoffe, ich habe keine Nominierung übersehen. Ich bin leider etwas „Land unter“ im Moment und übersehe dadurch auch mal was.

Also, ich habe mich entschlossen so halb mitzumachen. Ich beantworte die Fragen (vielleicht nicht alle und manche mit einem kleinen Augenzwinkern), dann wisst ihr etwas mehr über mich. Viel Spaß beim Lesen. Müsste ich nicht gleich aus dem Haus… hätte ich euch guten griechischen Kaffee dazu serviert. Vielleicht zeige ich euch den beim nächsten Post. Hätte ich Prosecco im Haus, dann hätte ich vielleicht einen ganz bestimmten griechischen Likör  reingetan. Den habe ich als 5jährige geliebt. Aber das ist eine Geschichte für einen anderen Blogpost 🙂

goldschnee, sternenkleid & silberhauch vom schönen Blog Unserideenreich stellten diese Fragen:

  1. Worüber bloggst du und warum?
    Griechisches Essen und Geschichten dazu… oder Geschichten mit griechischem Essen…
  2. Was macht dir am meisten Spaß am bloggen?
    Alles: Ausdenken, Kochen, Fotografieren, Schreiben, Kommentare lesen, Kommentare beantworten, andere Blogs lesen.
  3. Welche Bedeutung hat dein Blogname?
    Das sind zwei tolle Zutaten, die zusammen in vielen griechischen Rezepten vorkommen.
  4. Seit wann bloggst du?
    Auf Zitronen & Olivenöl seit letztem Sommer, auf meinem anderen (gerade stillgelegtem Blog) schon etwas länger.
  5.  In welche Stadt würdet ihr am liebsten reisen und warum?
    In soo viele. Auf Twitter würde ich jetzt schreiben… „Aus Gründen“
  6. Welche Träume und Ziele hast du?
    Ui, ganz viele.
  7. Was ist dein Lieblingsgetränk?
    Wasser und Wein.
  8.  Hast du einen Lieblingsblog?
    Oh ja, aber nicht nur einen 🙂
  9. Warst du schon mal bei einem Blogger-Event?
    Nein, das war ich noch nicht. Klingt aber spannend.
  10. Was ist dein Ziel für deinen Blog?
    Spaß für mich …und auch für andere. Aber erst für mich.
  11. Welcher deiner Beiträge hat die meisten Likes?
    Äh. Das sind sogar drei mit gleich vielen Likes:
    Die Lalangites für meine Oma
    Der griechische Lauchreis
    Die Zitronenkartoffeln

 

 

Cheriechen stellt auf Boulancheriechen ganz wundervolle Backrezepte vor und hat sich diese Fragen ausgedacht. 

  1.  Wie wäre für dich eine ganze Woche ohne Internetzugang?
    Horror, ich habe keinen Fernseher und keine Stereo-Anlage… Also Lesen und/oder Freunde treffen. Telefonieren, beim Nachbarn nach dem WLAN-Passwort betteln oder doch nur faul auf dem Balkon sitzen.
    Die Techniker meines WLAN-Abieters so lange nerven, bis sie das persönlich reparieren, um mich endlich loszuwerden. Wobei… wozu habe ich mobiles Internet auf dem iPhone.
  2.  Würdest du gerne bei einem Profi ein Praktikum machen, über die Schulter schauen? Wenn ja, bei wem?
    Nein, eigentlich nicht. Ich würde viel lieber das vom Profi Gekochte essen. Am liebsten die Kuchen von Stelios Parliaros. Na gut, vielleicht würde ich ihm auch mal assistieren.
  3. Was würdest du gerne mal machen, wenn du unendlich viel Zeit hättest?
    Faul auf dem Balkon sitzen… und telefonieren.
  4. Angenommen ein unerwarteter Geldsegen käme über dich. Wo würdest du investieren?
    Kurzfristig in Klamotten, Schuhen und vielleicht Möbeln, Kunst, Strandhaus. Langfristig liegt mir nicht so.
  5. Wie sieht ein perfekter Urlaub für dich aus?
    Faul beim Kaffee trinken in verschiedenen Städten, faul in Strandnähe, faul in Bergnähe und zwischendurch Essen gehen und Kultur.
  6. Gibt es in deiner Küche Lieblingszutaten, die außer dem Standardsortiment, das die meisten Menschen haben, unverzichtbar sind?
    Ausschließlich von der griechischen Verwandschaft selbst gesammelt und getrocknet: Oregano, griechische Minze, Majoran, Lorbeerblätter, griechischer Bergteee und Lindenblütentee.
  7. Welches ist dein Lieblingsbrot?
    Da mag ich mich gar nicht so festlegen. Ich mag kräftiges Vollkornbrot genauso wie luftiges Weißbrot und auch das griechische Weißbrot.
  8. Mit welcher Speise verbindest du innige Kindheitserinnerungen?
    Mit weichgekochten Eier in der Tasse und mit einem ganz bestimmtem Likör (siehe oben). Vielleicht schreibe ich mal darüber.
  9. Hast du eine Lieblingspflanze?
    Alle, die meine Pflege überleben oder sich ihrer anpassen 🙂
    Also momentan Kakteen und Orchideen.
  10. Deine Lieblingsstadt?
    Hm… Da mag ich mich gar nicht festlegen.
  11. Hast du durch das Bloggen neue Menschen kennen gelernt, vielleicht sogar “live” getroffen?
    Nur virtuell. Aber ich kenne ein paar Blogger persönlich noch aus meiner nicht-selbst-bloggenden Zeit.

