Zitronen und Olivenöl

Der Geschmack meiner griechischen Heimat – Ein griechischer Foodblog

Tsatsiki

3 Kommentare

Tsatsiki - Original griechisch

Immer wieder wurde ich nach meinem Rezept für Tsatsiki gefragt. Hier ist es… im fünften Jahr seit Bestehen dieses Blogs. Warum erst jetzt auf dem Blog? Ganz einfach, ich mache es sehr selten. Meistens bereitet es sowieso mein Sohn zu und auch bei diesem Tsatsiki hat er die Hauptarbeit übernommen. Ich mag nun mal einfach keine Gurken. Hin und wieder esse ich aber gerne etwas Tsatsiki. Ich mache Tsatsiki meistens ohne irgendetwas abzumessen und schmecke ab, bis es passt. Das empfehle ich euch auch.

Was ist wichtig bei Tsatsiki?
Abgetropfter griechischer Joghurt und eine Gurke, die nicht mehr so viel Wasser hat. Sonst wird das ganze eher eine Gurken-Joghurt-Suppe und kein cremiger Dip. Ob man nun auf Quark ausweicht… das bleibt jedem selbst überlassen. Da es mittlerweile in jedem Supermarkt guten griechischen Joghurt gibt, muss man kaum auf Quark ausweichen.

Wenn meine Eltern früher zu Namenstagen Besuch von Freunden und Bekannten bekamen (ca. 20-30 Personen), dann wurde eine riesengroße Schüssel Tsatsiki vorbereitet. In der schwäbischen Kleinstadt gab es damals allerdings keinen griechischen Joghurt. Der gekaufte Joghurt (manchmal hat ihn meine Mutter auch selbst gemacht) wurde in ein extra dafür vorgesehenes Mulltuch gegeben und durfte die ganze Nacht in der Küche abtropfen. Beim Anbringen des Tuchs über der Spülbecken war mein Vater ziemlich erfinderisch, so dass die Küche wirklich sauber blieb. Da mein Zimmer direkt neben der Küche war, hörte ich es die ganze Nacht tropfen, plopp, plopp, plopp…. Damals dachte ich noch, Tsatsiki machen ist ja echt aufwändig.

So umständlich mache ich es mir heute nicht. Wenn ihr griechischen Joghurt verwendet und darauf achtet, dass nicht zu viel Gurkenwasser im Dip landet, dann seit ihr eigentlich immer auf der sicheren Seite. Ich lasse dazu die Kerne dran, sorge jedoch dafür, dass geraspelte Gurke über einer Schüssel abtropfen zu lassen und drücke sie zudem noch aus. Wer auf Nummer sicher geht, der entfernt das Kerngehäuse (ist mir persönlich aber zu viel Verschwendung).

Zutaten

  • 500 g griechischer Joghurt (es muss ein abgetropfter Joghurt sein)
  • 1 halbe Gurke
  • 2 EL Essig
  • 4 EL Olivenöl, je nach Geschmack auch mehr oder weniger
  • 1-2 Knoblauchzehen (auch hier, wer mehr mag, nimmt mehr)
  • Salz
  • frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
  • ein paar Zweige Dill

1
Die Gurke je nach Geschmack schälen. Ich schäle die Gurke meistens oder entferne nur einen Teil der Schale. Wenn die Gurke sehr wässrig ist, das Kerngehäuse entfernen. Mit der Gemüsereibe grob reiben und die Gurkenraspel in ein Sieb geben. Über einer Schüssel abtropfen lassen.

2. 
Knoblauch schälen und sehr fein hacken oder gleich mit etwas Joghurt mit dem Stabmixer oder in der Küchenmaschine pürieren. Den Dill waschen und fein hacken.

3.
Den Joghurt in eine Schüssel geben, pürierte Knoblauchzehe hinzufügen. Die Gurken mit den Händen nochmal gut ausdrücken, so dass soviel Gurkensaft wie möglich austritt. Die Gurken zum Joghurt geben und unterrühren. Mit Essig, Olivenöl, Salz, etwas Pfeffer würzen. Den Dil unterheben. Das Tsatsiki nun für ca. 2 Stunden im Kühlschrank ziehen lassen.

Bei den Mengen von Essig, Olivenöl und Knoblauch einfach ausprobieren, was einem am besten schmeckt.

Dazu passt…. alles! Besonders gut allerdings hierzu:

Autor: Zitronen und Olivenöl

Greek Foodblogger based in Germany

3 Kommentare zu “Tsatsiki

  1. Ich mag solche Familiennekdötchen, also ganz bestimmt Herangehensweisen aus dem Hause, am liebsten, denn jede Hand bereitet doch immer auch anders zu.

    Gefällt 1 Person

  2. Ich kann mir gut vorstellen, dass es vor Jahren für Leute aus anderen Kulturen noch sehr schwierig war, ihre Ernährungsgewohnheiten zu pflegen. Wie man sieht, waren sie zum Glück erfinderisch. Sonst gäbe es jetzt auch nicht so viel zu erzählen. 😉

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