 

 

Andrea  von Loveveganfood bringt feine vegane Gerichte in meinen Blogreader, was ich sehr spannend finde. Sie fragt:

  1. Was inspiriert dich bei deinen Rezepten/Posts?
    Wenn ich eine Zutat beim Einkaufen entdecke und Erinnerungen… und Hunger.
  2. Worauf freust du dich in der kommenden Woche?
    Die wird stressig und spannend, aber ich freue mich aufs Wochenende.
  3. Wie ist der Name deines Blogs entstanden?
    Beim Spazieren im Park.
  4. Wohin würdest du gerne mal reisen?
    Zum Beispiel irgendwohin, wo ich 25 Stunden fliegen muss, oder so.
  5. Achtest du auf eine ausgewogene Ernährung?
    Meist ja. Zurzeit esse ich bis 19:00 Uhr total ausgewogen und danach passieren merkwürdige Dinge.
  6. Was ist dein absolutes Lieblingsobst?
    Papaya
  7. Was isst du zum Frühstück?
    Toast mit Honig, Toast mit Marmelade.
  8. Wer ist dein größtes Vorbild?
    Habe ich gar nicht.
  9. Welchen Film muss ich umbedingt gesehen haben?
    Hier muss ich einen griechischen Tipp geben: Zimt und Koriander.
  10. Das Kritik-Gemüse Rosenkohl. “Ja” oder “Nein”?
    Jaaaa, besonders gerne nur gedünstet mit etwas Olivenöl. Mache ich mir gerne im Winter, wenn ich keine Zeit zum Kochen habe.
  11. Sommer oder Winter?
    Sommer!

 

Ania von Das Rote Bete Blog hat sich der Roten Bete verschrieben. Ich staune immer wieder über die unterschiedlichen Sorten, die sie vorstellt und noch mehr über die Rezepte.

  1. Warum bloggst du?
    Weil es mir so großen Spaß macht.
  2. Hast du schon mal ein Blog-Rezept ausprobiert, das völlig außerhalb deines sonstigen Kochhorizonts lag? Und wenn ja, warum und wie war’s?
    Ja, meist weil ich eine Zutat nicht kenne oder die Art der Zubereitung. Übrigens auch ein Rezept von Dir: Nudeln mit Rote Bete und Orangensaft. Da fand ich die Kombination mit Zimt spannend. Die Sojasahne habe ich aber weggelassen.
  3. Machst du dir Gedanken um die Präsentation deiner Gerichte und wenn ja, hast du Tipps?
    Nein, nicht besonders, das passiert spontan mit dem was ich im Haus habe. Ich liebe es eher puristisch.
  4. Hast du dir schon mal Zubehör gekauft, nur um deine Kochergebnisse schöner zu präsentieren (Geschirr, Objektiv, Hintergründe)? Und wenn ja, was? Und kannst du es empfehlen?
    Nein, aber ich habe schon mal nach Fotokursen Ausschau gehalten.
  5. Hat sich dein tägliches Kochen verändert seit du bloggst?
    Nein, nicht besonders. Ich habe auch schon vorher gerne gekocht. Die vielen nicht griechischen Gerichte stelle ich auf meinem Blog nicht vor. Ich bin die Königin der „08/15 und in 10 Minuten fertig“ Rezepte. Aber das passt nicht so zum Thema meines Blogs.
  6. Liest und /oder kaufst du noch Kochbücher? Und welches ist dein liebstes und warum? Oder warum schaffst du dir keine neuen mehr an?
    Ich habe so einige, ich sortiere nach ein paar Jahren aber aus und verschenke sie weiter. Aber es gibt tatsächlich ein paar Regalmeter an Kochbücher, die immer bei mir bleiben werden.
  7. “Vegan” ist das Food-Blog-Schlagwort unserer Zeit (oder erscheint das nur mir so?) Bloggst du sowieso vegan oder hat der Trend deine Kocherei verändert?
    Ich blogge nicht vegan, aber bedingt durch die vielen Fastentage kennt die griechische Küche sehr viele vegane Gerichte. Im Alltag koche ich hauptsächlich vegetarisch, wenn ich essen gehe bestelle ich gerne Fleisch oder Fisch. Bis auf das Frühstück kann es mir durchaus passieren, dass ich den Rest des Tages vegan verbracht habe – ohne darüber nachzudenken. Und es erscheint nicht nur Dir so, vegan ist Trend. Mein Bruder hat mir ein veganes Kochbuch aus dem Regal geklaut, einfach so.
  8. Welche thematischen Schwerpunkte haben die Blogs, denen du FOLGST?
    Keinen, ich folge Blogs, die mich aus ganz unterschiedlichen Gründen ansprechen. Und natürlich interessieren mich Blogs rund um Griechische Küche.
  9. Was tust du, um dein Blog bekannter zu machen?
    Nichts. Außer die Facebook-Fanpage vielleicht und Pinterest. Bis vor ein paar Monaten habe ich meine Freundinnen häufig teilhaben lassen (… genervt).
  10. Kannst du dir ein Leben ohne dein Blog vorstellen?
    Vorstellen ganz bestimmt… aber wozu?
  11. Was hältst du von Werbung auf Blogs und was von Blogger Relations (wenn Blogger*innen Produkte vorstellen, die sie getestet haben)?
    Ach, ich finde beides legitim und nicht verwerflich.

 

 

Nina von Ninas Reis(e)topf habe ich erst durch diese Nominierung entdeckt. Wie schön. Und das möchte sie wissen:

  1. Wie ist die Idee zum Blog entstanden?
    Beim Spazieren und weil ich in einem anderen Blog eigentlich auch nur über Essen geschrieben habe – ohne Rezepte.
  2. Welche Geschichte verbirgt sich hinter deinem Blognamen?
    Eigentlich keine, das sind zwei ganz wichtige Zutaten in der griechischen Küche.
  3. Dienen dir Foodblogs nur zur Inspiration oder kochst du Rezepte nach?
    Inspiration, ich koche aber auch nach.
  4. Mit welchem Gerät machst zu deine Bilder und mit welchen Programmen bearbeitetest du sie?
    iPhone und Photoshop (wobei ich sie kaum bearbeite).
  5. Bloggst du jeden Tag?
    Nein 🙂 Dafür fehlt mir die Zeit.
  6. Wie viel Zeit nimmt das Bloggen in deinem Alltag ein?
    Mir muss es Spaß machen und das heißt für mich: Es darf sich nicht nach Arbeit anfühlen.  Meine Posts entstehen meist im Kopf. Ich koche, fotografiere und dann schreibe ich den Beitrag in einem Zug runter und drücke auf „Publizieren“. Sobald ich anfange zu viel „rumzufeilen“, lösche ich den Text und verschiebe den Post auf den nächsten Tag.
  7. Zu welcher Tageszeit blogst du?
    Unterschiedlich… meist am Abend.
  8. Hast du einen Blog den du besonders beeindruckend findest?
    Oh ja, und zwar einige.
  9. Zu welchen Themen würdest du dir Foodblog-Beiträge wünschen?
    Ich finde wahnsinnig vieles spannend und freue mich, wenn ich etwas mir noch unbekannte Zutaten entdecke.
  10. Wenn der Heisshunger einsetzt:  tendierst du eher zu Salzigem oder zu Süssem?
    Süß.
  11. Welche Blogthemen interessieren dich?
    Food (alles), Fashion, Fotografie, Design.

 

Ischta oder Frau Lehmann und ich haben eine Gemeinsamkeit: Wir wohnen in der gleichen Stadt. Ihr Blog war einer der ersten, den ich an meinen ersten WordPress-Tagen abonniert habe. Und immer wenn ich etwas von ihr lese, weiß ich auch warum. Sie fragt: 

  1. Eine typische Redewendung von dir?
    Geklaut von einer Freundin, aber ich sage es trotzdem oft: „Das Leben ist hart und ungerecht und angeblich soll es tödlich enden.“
  2. Der beste Rat, den du je bekommen hast?
    Hm… meine Pflanzen auch mal zu gießen und manche weniger zu gießen. Verwirrend, aber ich arbeite daran 🙂
    Im Ernst, ich habe schon sehr viele gute Ratschläge bekommen  für die ich ganz schön dankbar bin.
  3. Dein nächstes Reiseziel?
    Nordgriechenland sonst gibt es Ärger mit Mama und Oma 😉
  4. Frühaufsteher oder Nachteule?
    Nachteule
  5. Kopf oder Bauch?
    Bauch
  6. Was nervt dich?
    Inkompetenz, geballte.
  7. Was macht dich glücklich?
    Ganz viel und manchmal auch ganz wenig, wie zum Beispiel der erste Tag im Frühling, wenn ich ohne Stiefel und Mantel aus dem Haus kann.
  8. Was verstehst du nicht?
    Finanzkrisen
  9. Was würdest du gern können/lernen?
    Malen und Zeichnen.
  10. Was liest/guckst/hörst du gerade?
    Athen, Paradiesstraße. Wiederholt.
  11. Was wolltest du schon immer mal sagen?
    „Ach, dann lass uns doch zum Einkaufen einfach schnell nach Mailand fliegen.“
    😉